Statistik - Zusammenfassungen & Klausuren

Statistik - Zusammenfassungen & Klausuren

Inhaltsübersicht

Egal was du studieren möchtest, Statistik wird dir immer und überall über den Weg laufen. Das erste Mal hattest du sicherlich - wie die meisten -Statistik im Abitur. Darauf aufbauend sind auch die grundlegenden Statistikkurse in deiner Uni.

 

Was ist Statistik nochmal?

 

Wenn man von Statistik spricht, meint man im Allgemeinen die Lehre vom Umgang mit quantitativen Daten. Diese Daten werden dir immer wieder und in unterschiedlicher Form begegnen, sowohl in der Uni, als auch danach im Berufsleben. Beispielsweise wenn du von einem Sachverhalt eine Stichprobe erhoben hast und diese auswerten möchtest.

 

Um die wichtigsten Begrifflichkeiten und Formeln zu veranschaulichen, betrachten wir beispielhaft die Auswertung einer Befragung von allen KursteilnehmerInnen eines Uni-Moduls hinsichtlich ihres Gewichts. Ziel bei der Statistik ist es, auch unter Unsicherheit und Zufällen (niemand kann mit Sicherheit sagen, wie schwer eine Person ist) den Sachverhalt klar darstellen zu können.

 

Ein Beispiel

 

Die Grundgesamtheit liegt bei 120 befragten Studierenden. Das entspricht der gesamten Teilnehmerzahl des Kurses. Die Grundgesamtheit stellt also immer die Anzahl der gesamten Messwerte dar.

 

Um statistische Daten zu analysieren, benötigt man zunächst den sogenannten Stichprobenumfang. Dieser entspricht in unserem Beispiel der Gesamtheit aller männlichen Studenten, in unserem Fall 61. Aufgeschrieben wird dies folgendermaßen: n = 61 (n entspricht der Abkürzung für den Stichprobenumfang). Die einzelnen Werte der Studierenden bezeichnet man mit xi, also x1 für den ersten Studierenden, x2 für den zweiten, x3 für den dritten und so weiter. Die einzelnen Gewichte der 61 Studierenden wird zunächst in einer sogenannten Urliste dargestellt. Das ist eine Tabelle, in der die Werte ungeordnet übernommen werden, wie sie in der Befragung aufgeschrieben wurden.

 

statistik

 

Dabei ist es wichtig, die Reihenfolge der Befragung für die später verwendeten Formeln einzuhalten.

 

X1 entspricht dann dem ersten Studierenden mit einem Gewicht von 65 kg (x1= 65kg), x6 entspricht dem sechsten Befragten, dem ein Gewicht von 73kg zugeordnet werden kann (x6= 73 kg) und so weiter. Ordnet man diese Tabelle nach der Größe der Werte, wird diese als Primäre Tafel bezeichnet. Möchte man nun den dritten Wert aufschreiben, setzt man die Zahl in Klammern:

 

Als nächstes kann die Variationsbreite bestimmt werden. Dazu wird der kleinste und der größte Wert bestimmt. Den kleinsten Wert bezeichnet man als xmin, den größten als xmax. In unserem Fall also: xmin= 65kg und xmax= 143 kg Die Variationsbreite berechnet sich dann aus der Differenz: V = xmax–xmin= 143 –65 = 78. Weiterhin kann der Median bestimmt werden. Der Median gibt den Mittelwert der Daten an und wird auch als Lageparameter bezeichnet. 50% der Werte liegen oberhalb und 50% unterhalb des Medians.

 

Neben dem Median können auch sogenannte Quantile bestimmt werden. Diese teilen die oberen und unteren 50% der Stichprobe noch einmal in zwei Teile. Am Ende haben wir mit Median und Quantilen also unsere gesamte Stichprobe in vier Teile aufgeteilt. Man bezeichnet die drei Mittelwerte nun als Q25, Q50 und Q75.

 

Die Häufigkeitsverteilung gibt an, wie häufig jeder in der Stichprobe auftretende Wert vorkommt. Er wird genutzt, um eine erste Idee über die Verteilung der Grundgesamtheit (GG) zu bekommen. Diese kann dann durch eine Wahrscheinlichkeitsverteilung in einer Grafik,Tabelle oder einem theoretischen Modell dargestellt werden.

Statistische Datenanalyse

 

Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen Variablen, die anhand von statistischen Datensätzen analysiert werden können. Im Abitur mussten diese Werte noch alle per Hand ausgerechnet werden. Das war häufig sehr mühsam und hat viel Zeit in Anspruch genommen. Vor allem dann, wenn die zu ermittelnden Werte komplexer werden und die Grundgesamtheiten oder Stichproben größer sind als der hier vorgestellte Fall. Häufig werden Stichproben und Grundgesamtheiten von mehreren hunderttausend Werten generiert und dann gilt es diese vernünftig auszuwerten und z.B. nach Ähnlichkeitsstrikturen zu untersuchen (auch Clusteranalyse genannt). In der Universität wirst du ein Programm kennenlernen, welches die Berechnungen für dich übernimmt. Das heißt nicht, dass es einfacher wird, aber wenn du alle Formeln und Befehle, mit denen du das Programm füttern kannst, beherrschst, kannst du dir bei der Berechnung viel Zeit sparen. Beispiele für ein solches Programm sind R oder SPSS. Generell wirst du dich im Studium immer wieder mit Datenanalyse befassen.

 

Es ist sehr sinnvoll zu wissen, was die einzelnen Werte zu bedeuten haben und wie man diese berechnen kann, um verschiedene Studien besser einordnen zu können. Je nachdem, was du studierst und in welchem Bereich du nach deinem Studium arbeitest, wird dich die Statistik nicht mehr loslassen. Das beginnt bereits bei der Bachelor-Thesis. Wenn du nicht gerade eine literarische Thesis verfasst, musst du hierfür verschiedene Daten sammeln und diese nach deiner Fragestellung hin auswerten können. Wenn du dann einen Überblick über den Themenkomplex besitzt, fällt es dir wesentlich einfacher. Auch ein Programm wie R bedienen und analysieren zu können ist essenziell.

 

In der Regel begegnet dir die Statistik bereits im ersten Fachsemester. Dies zeigt, dass es eine der wichtigsten Grundlagen darstellt. Meist werden nicht nur Vorlesungen, sondern auch Tutorien angeboten, die du besuchen solltest. In den Tutorien vertiefst du die Vorlesungsinhalte noch einmal mit Übungen. Die Tutorien werden in der Regel von höhersemestrigen Studierenden durchgeführt, die im jeweiligen Fachbereich als wissenschaftliche Hilfskraft angestellt sind. Auch sie haben in der Regel bereits dasselbe Modul belegt und wissen genau, worauf es ankommt. Einige Tutoren und Tutorinnen haben auch bei der Korrektur der Klausuren geholfen und wissen, auf welche Themen besonderen Wert gelegt werden. Scheue dich also nicht davor Fragen zu stellen. Erstens sind das genauso Studierende wie du und zweitens werden sie euch bestimmt einige Tipps geben und euch sagen, was in der Klausur drankommen könnte. Jetzt bleibt uns nicht mehr viel mehr zu sagen als: Viel Spaß bei der Statistik und viel Erfolg im Studium.

Module und Teilbereiche der Statistik

 

 


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