Chemie studieren

Inhaltsübersicht
- Studieninhalte und Aufbau
- Anforderungen und Bewerbungsverfahren
- Berufsperspektiven und Karrierechancen
- Studydrive als Begleiter in deinem Studium
Du fandest das Periodensystem schon immer faszinierend? Wenn du dich bereits in der Schulzeit gerne mit chemischen Zusammenhängen, dem Aufstellen komplizierter Reaktionsgleichungen und dem Durchführen verschiedener chemischer Experimente beschäftigt hast und diese Thematik interessant fandest, dann ist das Studium der Chemie wahrscheinlich das Richtige für dich.
Das Chemiestudium vermittelt dir nicht nur theoretische, sondern auch wertvolle praktische Kenntnisse in allen wichtigen chemischen Teildisziplinen. Das Studium gliedert sich, wie die meisten anderen Studiengänge auch, in Bachelor- und Masterstudium. Im Bachelorstudium beschäftigst du dich vor allem mit den Grundlagen der Chemie. Hier erhältst du einen Überblick über die Zusammenhänge in der Chemie und den anderen Naturwissenschaften. Du lernst zudem alles rund um Atome, Isotope, verschiedene chemische Bindungsarten, Strukturformeln, wie der Lewis Formel, und chemische Regeln wie z.B. die Oktettregel. Du wirst im Laufe des Studiums in der Lage sein, wissenschaftliche Fragestellungen zu formulieren und wirst an das selbstständige Arbeiten im Labor herangeführt.
In den Vorlesungen, Übungen und Seminaren erlernst du die theoretischen Grundlagen, während du in den Praktika und Übungen das gelernte Wissen praktisch anwenden und umsetzen lernst. Sowohl im Praktikum, als auch in den verschiedenen Übungen, führst du als Student in der Regel in Kleingruppen, aber auch manchmal allein, Experimente durch, schreibst deine Beobachtungen auf und analysierst dann im Anschluss deine Ergebnisse. So erlernst du bereits im Studium einen sicheren Umgang mit Chemikalien und chemischen Instrumenten.
Studieninhalte und Aufbau des Studiums Chemie
Das Bachelorstudium Chemie ist in der Regel sechs bis acht Semester lang. Die Länge richtet sich dabei nach dir. Je nachdem wie viele Module du pro Semester belegst, kannst du deine Bachelorarbeit früher oder erst später schreiben. Fleiß zahlt sich also aus.
Im Bachelorstudium erwarten dich auf jeden Fall die Veranstaltungen in Allgemeiner Chemie, Organischer Chemie, Physik, Biochemie und Toxikologie. Darüber hinaus gehören Mathematik und die theoretische Chemie, also die Grundlagen der Chemie, natürlich genauso dazu. Im weiteren Verlauf des Studiums können dann Vorlesungen folgen, die folgende Themengebiete umfassen:
- Technische Chemie
- Organische Chemie
- Anorganische Chemie
- Analytische Chemie
- Physikalische Chemie
Die Studieninhalte variieren jedoch von Hochschule zu Hochschule, weshalb es von Vorteil ist, wenn du dir bereits vor der Bewerbung eine Übersicht erstellst, welche deiner ausgewählten Universitäten und Hochschulen welche Veranstaltungen anstrebt. Hieraus kannst du dann die Hochschule auswählen, die deinen Vorstellungen entspricht. Denn nichts ist ärgerlicher, als sich an irgendeiner Hochschule einzuschreiben, ohne zu wissen, was genau gelehrt wird.
Im Anschluss zum Bachelorstudium kannst du den Master an deine Ausbildung anhängen. Im Masterstudium baust du die im Bachelor gelernten Grundlagen weiter aus und vertiefst dein Wissen weiter. Oftmals kannst du dich auch auf verschiedene Bereiche der Chemie spezialisieren und dadurch konzentriert nur an dem arbeiten, was dir besonders viel Spaß bereitet. Der Schwerpunkt im Master liegt in der Regel auf dem eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten.
Schwerpunktfächer in der Chemie könnten beispielsweise die Molekularchemie, die Werkstoffchemie oder die pharmazeutische Chemie sein. Neben den fachlichen Vorlesungen steht es dir außerdem frei weitere Veranstaltungen zu besuchen, die beispielsweise deine Präsentationstechnik verbessern oder deine Fremdsprachenkenntnisse fördern. Spezialisierte Kurse können z.B. Kurse zu Elektronegativität, Radioaktivität, Erdgaskonfiguration, Kristallstrukturen oder Stoffgemischen sein.
Der Bachelorstudiengang ist in der Regel auf ca. sechs Semester festgelegt. Dir steht natürlich immer frei, die Dauer des Studiums zu verkürzen oder zu verlängern. Dabei ist es eine Voraussetzung, dass du am Ende die nötige Anzahl an Kreditpunkten erreicht hast. Neben den Vorlesungsveranstaltungen sind in der Regel auch Praktika im Bachelor- sowie im Masterstudium Pflicht.
Anforderungen und Bewerbungsverfahren für den Studiengang Chemie
Um das Studium der Chemie aufnehmen zu können, musst du als Voraussetzung, wie bei fast allen Studiengängen auch, die Allgemeine Hochschulreife vorweisen können. Ein Vorpraktikum oder eine berufliche Ausbildung vor dem Studium ist dagegen nicht notwendig. Die konkreten Zulassungsvoraussetzungen variieren jedoch von Hochschule zu Hochschule, weshalb du dich zu Beginn erst einmal bei den jeweiligen Hochschulen genau informieren solltest.
Chemie kannst du zurzeit an über 80 Hochschulen in Deutschland studieren. Dazu kannst du dich bei den jeweiligen Hochschulen direkt bewerben. Du musst dich also nicht, wie beispielsweise bei einem Jurastudium oder dem Studium der Medizin, zentral bei einem Vergabesystem bewerben, sondern kannst direkt bei den Hochschulen selbst die Bewerbung abgeben. In der Regel nutzen die Universitäten aber auch verschiedene Plattformen, auf denen du deine Bewerbung und die notwendigen Unterlagen einfach hochladen kannst. Hier kannst du dann auch immer den Status deiner Bewerbung im Blick behalten und siehst, wann die Bewerbung eingetroffen ist, wann sie bearbeitet wird und ob du am Ende zugelassen bist, oder eben nicht.
Bevor du dich bewirbst, solltest du jedoch darauf achten, wann du das Studium beginnen kannst. An den meisten Hochschulen in Deutschland kannst du das Chemiestudium nur im Wintersemester beginnen. Um sicher zu gehen, solltest du dich darüber bei den jeweiligen Hochschulen informieren.
Über die allgemeinen Qualifikationen hinaus solltest du natürlich auch Spaß an der Chemie haben und eine gewisse Faszination für die verschiedensten Zusammenhänge in der Natur mitbringen. Wichtig sind grundlegende Kenntnisse in Mathematik, Physik und, je nach Schwerpunktwahl, auch der Biologie. Besonders für den Masterstudiengang solltest du gewisse Englischkenntnisse mitbringen, denn Englisch ist mittlerweile Forschungssprache geworden. Das bedeutet, dass die Großzahl der Literatur in englischer Sprache verfasst ist und du diese natürlich verstehen können solltest. Manchmal sind auch Referate in englischer Sprache zu halten oder ganze Vorlesungen finden auf Englisch statt.
Wichtig ist außerdem Durchhaltevermögen um lange Labortage zu bewältigen, aber auch die Freude am Experimentieren ist eine super Voraussetzung für das Chemiestudium.
Berufsperspektiven und Karrierechancen
Nach dem Studium der Chemie hast du den akademischen Grad des Bachelor of Science (B.Sc.) oder des Master of Science (M.Sc.) erworben. Bereits nach dem Bachelorstudium kannst du in das Berufsleben einsteigen. Dir steht es aber auch offen, den Master an den Bachelor anzuhängen. Nach dem Master kannst du dann noch deine Doktorarbeit anschließen und promovieren. Damit erreichst du dann den Titel Dr. rer. nat. Das bedeutet so viel wie „doctor rerum naturalium“, also „Doktor der Naturwissenschaften“. Die Doktorarbeit stellt eine Forschungsarbeit dar, in der du eigenständig neue wissenschaftliche Erkenntnisse erlangst und diese darstellst. Die Doktorarbeit schreibst du in der Regel an einer Hochschule über einen Zeitraum von durchschnittlich drei Jahren. Wie lange es genau dauert ist natürlich auch wieder von deinem Fleiß abhängig.
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