Präsentationen richtig halten

Präsentationen richtig halten

Wer kennt es nicht: Man steht vor einer Menge an Menschen und der Puls beginnt zu rasen. Man bekommt einen trockenen Mund, schwitzt und der ganze Körper zittert. Man wünscht sich, man wäre woanders und fühlt sich einfach fehl am Platz. Aber keine Sorge, denn mit diesem Phänomen bist du nicht alleine. Aber mit ein paar kleinen Tipps und Tricks wirst auch du zum Champion im Präsentieren und brauchst keine Sorge mehr vor deiner nächsten Präsentation zu haben.

Kein Meister ist vom Himmel gefallen

Um ideal vor Publikum sprechen zu können ist es notwendig, dass du trainierst. Klingt komisch? - Ist aber so. Wenn du Angst davor hast vor anderen zu sprechen, dann musst du dies üben. Wenn es dir schwer fällt mit anderen Menschen zu üben, dann kannst du dich auch ganz einfach vor den Spiegel stellen und vor diesem üben. Durch diese Übung kannst du dir selbst dabei zuschauen, wie du dich verhältst und siehst vielleicht auch Fehler selbst. Sobald du dich sicher genug fühlst und bereit bist vor anderen zu referieren, kannst du deine Familie und Freunde fragen, ob sie ein Testpublikum sein wollen und kannst dir dort noch nötige Tipps holen. Solltest du Interesse daran haben vor fremden Menschen zu sprechen, dann gibt es passend für dich öffentliche Redeclubs, wie zum Beispiel der Toastmasters-Club .

Sich schon vor dem Referat in Position bringen

Für viele Menschen ist es einfacher zu referieren, wenn sie sich in einer gewohnten Umgebung befinden oder in einer Umgebung, in der sie sich wohl fühlen. Daher der nächste Tipp: Um die eigene Nervosität zu besiegen sollte man sich bereits vor der eigentlichen Präsentation in Position stellen und sich umschauen. Somit erkundet man alles und die Nervosität baut langsam ab und beim Referieren ist man ruhiger, da man bereits an die Situation gewöhnt ist.

Du bist der Hauptdarsteller, nicht PowerPoint

Einer der größten Fehler den man machen kann ist es, den kompletten Text in einer PowerPoint Präsentation auf die Folien zu schreiben. Die Zuschauer sind somit während dem Referieren damit beschäftigt die Folien zu lesen und hören dir nicht mehr richtig zu. Am Besten ist es, wenn du kurze Stichwortsätze, Stichworte oder Schlüsselwörter benutzt. Aber auch Bilder sind ideal, da du mit diesen auch interagieren kannst und die Zuschauer einbinden kannst. Zudem sind Bilder für viele verständlicher.

Augenkontakt ist das A und O

Ein weiteres Problem bei einer PowerPoint ist, dass die Vortragenden sich oftmals den Folien zuwenden und dem Publikum den Rücken zuzukehren. Wenn du gerade einfach nicht weiter weißt, dann wirf einen kurzen Blick auf deine PowerPoint und wende dich dann anschließend direkt deinem Publikum wieder zu. Eine weitere Lösung könnte sein, dass du auf den Computerbildschirm schaust, denn dort kannst du deine PowerPoint auch sehen und musst deinem Publikum nicht den Rücken zudrehen. Ebenfalls ist es wichtig, dass du nicht eine Person fokussierst, auch wenn es deine beste Freundin oder dein bester Freund ist und dich dadurch sicherer fühlst, sondern deinen Blick durch den ganzen Raum schweifen lässt. Falls du Probleme damit hast Personen direkt in die Augen zu schauen, dann schaue den Menschen nicht direkt in die Augen, sondern beispielsweise auf ihre Stirn, die Nase oder den Haaransatz. So sieht es von Weitem so aus, als ob du sie anschaust, jedoch ist es für dich nicht so unangenehm.

Kleine Pausen sind wichtig

Um Füllwörter wie “ähm”, “also” oder ein langgezogenes “und” zwischen zwei Sätzen zu vermeiden ist es hilfreich, kleine Pausen einzubauen. Durch die Füllwörter wird der Inhalt deiner Präsentation geschwächt und das Publikum schweift ab. Zudem helfen kleine Pausen das Gehörte besser zu verarbeiten und der Inhalt wird mit höherer Wahrscheinlichkeit im Anschluss im Gedächtnis gespeichert und nicht vergessen.

Interaktionen sind eine gute Ablenkung

Kleine Interaktionen sind unglaublich wichtig, damit deine Zuschauer ihr Interesse an deinem Vortrag nicht verlieren. Mit Interaktionen aktivierst du dein Publikum und schaffst eine tolle Atmosphäre. Es gibt verschiedene Methoden deine Zuschauer zu aktivieren, wie Beispielsweise Fragen stellen, nach Meinungen passend zum Thema fragen, Rollenspiele, Gruppenarbeiten oder auch Debatten. Das wichtigste an Interaktionen ist, dass du es in den passenden Augenblicken machst, denn wenn diese Aktivierungen in den falschen Momenten gemacht werden, dann kann es leicht dazu kommen, dass der Versuch nach hinten los geht und die Interaktion nichts bringt. Ein guter Zeitpunkt für eine Interaktion wäre direkt am Anfang mit einer Präsentation, wie beispielsweise mit einem kurzen Video oder einem Brainstorming. Das hilft auch dir locker in dein Referat zu starten und nimmt dir deine Nervosität.

Enthusiastisch vortragen

Eines der schlimmsten Dinge, die man während einer Präsentation machen kann ist es, mit einer monotonen Stimme zu sprechen. In solchen Fällen fällt es einem besonders schwer, sich auf das Gesagte zu konzentrieren und nicht abzuschalten. Deshalb ist es wichtig, seine Stimmlage zu variieren, denn nur so bleibt das Publikum begeistert und hört aufmerksam zu. Wenn du enthusiastisch vor dem Publikum stehst und vorträgst, bleibt dein Publikum gebannt und schweift nicht ab.

Ordentliche Karteikarten

Karteikarten sind eine gute Hilfe, besonders wenn du während dem referieren eine mentale Unterstützung brauchst. Jedoch ist es wichtig, dass auf den Karteikarten nicht dein ganzes Referat steht. Ansonsten kann es schnell dazu kommen, dass man monoton oder langweilig spricht und dadurch das Publikum das Interesse verliert. Kurze, aber informative Stichpunkte reichen vollkommen aus und helfen dir nebenbei auch flüssiger zu referieren.

Wohin mit meinen Händen?

Es ist vollkommen natürlich, wenn du während dem referieren nervös bist und beginnst zu zittern. Wenn man keine Karteikarten in der Hand hast, dann stellt man sich selbst schnell die Frage - wohin mit meinen Händen? Eine sehr einfache Lösung hierbei ist ein Stift oder ein Laserpointer. Einerseits gibt ein Stift deinen Händen eine Aufgabe, du zitterst weniger und du weißt was du mit deinen Händen machen kannst. Andererseits dient ein Stift oder noch besser ein Laserpointer als eine Art Zeigestock, damit die Zuschauer besser folge können. Besonders wenn du viele Bilder oder Diagramme in deiner PowerPoint hast und auf diese eingehen möchtest, kannst du mit einem Stift direkt daneben stehen und zeigen was genau du gerade auf dem Diagramm meinst oder wo genau du auf dem Bild bist.

Das perfekte Handout

Ein Fehler den viele Referenten machen ist, dass sie ihr komplettes Gesagtes in Blockabsätzen als Handout ausgeben. Wenn die Zuschauer im Nachhinein auf das Handout schauen, finden sie es meist zu langweilig oder zu voll beladen mit Fakten. Besser wäre es jedoch ein kurzes knackiges Handout zu erstellen. Hierbei sind nur die wichtigsten Aussagen relevant und am Ende die Quellenangaben. Fotos sind ebenfalls eine gute Idee, wenn man das Handout aufpeppen möchte. Ebenfalls wichtig ist es, dass du dein Handout erst nach der Präsentation austeilst. Teilst du dein Handout schon vorher aus, so wird sich jeder erstmal dieses durchlesen und nicht mehr wirklich deinem Vortrag zuhören, denn alles wichtige steht schon auf dem Handout.


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