Bewerbungen - Tipps und Infos

Hast du schon mal eine Bewerbung geschrieben oder ein Bewerbungsverfahren durchlaufen? Stehst du vielleicht kurz davor, dich für ein Praktikum oder einen Job zu bewerben? Es gibt unterschiedliche Formen der Bewerbung und unterschiedliche Bewerbungsverfahren. Falls du noch nicht so viel Erfahrung mit Bewerbungen und Bewerbungsverfahren hast oder dein Wissen zu diesem Thema auffrischen möchtest, haben wir hier für dich wichtige Begriffe erklärt und Tipps für eine Bewerbung zusammengestellt. Wir zeigen dir, wie du eine Bewerbung aufbaust, worauf du beim Lebenslauf achten solltest und wo du dir weitere Infos und Unterstützung holen kannst. Außerdem gehen wir auf unterschiedliche Formen der Bewerbung ein.
Inhaltsübersicht
Initiativbewerbung vs. Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle
Bevor du eine Bewerbung schreibst, stellt sich die Frage, auf was für eine Stelle du dich bewirbst. Du kannst dich initiativ bewerben, d.h. du bewirbst dich bei einem Unternehmen, ohne, dass du dich auf eine konkrete Stelle bewirbst. Alternativ kannst du dich auch auf eine ausgeschriebene Position direkt bewerben. Ausschreibungen findest du auf den Websites der jeweiligen Unternehmen oder auf Karriereseiten wie Stepstone, monster.at, indeed oder hier bei Studydrive. Bei den meisten dieser Websites kannst du auch einen Jobnewsletter abonnieren, der dich regelmäßig via E-Mail über neue Ausschreibungen informiert. Wenn du dich auf eine ausgeschriebene Stelle bewirbst, solltest du dir genau anschauen, was gefordert wird und welche Bewerbungsfristen es gibt. Lass dich aber nicht davon abhalten dich zu bewerben, falls du ein oder zwei Kriterien, die gefordert sind, nicht erfüllen solltest. Die wenigsten Bewerber:innen erfüllen alle Kriterien einer Ausschreibung. Und selbst, wenn du die Stelle nicht kriegen solltest, sammelst du Erfahrung im Bewerben und vielleicht ergibt sich eine andere Arbeitsmöglichkeit oder ein nützlicher Kontakt für deinen weiteren Berufsweg.
Die Bewerbung – wie baut man eine Bewerbung auf?
Grundsätzlich besteht eine Bewerbung mindestens aus einem Anschreiben und einem Lebenslauf. Zusätzlich solltest du Abschlusszeugnisse sowie Arbeitszeugnisse anfügen und evtl. am Anfang deiner Bewerbung ein Deckblatt einbauen. Manche Bewerbungen umfassen auch ein Motivationsschreiben.
Deckblatt
Wenn du eine klassische Bewerbung schreibst, solltest du ein Deckblatt mit deinem Foto und deiner Anschrift erstellen. Lass das Foto weg, wenn in der Ausschreibung explizit steht, dass kein Foto geschickt werden soll. Du findest hierzu auch viele graphische Anregungen im Internet. Ein Deckblatt ist auch nicht immer zwingend notwendig. Bevor du ein halbherzig erstelltes Deckblatt verwendest, lass es lieber weg. Bei ausgeschriebenen Stellen oder bei Online-Bewerbungen kannst du dich an deren Anforderungen und den Upload-Möglichkeiten orientieren. Beispiele für Deckblätter für Bewerbungen findest zu zum Beispiel auf https://www.karrieresprung.de/deckblatt-bewerbung.
Anschreiben
Das Anschreiben ist deine Werbefläche. Hier kannst und musst du Personaler:innen von dir soweit überzeugen, dass er sich mit dir und deiner Bewerbung weiter beschäftigen will. Am besten gehst du auf die geforderten Punkte in der Ausschreibung ein und beschreibst authentisch, was dich auszeichnet und was du mitbringst. Bedenke aber, Personaler:innen haben keine Zeit Romane im Bewerbungsprozess zu lesen. Meist sollte ein Anschreiben etwa eine Seite umfassen inkl. Anschriftenkopf, Datum und Betreffzeile. Manche Unternehmen oder Hochschulen verlangen explizit ein Motivationsschreiben. Dieses darf dann je nach Vorgabe auch mal etwas länger sein. Du solltest generell, egal ob es ums Anschreiben oder ein Motivationsschreiben geht, darauf achten, authentisch zu bleiben und den Bezug zur Stelle oder zum Studienplatz zu wahren. Bleib ehrlich, Erfinden bringt selten etwas, vor allem, wenn du dir Fähigkeiten zuschreibst, die du gar nicht hast. Wenn sie wirklich relevant für die Stelle sind, wird auffallen, dass du diese Kompetenzen nicht hast. Es spricht nichts dagegen, sich Anregungen im Internet zu holen. Dennoch sollte es am Ende dein persönliches Anschreiben oder Motivationsschreiben sein, das du abschickst und keine Kopie einer Vorlage aus dem Internet. Kopieren kann jeder, damit hebt man sich nicht von den Mitbewerber:innen ab. Beispiele findest du unter https://bewerbung.net/bewerbungsschreiben/ oder unter https://karrierebibel.de/motivationsschreiben/.
Lebenslauf
Der Lebenslauf ist wichtig, dieser darf auch mal zwei Seiten lang werden, aber bitte nur, wenn du auch wirklich relevante Punkte aufzulisten hast. Ziehe den Lebenslauf nicht künstlich in die Länge. Es spricht nichts dagegen, wenn du noch nicht so viel Berufserfahrung oder noch keinen Abschluss hast, auch Hobbies anzugeben. Dennoch solltest du dir immer überlegen, was die Leser:innen deines Lebenslaufs von manchen Hobbies denken könnten - und damit auch über dich. Achte darauf, dass dein Lebenslauf strukturiert ist. Du solltest chronologisch vorgehen und deine Lebensereignisse (Schulzeit, Praktika, Studium, Ausbildung) nach ihrer zeitlichen Abfolge ordnen, wobei das aktuellste ganz oben stehen sollte. Du kannst hier auch eine thematische Struktur einbauen z.B. mit folgenden Themen:
- Schule/Ausbildung/Studium
- Berufserfahrung
- Ehrenamtliche Tätigkeiten
- Sprachkenntnisse und Zertifikate
- IT-Kenntnisse und Zertifikate
- Hobbies
Gerade, wenn du noch wenig Ausbildungen absolviert oder Berufserfahrung gesammelt hast, kannst du mit Sprachzertifikaten und weiteren Kenntnissen, z.B. Englisch Niveau B1 oder IT-Kenntnissen wie Word, Excel, Powerpoint, Programmiersprachen deine Qualifikationen verdeutlichen und den Lebenslauf sinnvoll füllen. Achte aber darauf, dass du nichts unwesentliches hinzufügst, damit der Lebenslauf besonders lang ist. Konfession, Familienstand und auch Geschlecht gehören für gewöhnlich nicht mehr in den Lebenslauf. Ausnahmen kann es hier bei religiösen/geistlichen Dienstgebern o.Ä. geben. Am Ende des Lebenslaufes kannst du Ort, Datum und deinen Namen bzw. deine Unterschrift setzen.
Online-Bewerbung
Beim Einreichen deiner Bewerbung solltest du die Vorgaben des Unternehmens bzgl. Dateiformat und Dateigröße beachten. Meist werden pdf-Dateien oder jpg.-Dateien akzeptiert. Zeugnisse sowohl aus der Schulzeit oder Leistungsnachweise aus dem Studium sowie Arbeitszeugnisse sollten meist in einer Datei gebündelt hochgeladen werden. Achte darauf, die Zeugnisse nach Aktualität und Relevanz zu ordnen, beginnend mit dem aktuellsten. Wenn du schon einen Bachelor oder gar einen Master hast, brauchst du meist kein Abiturzeugnis mehr, außer es wird verlangt. Wenn du irgendwo ein Praktikum absolviert oder gearbeitet hast, frage nach einem Arbeitszeugnis oder einer Bestätigung am besten inklusive einer Tätigkeitsbeschreibung.
Es gibt unterschiedliche Bewerbungsverfahren. Im typischen Fall schreibt man eine schriftliche Bewerbung, wird zum Bewerbungsgespräch geladen, dann kommt evtl. ein zweites Gespräch und dann im Idealfall die Zusage. Es läuft aber nicht immer so ab. Meist steht am Anfang die persönliche Bewerbung, die schriftlich verfasst und online übermittelt wird. Bei manchen Firmen erstellt man dazu ein Bewerbungsprofil und registriert sich auf deren Bewerbungsseite. Manche Firmen führen Assessment-Center durch. Hierbei musst du teils mit anderen zusammen Aufgaben lösen oder teils gegen andere antreten. Es kann auch Eignungstests geben, besonders bei Bewerbungen für Studiengänge kommt das häufiger vor. Bei manchen Firmen ist vor dem eigentlichen Dienstvertrag ein Traineeprogramm geschaltet. Dies ist besonders bei Stellen für Berufseinsteiger:innen typisch.
Rückmeldung zu deiner Bewerbung
Vielleicht gehörst du zu den Glücklichen, die auf Anhieb eine Zusage erhalten und damit ihren (Traum-)Job beginnen können. Doch auch wenn es nicht beim ersten Versuch klappt, solltest du den Kopf noch nicht hängen lassen! Meistens schreibt man bis zu einem Erfolg mehrere Bewerbungen, hat ein paar Bewerbungsgespräche und irgendwann klappt es dann mit einem Job. Das muss nicht immer der Traumjob sein, aber zumindest ein Anfang.
Tipps und Fazit
Lies dir Ausschreibungen immer gründlich durch und beachte Bewerbungsfristen. Sei ehrlich und authentisch. Es ist keine Schande, sich Hilfe zu holen und Profis den Lebenslauf oder das Anschreiben korrekturlesen zu lassen. Manche Universitäten bieten hierfür auch ein Karriere-Service an. Lass dich nicht unterkriegen, wenn die erste Bewerbung nicht gleich zu einer Zusage führt. Bewerbungen schreiben will gelernt sein, dazu gehört auch, sich gut verkaufen zu können. Auch wenn Absagen unangenehm sind, sieh sie als Erfahrung. Frage am besten direkt höflich nach, woran es lag, wenn du eine Absage erhalten hast. Nicht immer wirst du eine Antwort auf diese Frage erhalten, aber nutze die Antworten, die du erhältst, um das nächste Mal besser zu sein.
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