Physik studieren

Physik studieren

Inhaltsübersicht

Im Studium der Physik beschäftigst du dich unter anderem damit, woraus Materie besteht, wie schwarze Löcher entstehen und wie die Schwerkraft zu erklären ist. Aber auch im Alltag begegnet dir die Physik, beispielsweise in Form von Mikroelektrik, wie etwa die deines Smartphones oder Computers. Wenn du also Interesse hast, Naturphänomene, sowie alltägliche Dinge zu erforschen und zu experimentieren, ist das Studium der Physik genau das richtige für dich.

Studieninhalte und Aufbau des Studiums Physik

Das Physikstudium gliedert sich, wie viele andere Studiengänge auch, in Bachelor- und Masterstudium. Im Bachelorstudium werden dir die Grundlagen gezeigt. Du baust dir im Bachelorstudium ein enorm breites Wissen an, welches jedoch noch nicht zu sehr in die Tiefe geht. Erst im Masterstudium konkretisierst du deinen Schwerpunktbereich und fokussierst dich auf ausgewählte Themenschwerpunkte.

Im Bachelor begegnen dir in der Regel die Themenfelder Mechanik, Photonik, Elektro- und Thermodynamik, Quantenmechanik und Laserphysik. Zentral und von besonderer Bedeutung sind die Experimentalphysik, sowie die theoretische Physik und Mathematik. Zudem wirst du mehr über die Newtonschen Gesetze und Wärmelehre erfahren.

Im Master kannst du dich dann auf verschiedene Themenschwerpunkte spezialisieren, um so dein fachliches Profil und Wissen auszubauen. Hier begegnen dir z.B. Schwerpunkte wie Astronomie oder Astrophysik, Nanostrukturwissenschaft oder Atom- und Molekülphysik. Durch den Masterstudiengang vertiefst du nicht nur dein bisheriges Wissen, sondern auch deine praktische Erfahrung, wenn du im Labor selbstständig Experimente durchführst und an den verschiedensten Dingen wissenschaftlich arbeitest. Manchmal kannst du im Masterstudium wählen, ob dein Studium eher forschungs- oder anwendungsorientiert ausgerichtet sein soll. Wie die Namen bereits verraten, beschäftigst du dich im forschungsorientierten Studium eher theoretisch mit verschiedenen Fragestellungen, während du im anwendungsorientierten Studium eher durch praktische Experimente versuchst, Dingen auf den Grund zu gehen.
Verschiedene Spezialisierungen im Master sind beispielsweise die Physik der kondensierten Materie, die biologische und medizinische Physik oder der Bereich der Supraleitung und kalten Atomen.

Der Bachelor in Physik umfasst in der Regel sechs Semester. Beginnend mit den fachlichen Grundlagen lernst du alle Grundlagen der verschiedenen Disziplinen kennen. Wichtig und sehr charakteristisch für das Physikstudium sind die vielen Laborstunden. In internen Laborpraktika und Übungen lernst du, wie du wissenschaftliche Experimente aufbaust, Messergebnisse protokollierst und später detailliert auswertest. Je nach Hochschule ist außerdem ein Berufspraktikum vorgeschrieben. Dazu musst du außerhalb der Universität in einem Unternehmen oder einer anderen Einrichtung ein Praktikum absolvieren. Wie lange genau ein solches Praktikum dauern sollte und wann du es belegen solltest, legt die jeweilige Hochschule fest. Der typische Studienverlaufsplan empfiehlt ein Praktikum, um bereits im Studium Berufserfahrung zu sammeln.

Im sechsten Semester schreibst du gemäß Regelstudienzeit deine Bachelorarbeit und schließt dein Studium dann mit dem akademischen Grad des Bachelor of Science (B.Sc.) ab. Wenn du anschließend auch das Masterstudium absolvierst, welches in etwa vier Semester in Anspruch nimmt, erhältst du den akademischen Grad Master of Science (M.Sc.).

Anforderungen und Bewerbungsverfahren für den Studiengang Chemie

Für das Studium der Physik solltest du eine Allgemeine oder Fachgebundene Hochschulreife (Abitur oder Fachabitur) besitzen oder eine entsprechende berufliche Qualifikation vorweisen. Das bedeutet, dass du auch mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und einigen Jahren Berufserfahrung Physik studieren kannst. Es gibt selten einen Numerus Clausus (NC), da in der Regel genügend Studienplätze an den einzelnen Hochschulen vorhanden sind, sodass alle Bewerber einen Studienplatz bekommen können. Das bedeutet für dich: Wenn du dir sicher bist, an welcher Universität oder Hochschule du studieren möchtest, kannst du dich in der Regel direkt bei der jeweiligen Hochschule/Universität immatrikulieren.

Möchtest du Physik auf Lehramt studieren, ist es bei einigen Universitäten notwendig, dass du ein sogenanntes Eingangspraktikum absolvierst. In diesem sammelst du erste Erfahrungen, die dir zeigen wie es sein wird später pädagogisch an verschiedenen Schulen und anderen Bildungsstätten tätig zu sein. Um im Masterstudium angenommen zu werden, ist es meist notwendig einen gewissen Numerus Clausus zu erreichen. Dieser liegt im Moment bei etwa 2,5 Notenpunkte und bezieht sich auf die Endnote deines Bachelorstudiums.

Für das Studium der Physik solltest du allgemein ein großes Interesse für physikalische Fragestellungen mitbringen und tiefgreifende Analysen durchführen wollen. Du solltest ein großes Interesse an naturwissenschaftlichen Zusammenhängen mitbringen und viel Ausdauer und Fleiß für eine wissenschaftliche Tätigkeit mitbringen.Wenn im Abitur Physik und Mathematik zu deinen Lieblingsfächern gehörten, dann ist das Studium das Richtige für dich. Logisches denken und räumliches Vorstellungsvermögen sind beim Physikstudium außerdem von Vorteil.

Berufsperspektiven und Karrierechancen

Physiker:innen gestalten unsere Zukunft mit. Egal, ob es um regenerative Energien oder um verschiedene Heilverfahren noch unheilbarer Krankheiten geht: Physiker:innen setzen sich mit den Technologien von morgen auseinander. Du kannst also durch deine Arbeit in der Physik deinen Teil zu einer bessere Zukunft beitragen.

Die Berufschancen nach dem Studium könnten also kaum besser sein. Die Arbeitslosenquote bei Physikabsolvent:innen ist gering. Als Physiker:in kannst du in den verschiedensten Bereichen tätig werden. Nach dem Bachelorstudium steht es dir zunächst frei, ob du direkt in die Berufswelt einsteigst, oder doch das Masterstudium der Physik anschließt. Mit dem weiterführenden Masterstudium qualifizierst du dich für beinahe alle Wirtschaftsbereiche. Du kannst also beispielsweise in der Konstruktion von Maschinen und medizinischen Geräten, bei der Planung von Luft- und Raumfahrttechnik, bei der Erforschung von Lasertechnik, aber auch bei der Softwareentwicklung und Datenverarbeitung tätig werden.

Neben den beruflichen Chancen, besteht außerdem die Möglichkeit, an der Universität zu bleiben und in der Forschung tätig zu werden. Dann promovierst du in der Regel und erwirbst als nächsten Schritt deinen Doktortitel. Du kannst dann in der Forschung der Universität tätig sein und darüber hinaus verschiedene Seminare, Veranstaltungen oder Praktika leiten.

Ein weiterer Arbeitsbereich ist die Arbeit als Wissenschaftsjournalist:in, wo Physikabsolvent:innen sehr gefragt sind. Auch in der Energiebranche sind qualifizierte Physiker:innen unverzichtbar und werden ständig gesucht. Hier wirst du dann dafür eingesetzt, neue Energiequellen zu finden und die bestehenden Verfahren zu verbessern.


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