How to: Werki

Mit einem Job als Werki verdienst du neben deinem Studium ordentlich Geld und sammelst wertvolle Praxiserfahrungen. Hier erfährst du, welche Voraussetzungen man erfüllen muss, um als Werki tätig zu sein und worauf man sonst noch so achten sollte.
Inhalt
- Wer gilt als Werkstudent:in?
- Let's talk about money, baby!
- Vorteile eines Werkijobs
- Für wen eignet sich ein Werkijob?
- Typische Aufgaben
Wer gilt als Werkstudent:in?
Studis, die neben dem Studium arbeiten und mehr als geringfügig beschäftigt sind, sprich keinen 450€ Minijob haben, gelten als Werkstudierende. Dafür müssen lediglich zwei Voraussetzungen erfüllt werden: erstens musst du im Vollzeitstudium immatrikuliert sein, du darfst dich also nicht im Urlaubssemester befinden. Zweitens darfst du nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. Damit wird gewährleistet, dass du dich den Großteil der Zeit auf dein Studium konzentrierst.
Aber, wie so oft, gibt es Ausnahmen von der Regel. In der vorlesungsfreien Zeit kannst du statt der 20 sogar 40 Stunden pro Woche arbeiten. Und solange du die 20 Stunden pro Woche überwiegend an Wochenenden oder durch Abend- und Nachtschichten überschreitest und das im Laufe von 12 Monaten nicht mehr als 26 Wochen lang, ist auch noch alles im grünen Bereich. Über solche Einzelfälle entscheidet allerdings immer deine Krankenkasse.
Sobald du exmatrikuliert wirst, endet das Werkstudierendenprivileg und du kannst nicht mehr als Werki tätig sein.

Let's talk about money, baby!
Als Werki verdienst du im Gegensatz du den meisten Praktikant:innen wirklich gutes Geld! Du bekommst auf jeden Fall den Mindestlohn, der seit Januar 2022 bei 9,82€ liegt und im Juli 2022 nochmals auf 10,45€ angehoben wird. Die meisten Unternehmen vergüten ihre Werkis jedoch mit 10-15€ pro Stunde.
Du musst keine Beiträge in der Arbeitslosen- und Pflegeversicherung leisten – egal, wie viel du am Ende verdienst. Die Rentenversicherung wird zu Teilen von dir und zu Teilen vom Unternehmen übernommen.
Bei der Krankenversicherung ist es etwas tricky. Bis 25 bist du familienversichert – jedoch nur, solange du als Werki maximal 445€ verdienst. Verdienst du mehr oder bist älter als 25, musst du dich selbst bei einer Krankenkasse versichern. Round about kannst du dafür mit ca. 110€ monatlich rechnen.
Je nach Gehalt kann es passieren, dass du Lohnsteuer zahlen musst. Der Grundfreibetrag 2022 liegt bei 9.984€. Solltest du mehr als das verdienen, wird allerdings nur der Betrag versteuert, der den Grundfreibetrag übersteigt. Gegebenenfalls musst du dir zuviel gezahlte Lohnsteuer selbst zurückholen, in dem du eine Steuererklärung einreichst.
Halten wir fest: ein Werkijob lohnt sich finanziell ungemein, da dir insgesamt wenig von deinem Gehalt abgezogen wird!

Vorteile eines Werkijobs
Neben dem guten Gehalt gibt es noch weitere Benefits eines Werkijobs.
Du sammelst vor allem Erfahrungen für dein späteres Berufsleben und profitierst davon, den Arbeitsalltag im Unternehmen mitzuerleben. Neben Soft Skills, wie Zeitmanagement und Teamfähigkeit, verbesserst du auch deine Hard Skills, beispielsweise durch das regelmäßige Anwenden bestimmter Software.
Ein Werkijob kann außerdem ein guter Türöffner ins Unternehmen sein. So stehen die Chancen meist gut, nach dem Ende deiner Werkizeit als Junior übernommen zu werden – oft ganz ohne zusätzliche Bewerbung! Aber auch ohne eine Übernahme kannst du bereits viele Kontakte knüpfen, die dir vielleicht noch mal nützlich sein werden.
Ein weiteres Plus sind die flexiblen Arbeitszeiten, die du meist in Absprache mit deinem:deiner Ansprechpartner:in frei einteilen kannst. Außerdem hast du Anspruch auf Urlaub. Wie viele Tage das genau sind, hängt davon ab, an wie vielen Tagen pro Woche du arbeitest.
Solltest du für dein Studiengang ein Pflichtpraktikum benötigen, hilft auch hierbei der Werkijob. Diesen kannst du dir oftmals als Pflichtpraktikum anrechnen lassen, sofern deine Tätigkeiten im Job thematisch zu deinen Studieninhalten passen. Sprich aber hierfür am besten frühzeitig mit deinen Koordinator:innen an der Uni.
Zu guter Letzt eignet sich deine Tätigkeit auch, um deine Abschlussarbeit im Unternehmen zu schreiben. Vorteile hier: ein Thema ergibt sich oft ganz zufällig während deiner Arbeit und du hast bereits den Zugang zu den internen Daten.

Für wen eignet sich ein Werkijob?
Werkistellen werden grundsätzlich für alle möglichen Branchen ausgeschrieben. Wenn du Lust auf die hier genannten Vorteile hast und den Voraussetzungen entsprichst, ist ein Werkijob auf jeden Fall eine gute Alternative zu Jobs in der Gastrobranche oder Praktika.
Dabei muss deine Werkitätigkeit nicht zwangsläufig etwas mit deinen Studieninhalten zu tun haben. Du studierst BWL, hast aber eine Affinität zu IT? Bist du eigentlich MINTler:in, hast aber total Lust, dich mal im Marketing auszuprobieren? Sehr gut, denn Werkijobs eignen sich oft prima für Quereinsteiger:innen.

Typische Aufgaben
Klassischerweise übernimmt man als Werki Assistenzaufgaben und unterstützt bei der Umsetzung von Projekten. Ob du also den Instagram-Kanal eines Unternehmens übernimmst, bei der Planung von Veranstaltungen unterstützt oder Blutabnahmen durchführst, hängt von der Branche ab.
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