Die fünf goldenen Regeln der Online-Bewerbung

Die fünf goldenen Regeln der Online-Bewerbung

Inhaltsübersicht

Egal ob für ein Praktikum, eine Werki- oder Traineestelle: Wenn du dich online bewirbst, solltest du fünf Dinge immer beachten. Hier liest du, worauf es ankommt.

Formalitäten

Bei Bewerbungen solltest du einige fundamentale Formalitäten beachten. Dazu zählen ganz klar der Aufbau von Lebenslauf und Anschreiben. Das Anschreiben wird auch in der digitalen Version mit einem klassischen Briefkopf mit der vollständigen Empfängeradresse versehen, ebenso wie mit den persönlichen Kontaktdaten. Auch wenn Bewerbungen schon seit einigen Jahren in der Regel nicht mehr per Post versendet werden, bleibt die Formatierung hier weiterhin gleich eines klassischen Briefs. Die Grußformeln zu Beginn und Ende des Anschreibens sollten angemessen sein und eine handschriftliche Unterschrift (eingescannt, mit blauem oder schwarzem Kugelschreiber oder Tinte geschrieben) sollte nicht fehlen. Das Gleiche gilt für den Lebenslauf. Achte generell darauf, dass deine Unterlagen auch bei einer Online-Bewerbung ordentlich, übersichtlich und klar strukturiert sind. Speicher alle Dokumente als PDF-Datei ab, so kann das Format nicht verrutschen. Nutze für das Versenden einer Bewerbung per E-Mail unbedingt eine seriöse Absender-Adresse! Nichts ist peinlicher als eine Bewerbung von BeerPongMaster69@funmail.xx.

Sorgfalt und Vollständigkeit

Wie im vorherigen Absatz bereits erwähnt, ist es auch bei der Online-Bewerbung wichtig, dass deine Bewerbung ordentlich und vollständig ist. Rechtschreib- und grobe Grammatikfehler haben hier nichts zu suchen! Lass deine Bewerbungsunterlagen zum Beispiel von einem Freund nochmal gegenlesen. Recherchier immer den:die korrekten Ansprechpartner:in. Wenn in der Stellenanzeige kein:e Ansprechpartner:in steht, schau auf der Karriereseite des Unternehmens nach oder erkundige dich telefonisch beim Unternehmen. Wenn du trotz allem keine:n direkten Ansprechpartner:in für deine Bewerbung findest, verwende die Anrede "Sehr geehrte Damen und Herren" für dein Anschreiben. Überprüfe unbedingt, welche Dokumente vom Unternehmen verlangt werden – neben dem Lebenslauf und dem Anschreiben. Dazu können Zeugnisse, Notennachweise oder Immatrikulationsbescheinigungen gehören, aber auch Sprachzertifikate oder Empfehlungsschreiben. Eine unvollständige Bewerbung wird vermutlich nicht näher berücksichtigt und du hast keine Chance zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Anhänge

Zu einer vollständigen Bewerbung gehören neben Lebenslauf und Anschreiben in der Regel das Zeugnis deines letzten Abschlusses, zum Beispiel dein Bachelor- oder Abitur-Zeugnis und - wenn du das schon hast – dein aktuelles Arbeitszeugnis. Sollten weitergehende Zeugnisse oder Zertifikate verlangt werden oder relevant für die offene Stelle sein, so ist es ebenfalls sinnvoll, diese deiner Bewerbung anzuhängen. Achte hierbei aber unbedingt darauf, nicht wahllos unnötige Dokumenteanzuhängen. Was nichts mit der Stelle zu tun hat, auf die du dich bewirbst, gehört nicht in die Bewerbung. Wichtig: Dein E-Mail-Anhang sollte nicht mehr als 2 MB überschreiten, da in vielen Unternehmen größere E-Mails gar nicht zugestellt werden. Solltest du trotzdem mehr Zeugnisse und Zertifikate haben, die du als relevant erachtest, kannst du zum Beispiel im Anschreiben oder auf dem Deckblatt deiner Bewerbung erwähnen, dass diese Anhänge auf Nachfrage nachgereicht werden können oder auch zum persönlichen Vorstellungsgespräch in ausgedruckter Version mitgebracht werden können. Bei einer E-Mail-Bewerbung sende deine Unterlagen am besten zu einer einzigen PDF-Datei zusammengefasst, damit der:die Personaler:in alles auf einen Blick sieht. Bei der Bewerbung über ein Online-Formular solltest du dich vorher einmal durch das gesamte Formular klicken, um zu prüfen, in welcher Art Anhänge hier verlangt werden. Manche Firmen verlangen jedes Zeugnis einzeln, bei anderen musst du Anhänge als eine Datei hochladen.

Keywords nutzen

Besonders bei einem Online-Formular solltest du darauf achten, wichtige Schlagwörter aus der Stellenanzeige in den Freitextfeldern zu erwähnen. Besonders größere Firmen setzen heute schon bei der Vorauswahl der Bewerbungen auf Algorithmen, die Bewerber anhand von Keywords filtern. Wenn du andere Begriffe verwendest als das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, kann das trotz deiner Eignung zu einer vorschnellen Absage führen, weil die Software deine Eignung nicht erkennt. Bei der E-Mail-Bewerbung macht es aber auch Sinn, einheitliche Keywords zu verwenden. In Zeiten des digitalen Recruitings wird dein Lebenslauf und Anschreiben ggf. gezielt nach diesen Keywords aus dem Anforderungsprofil durchsucht. Das kann für eine Bewerbung ohne die richtigen Schlagwörter im schlimmsten Fall direkt das Aus bedeuten.

Vor dem Absenden prüfen

Zuletzt eine eher simple Regel, die jedoch oft vernachlässigt wird. Ließ dir vor dem Absenden noch einmal alles durch. Stimmen Rechtschreibung und Grammatik, Adresse und Ansprechpartner:in und ist alles vollständig? Schick am besten deine kompletten Bewerbungsunterlagen einmal an deine eigene E-Mail-Adresse. So kannst du sicherstellen, dass auch wirklich alle Dokumente ordentlich und in der richtigen Reihenfolge sind und am Format nicht doch noch was verrutscht ist. Stell vor dem endgültigen Absenden sicher, dass du einen konkreten Betreff für deine E-Mail hast. Am besten nutzt du dafür den Job-Titel aus der Stellenanzeige inklusive des Standortes und der Referenznummer (sofern eine angegeben wurde).