Mikroökonomie

Mikroökonomie

Inhaltsübersicht

Definition

Die Mikroökonomie - auch Mikroökonomik oder Mikrotheorie genannt - ist, neben der Makroökonomie, ein wichtiges Teilgebiet der Volkswirtschaftslehre. Sie befasst sich mit den einzelnen Elementen der Wirtschaft, also wie Haushalte (als Nutzenmaximierer) und Unternehmen (als Gewinnmaximierer) Entscheidungen treffen sowie deren Zusammenwirken auf Märkten. Die Ergebnisse wirtschaftlichen Handelns finden ihre Begründungen also in Präferenzen und im Verhalten einzelner Wirtschaftssubjekte. Die Mikroökonomie geht in der Regel von vollkommenen Märkten, mit vollständiger Information und ohne externe Effekte aus. Eine wichtige Kerngrösse der Mikroökonomie ist das Bruttoinlandsprodukt.

Des Weiteren finden sich auch methodische Anwendungen der Mikroökonomie in der Wettbewerbstheorie und der Wohlfahrtsökonomik.

Ein kurzes Video was dir einen Überblick über die Mikroökonomie gibt findest du hier:

Unterteilung der Mikroökonomie in drei große Themenbereiche

1. Haushaltstheorie

Sie betrachtet die Nachfrageseite, also die privaten Haushalte. Es wird untersucht wie Wirtschaftssubjekte unter gegebenen Faktoren Entscheidungen treffen, um eine möglichst hohe ökonomische Wohlfahrt zu erzielen. Stichwort ist hier die individuelle Nutzenmaximierung (alternativer Ansatz: Satisficing).

Der Nutzen versteht sich dabei als Maß der Zufriedenheit, die ein Haushalt aufgrund seiner Konsumentscheidung erfährt. Es gilt die Annahme, dass Wirtschaftssubjekte nach den Grundsätzen des Homo oeconomicus handeln. Dieser ist:

  • vollständig rational
  • vollständig informiert
  • und auf maximalen Nutzen ausgerichtet

Zudem gelten zentrale Annahmen der Konsumentenpräferenzen:

  • Vollständigkeit
  • Reflexivität
  • Transitivität
  • Monotonie

Wenn du mehr Über Konsumentenpräferenzen wissen möchtest, dann klicke hier.

Weitere Themengebiete der Haushaltstheorie sind:

  • Nachfragetheorie des Haushalts
  • Angebotstheorie des Haushalts
  • Institutionelle Theorie der Haushaltung

Zentrale Begriffe und mathematische Ansätze zu diesem Thema:

2. Produktionstheorie

Die Produktionstheorie ist das Gegenstück zur Haushaltstheorie und beschäftigt sich mit der Angebotsseite, also den Unternehmen. Ziel ist die optimale Kombination bzw. der quantitative Faktoreinsatz, um kosteneffizient maximalen Output produzieren zu können. Stichwort: Gewinnmaximierung bei gleichzeitiger Kostenminimierung.

Sogenannte Skaleneffekte (auch Verbundeffekte genannt) bewerten die technische und ökonomische Effizienz der Kombination von Produktionsfaktoren. Die Produktionstheorie soll außerdem dabei helfen das Verhalten von Unternehmen zu erklären, wenn diese ökonomische Entscheidungen zu treffen, oder ökonomische Probleme zu lösen haben.

Teilgebiete der Produktionstheorie:

  • Kostentheorie
  • Aktivitätsanalyse
  • Theorie der Anpassungsformen

Zentrale Begriffe und mathematische Ansätze zu diesem Thema:

3. Preistheorie

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Sie erforscht Preise und untersucht die Preisbildung auf den verschiedenen Märkten. Dabei wird zwischen verschiedenen Marktstrukturen bzw. Marktformen unterschieden.

Ziel der Preistheorie ist das Ermitteln der ökonomischen Gesamtwohlfahrt. Damit das gelingt muss die optimale Preissetzung nachvollzogen werden können. Die Preistheorie unterscheidet zwischen natürlichem Preis und dem Marktpreis. Letzterer bezeichnet den Preis, den Marktteilnehmer zu einem bestimmten Zeitpunkt am Markt bezahlen bzw. erzielen.

Der natürliche Preis hingegen, auch Gleichgewichtspreis genannt, ist derjenige bei dem sich Angebots- und Nachfragekurven schneiden: hier wird der Markt geräumt, somit entsteht weder ein Angebots- noch ein Nachfrageüberschuss.

Wichtige Annahmen der Preistheorie sind:

  • homogene Güter
  • Markttransparenz
  • ein aktiver Markt

Zentrale Begriffe und mathematische Ansätze zu diesem Thema:


Marktversagen

Ist die Wohlfahrt einer Volkswirtschaft nicht pareto-effizient verteilt ist Marktversagen das Ergebnis. Ursachen dafür sind:


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