Produktion und Logistik Formelsammlungen

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Produktion und Logistik – wenn man diese beiden Worte hört, denkt man sofort an große Firmen und Unternehmen, die mehrere hunderte bis tausend Arbeitnehmer beschäftigt haben. Und jeder weiß, dass Produktion und Logistik irgendwie zusammenhängen. Aber wie? Was bedeutet eigentlich Produktion und was Logistik, wofür benötigen Unternehmen das und welche Aufgaben, Abläufe und Bereiche der Logistik werden unterschieden?
Als Logistik wird allgemein die Planung, Steuerung, Koordination, Durchführung und Kontrolle von sämtlichen Wertschöpfungsketten in Unternehmen verstanden. Die Logistik ist ein System, welches eine optimale Versorgung mit allen benötigten Gütern, Materialien und Ressourcen sowohl innerhalb des eigenen Unternehmens als auch unternehmensübergreifend mit Kunden und Lieferanten gewährleistet und wird auch als Logistikmanagement bezeichnet. Hierdurch wird eine erfolgreiche Beschaffung, Lagerung, Bereitstellung, sowie Verteilung und Transport von Personen, Gütern, Energie oder Informationen organisiert und mit den damit verbundenen Informationsflüssen verbunden.
Das Logistikmanagement beginnt bei der Planung und Organisation der Material- und Warenflüsse und hört erst bei der Entsorgung der Produkte und Abfälle, die während der Produktion anfallen, auf. Eine ständige Optimierung der unterschiedlichen Prozesse im Unternehmen gehört außerdem zur Logistik. So wird in diesem Zusammenhang etwa versucht, anfallende Kosten zu senken und die Flexibilität in Unternehmensstrukturen zu erhöhen. Aber auch viele weitere Optimierungsschritte sind denkbar, wie beispielsweise die optimale Bestellmenge.
All das benötigen Unternehmen um langfristig im Markt bestehen zu können, erfolgreich zu sein und weiter Wachstum generieren zu können. Ohne Logistik ist all dies nicht möglich, denn ein hoher Lieferservice, kurze Durchlaufzeiten, sowie geringe Bestände im Unternehmen und möglichst niedrige Beschaffungs- und Herstellungskosten sind der Hebel für den Unternehmenserfolg. Logistik gilt daher als unverzichtbare Grundlage der Produktion für ein erfolgreiches Unternehmen.
Mit einer spezifischen Standortplanung wird die räumliche Struktur des Logistiksystems festgelegt. Neben mehreren Produktionsstätten kann das Unternehmen auch zentrale und regionale Beschaffungs- oder Absatzlager umfassen, welches vor allem durch die Produktvielfalt beeinflusst wird. Die Wahl von unterschiedlichen Standorten für Produktionsstätten und Lagern stellen besonders bedeutsame Entscheidungen des Unternehmens dar. So kann es sein, dass die Produktionsstätte in einem ganz anderen Land liegt als die Lager- und Verkaufsstätten.
Oftmals wird der Begriff der Logistik mit dem des Supply Chain Managements verwechselt oder als Synonym verwendet. Aus diesem Grund möchten wir dir nun einmal den Unterschied aufzeigen. Wie bereits beschrieben, bezeichnet die Logistik die Lieferprozesse innerhalb eines Betriebs und bezieht dabei die nächsten Dienstleister mit ein. Einkauf, Verarbeitung und Lieferung werden hier konkret geregelt.
Das Supply Chain Management dagegen beschreibt die Planung und Steuerung von Prozessen entlang der gesamten Wertschöpfungs- und Lieferkette. Also vom Zulieferer bis zum Endkunden. Beim Supply Chain Management liegt der Schwerpunkt auf der Optimierung der Kosten und Abläufe, aber auch der präventiven Fehlervermeidung.
Wie oben zu entnehmen kümmert sich die Logistik ganz allgemein um die Planung, Koordination, Durchführung und Kontrolle von Güterflüssen. Weil die Logistik an sich, nicht zuletzt durch den globalen Wandel, zu einem sehr komplexen Fachgebiet geworden ist, das ständig neue Lösungen für immer neuere Herausforderungen finden muss, hat man die Logistik in vier unterschiedliche Bereiche der eingeteilt: Die Beschaffungslogistik, die Produktionslogistik, die Distributionslogistik und die Entsorgungslogistik.
In den verschiedenen Bereichen der Logistik werden unterschiedliche Losgrößenmodelle angewendet, um Ausgangspunkte und Kostensenkungen optimal zu planen und vorherzusagen.
Die Beschaffungslogistik beschäftigt sich mit allen Herausforderungen, Fragestellung und Organisationsschritten, die während des Prozesses vom Wareneinkauf bis zum Transport bzw. zur Lieferung des Materials zum Endlager oder zur Produktion auftauchen. Kurz beschäftigt sich die Beschaffungslogistik mit dem Beschaffungsmanagement des Unternehmens. Die optimale Bestellmenge muss ermittelt werden, um möglichst wenig Material auf Lager halten zu müssen und die maximale Produktionsmenge herauszuholen. Der Grund ist einfach: Lagerkapazitäten kosten Geld und Ressourcen, die noch nicht weiterverarbeitet sind, bringen kein Geld. Also möchte man so viel wie nötig auf Lager haben, um die größtmögliche Menge an Produkten herauszubekommen, aber so wenig wie möglich, um möglichst Lagergebühren zahlen zu müssen. Selbst wenn die Halle der Firma gehört, kostet die Lagerung von Ressourcen nur unnötig Geld.
In der Produktionslogistik beschäftigst sich dann der Fabrikant damit, wann welche Teile eingesetzt werden müssen, um das beliebige Produkt herzustellen. Mit einem ersten Produktionsentwurf plant er die einzelnen Arbeitsschritte während der Produktion. Die Ablaufplanung bildet bei der Produktionslogistik die Grundlage für die Veranlassung der unterschiedlichen Produktionsschritte und -prozesse. Die Ablaufplanung bestimmt, wann und in welcher Reihenfolge die einzelnen Ressourcen für eine Periode (z.B. einen Tag) eingesetzt werden. So muss also geplant werden, dass beispielsweise die Verpackung ganz am Ende des Produktionsprozesses kommt. Anschaulicher könnte man auch formulieren: Ein Kuchen wird so produziert, dass zunächst Eier, Zucker und Butter vermischt werden und erst im Anschluss das Mehl und das Backpulver hinzukommt. Die Produktionslogistik plant also genau, wann welcher Arbeitsschritt mit welchen Produktionsteilen stattfinden muss.
Die Distributionslogistik umfasst alle Lager- und Transportvorgänge von Waren und Dienstleistungen vom Unternehmen zum Abnehmer. Dazu gehört unter anderem die Verladung der Produkte in
Container und anschließend weiter in Schiffe, Flugzeuge oder die Bahn, sowie die vorherige Buchung der Containerstellplätze, das Vorbereiten aller Unterlagen für den Transport sowohl für das Lieferunternehmen als auch für den Zoll und alle anderen Stellen, die mit den folgenden Lager- und Transportvorgängen beschäftigt sind. Aber auch die Kontrolle der Vollständigkeit der Lieferung und vieler weiterer kleiner Teilschritte müssen sorgfältig geplant werden.
Eine Lieferung wird in der Logistik als Just-in-Time bezeichnet, wenn sie genau dann beim Kunden eintrifft, wenn der Bedarf da ist. Dadurch wird der Wertschöpfungsprozess deutlich schlanker aufgebaut und die Lagerkapazität sowie die Kosten deutlich verringert. Das Just-in-Time Verfahren wird und kann nur in Massen- und Serienfertigungen konsequent umgesetzt werden, wie beispielsweise in der Automobilbranche.
Die Entsorgungslogistik beschäftigt sich, wie das Wort bereits verrät, mit allen Entsorgungsschritten des Produktes. Hierzu gehören sowohl die Vorbereitung als auch die eigentliche Durchführung der Entsorgung. Denn egal was das Produkt auch ist, ob ein Mobiltelefon, Lebensmittel oder andere Alltagsgegenstände, irgendwann ist das Produkt veraltet oder kaputt und muss entsorgt werden. Auch die Abfälle, die während der Produktion anfallen, müssen fachgerecht entsorgt oder recycelt werden. Auch hierfür gibt es maßgeschneiderte Lösungsansätze für die unterschiedlichsten Entsorgungsfälle. Bei dieser Tätigkeit sollte der Nachhaltigkeits- und Umweltgedanke nicht aus den Augen gelassen werden. Für die Entsorgungslogistik gibt es dementsprechend zahlreiche Vorschriften, Auflagen und Gesetze, die es zu befolgen gilt, die im Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) verankert sind. Der Zweck des Gesetzes ist die Förderung einer Kreislaufwirtschaft im Unternehmen, um die natürlichen Ressourcen zu schonen und Abfälle möglichst umweltfreundlich zu entsorgen. Das Ziel ist es, die Menge an Abfällen zu reduzieren und dementsprechend zu Verwerten. Das kann sowohl stofflich als auch energetisch geschehen.
Die Logistik im Unternehmen verfolgt sieben große Ziele. Sie sichert die Verfügbarkeit der Güter, die für die Produktion benötigt werden, sie sorgt dafür, dass die Güter in ausreichender und passender Menge verfügbar sind, aber auch, dass sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort und im richtigen Zustand bereitgestellt werden. Am Ende der Wertschöpfungskette steht der Kunde. Hier ist das Ziel der Logistik, die richtigen Kunden zum richtigen Preis zu beliefern.
Allgemein ist das Ziel einer erfolgreichen Logistik also die Sicherstellung von Beschaffung, Bereitstellung, Lagerung, Transport und Verteilung von Gütern, Personen, Geld, Energie oder Informationen. Auch hier kann man erkennen, dass Logistik nicht nur große Firmen im Baustoffhandel oder der Metallverarbeitung - wie man sie oft im Kopf hat, wenn man an Logistik denkt - wichtig ist, sondern auch kleinere Unternehmen um eine funktionierende Logistik nicht herumkommen.
Produktion und Logistik, auch Produktionslogistik genannt, ist ein Teilgebiet der Betriebswirtschaftslehre und bezeichnet einen Funktionsbereich produzierender Unternehmen. Er plant, steuert und überwacht dabei die sogenannten TUL-Prozesse, das heißt den Transport, Umschlag und das Lagern.
Die Produktionslogistik nimmt innerhalb des gesamten Logistikablaufs im Unternehmen eine zentrale Rolle ein. Zum einen ist sie Bindeglied zwischen der Beschaffungs- und Distributionslogistik und beeinflusst Entscheidungen, wie bspw. die der Eigenfertigung oder dem Outsourcing. Man kann sie daher auch als Intralog-Netz bezeichnen.
Ebenso unverzichtbar ist sie aber auch für den Gesamterfolg des Unternehmens, da sie dauerhaft den aktuellen Marktbewegungen mit adäquaten Lösungskonzepten, innerhalb der ihr möglichen Gestaltungsspielräume, begegnet.
Ihre Hauptaufgabe besteht in der Gewährleistung eines optimalen und reibungslosen Materialflusses, vom Rohmateriallager, über die Produktionsprozesse bis hin zum Fertigwarenlager. Sie kümmert sich also um die Transport-, Umschlag- sowie Lagerprozesse und überwacht diese entlang der Wertschöpfungskette. Dadurch schafft sie eine Materialflussstruktur, die optimal auf das gesamte Produktionsnetz abgestimmt ist.
Um die Produktionslogistik jedoch grundlegend zu verbessern bzw. auf einem optimalen Stand zu halten, muss das Unternehmensmanagement auch die Strategien, Strukturen sowie Systeme kontinuierlich anpassen.
Das primäre Ziel liegt darin, die Produkte bestmöglich in der richtigen Menge und Art, zur richtigen Qualität und Zeit, am richtigen Ort, und zu möglichst geringen Kosten zu produzieren. Das heißt, Kundenwünsche sollen auch bei hoher Produktvielfalt und kurzen Lieferzeiten termingerecht erfüllt werden, um somit letztlich auch am Markt bestehen zu können.
Dazu bedarf es jedoch der Sicherstellung optimaler Kombinationen zwischen Informations-, Material- und Wertfluss und einer stetigen Verbesserung des Produktionsprozesses.
Um dies optimal gewährleisten zu können, verfolgt die Produktionslogistik daher auch die folgenden Teilziele:
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