Productivity und Self Improvement

Inhaltsübersicht
In bestimmten Lebenssituationen, wie auch in der Coronakrise, kann es manchmal schwierig sein, sich aufzuraffen und produktiv zu bleiben. Für viele – gerade für Studenten – ist die aktuelle Situation eine sehr große Herausforderung. Zu viel Zeit für dich alleine, keine Freunde oder Kommilitonen treffen und von früh bis spät am Laptop sitzen, an Vorlesungen teilnehmen oder Lernen.
In der Studentenwelt schwirren viele Tipps für mehr Produktivität umher – viele von Ihnen funktionieren für den ein oder anderen sehr gut, für andere nicht so gut.
Hier sind die besten Produktvitätstipps für dich zusammengefasst
1. Setze dir am Abend zuvor oder am Morgen Ziele für den Tag, die du erreichen möchtest, zum Beispiel in Form von To-Do-Listen. Dabei ist allerdings wichtig, dass du zu jedem Task, den du auf die Liste setzt, auch einen Zeitblock angibst bzw. die Aufgaben nach ihrer Dauer gewichtest. Damit wird verhindert, dass du beispielsweise zwei sehr zeitaufwendige Tasks an einem Tag erledigst und dich aber am Abend unproduktiv fühlst, weil du nur zwei Aufgaben von deiner Liste streichen konntest. Außerdem bekommst du dadurch eine realistische Vorstellung, was du an einem Tag schaffen kannst.
2. Finde heraus, zu welcher Tageszeit du am produktivsten arbeiten kannst. Das ist sehr individuell und kann nur von dir selbst herausgefunden werden. Diese Zeit solltest du dir grundsätzlich für die wichtigsten Aufgaben des Tages freihalten.
3. Unter Mental Coaches gibt es eine Grundregel „Eat the frog“ – erledige die unangenehmste Aufgabe zuerst. Wenn die subjektiv schwerste Task erledigt ist, dann fallen dir die anderen Aufgaben schon viel leichter.
4. „Ich mach das morgen“ oder „Ich habe gerade keine Zeit dafür“. Hart gesagt: wenn es dir wirklich wichtig ist, dann hast du Zeit dafür. Ersetze solche Sätze durch: „Mir ist es nicht wichtig genug, dass ich mich dafür aufraffen kann.“ Dadurch übernimmst du die Verantwortung für deine (nicht erfüllten) Aufgaben und kannst dich auf die Dinge konzentrieren, die dir wirklich wichtig sind. Bei vielen beziehen sich diese Tasks allerdings vorrangig auf das Studium. Ist dir dein Abschluss wichtig, wirst du diese Aufgabe früher oder später erledigen.
5. Zu viel zu tun, zu wenig Energie? Dafür gibt es verschiedene Gründe, zum Beispiel zu wenig Schlaf. Schlafgewohnheiten sind eine Sache, an der man gerade in der jetzigen Zeit sehr gut arbeiten kann. Keine Partys oder Nächte im Club muss ja zumindest einen positiven Effekt haben. Eine gesunde Stundenanzahl an Schlaf verbessert deine kognitiven Fähigkeiten am Tag und gibt dir deutlich mehr Kraft für bevorstehende Herausforderungen. Ein weiterer Aspekt, der unsere Energie maßgeblich beeinflusst, ist Sport. Es klingt paradox, aber je mehr Energie wir den Tag über benötigen, desto mehr stellt uns unser Körper zur Verfügung. Körperliche Aktivität treibt unsere Energie und somit unsere Produktivität deutlich nach oben.
6. Natürlich sind trotz aller Produktivität immer wieder Tasks dabei, bei denen es einfach nicht läuft, man nicht vorankommt und dementsprechend auch keine große Lust darauf hat. Versuche einen Deal mit dir selbst abzuschließen. Du arbeitest jeden (oder jeden zweiten) Tag für 15 Minuten an dieser Aufgabe und belohnst dich nach jeder Einheit mit einer Kleinigkeit dafür. So kommst du deinem Ziel in regelmäßigen Schritten immer näher.
Self Improvement
Gerade in dieser Zeit, wo man viel Tage alleine oder zu zweit verbringt, erwartet man nicht, dass genau jetzt der richtige Zeitpunkt ist, seine Persönlichkeit voranzubringen. Aber diese Alone-Time bietet nämlich auch große Chancen im Bereich Self Improvement und Persönlichkeitsentwicklung:
Die aktuelle Situation bietet einen guten Zeitpunkt Routinen und Gewohnheiten zu etablieren. Dabei ist es allerdings sehr wichtig, es langsam angehen zu lassen, nicht alles auf einmal umzusetzen und vor allem nicht zu viel von dir selbst zu erwarten. Nehmen wir mal an, wir möchten ab sofort regelmäßig lesen. Daraus formulieren wir uns den Habit, z.B. „jeden Tag aus einem Buch lesen“. Wichtig ist aber noch, dass wir die Dauer bzw. die Menge genauer spezifizieren, z.B. „jeden Tag 15 Minuten lesen“ oder „jeden Tag 10 Seiten lesen“. Nicht so einfach umzusetzen wäre „jeden Tag eine Stunde lesen“. Die Dauer/Menge kann man nach und nach steigern, wenn man merkt, dass noch genug Zeit und Kraft übrig ist.
Einführung einer neuen Gewohnheit
Die Einführung einer neuen Gewohnheit kann man sich selbst erleichtern, indem man sie zum Beispiel an einen schon bestehenden Habit knüpft. Du trinkst jeden Morgen gemütlich Tee oder Kaffee? Dann kannst du das beispielsweise mit deiner Lesezeit verknüpfen und dir dafür dein Buch in die Küche legen. Hast du diesen Habit erfolgreich für einen Monat in deinen Alltag implementiert, kannst du einen zweiten hinzufügen. Nehmen wir hier als Beispiel: „3mal in der Woche einen 20-minütigen Spaziergang machen“. Eine Routine, an die man diese Angewohnheit anknüpfen könnte, ist das Mittagessen. Dreimal in der Woche gehen wir nach dem Mittagessen für 20 Minuten spazieren. Während diesem Spaziergang kann man wiederum zum Beispiel nach einem Monat immer einen Podcast hören. Durch diese Verknüpfungen etablieren sich innerhalb weniger Monate neue Routinen.
Wichtig ist aber auch, nicht zu streng mit sich selbst zu sein. Liest man einen Tag mal nicht, ist das natürlich auch kein Problem. Verpasst man allerdings zwei Tage in Folge und der Habit ist erst wenige Monate alt, sollte man unbedingt versuchen, die Angewohnheit wieder für einige Zeit durchzuziehen, um die Routine nicht zu verlieren.
Mögliche Komplikationen
Merkst du, dass es dich auch nach mehreren Monaten noch sehr viel Kraft kostet, einen Habit in deinem Alltag zu halten? Natürlich kannst du eine Angewohnheit auch wieder streichen, wenn sie nicht positiv zu deinem Wohlbefinden beiträgt. Du entscheidest, was dir guttut und was nicht. Um aber diese Überforderung möglichst zu vermeiden, solltest du nur eine neue Gewohnheit pro Monat einführen. Zu schnell zu viel Neues, kann dazu führen, dass man die positiven Effekte erst gar nicht zu spüren bekommt.
Hast du Probleme, einen Habit überhaupt einzuführen? Beispielsweise hast du dir vorgenommen, jeden Tag 20 Minuten joggen zu gehen. Aber schon nach einer Woche merkst du, wie die Motivation nachlässt, du hast jetzt schon zwei Tage übersprungen und willst es eigentlich gar nicht mehr weiter durchziehen. Die Soziologin Christine Carter hat dafür in einem TED Talk den „One-better-than-nothing-Habit“ vorgestellt. Das Konzept ist simple: Eine Minute joggen ist besser als keine Minute joggen. Es geht nicht darum, die/der Beste zu sein und alle deine Ziele sofort zu erreichen, sondern darum besser zu sein als du es gestern warst. Wenn du jeden zweiten Tag eine Minute länger als den vorherigen Tag läufst, dann hast du dein Ziel von 20 Minuten joggen logischerweise nach 40 Tagen erreicht und damit gleich auch noch eine neue Gewohnheit in deinem Alltag etabliert. Das Fazit hieraus ist also, eine Minute pro Tag joggen, eine Seite pro Tag lesen, einmal die Woche spazieren gehen …, macht dich besser als du es gestern, letzte Woche oder letztes Jahr warst. Und das ist genug, denn „It’s about progress, not perfection“
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