Wie du einen Praktikumsbericht schreibst: Schritt-für-Schritt-Erklärung

Inhaltsübersicht
- Wofür dient der Praktikumsbericht?
- Wann muss ich einen Praktikumsbericht schreiben?
- Aufbau eines Praktikumsberichtes
- Kurze Zusammenfassung
Ein Praktikum ist eine der besten Möglichkeiten, bereits während des Studiums in verschiedene Bereiche hineinzuschauen und zu evaluieren, ob dir dein Studium auch in der praktischen Arbeit zusagt. Egal, ob du ein Pflichtpraktikum oder ein freiwilliges Praktikum absolvierst - einen Praktikumsbericht solltest du in jedem Fall verfassen.
Wofür dient der Praktikumsbericht?
Während deines Praktikums erhältst du in der Regel einen detaillierten Einblick in das Unternehmen und dessen Tätigkeiten. Dabei werden dir viele verschiedene Abteilungen des Unternehmens mit den unterschiedlichen Aufgaben vorgestellt. Du wirst sehen, dass du nach einigen Wochen bereits einen großen Teil dessen, was du in der Zeit des Praktikums getan und gelernt hast, vergisst. Der Bericht dient also dazu, deine Erfahrungen und Eindrücke für dich selbst zu erfassen und zu schauen, was du erreicht hast, welche Methoden und Kenntnisse du aus dem Studium anwenden konntest und was dir das Praktikum an Mehrwert gebracht hat. Diese Reflexion kann auch dazu führen, dass sich Berufswünsche verändern oder konkretisieren. Oftmals sind Praktikumsberichte auch Pflicht, damit dir das Praktikum in deinem Studium angerechnet werden kann.
Wann muss ich einen Praktikumsbericht schreiben?
Grundsätzlich gilt: Wenn deine Universität keinen Praktikumsbericht verlangt, musst du auch keinen schreiben. Dennoch lohnt es sich aus den oben genannten Gründen immer, einen Bericht zu verfassen.
Der Aufbau eines Praktikumsberichtes
Die gute Nachricht: Die Struktur deines Praktikumsberichtes ist relativ fest vorgegeben, sofern der Bericht an deiner Uni Pflicht ist. Sprich dazu gern auch mit deiner Betreuerin oder deinem Betreuer. Ganz wichtig: Mach dir bereits während deines Praktikums Notizen. So wird dir das Schreiben im Nachhinein viel leichter von der Hand gehen. Hier findest du einen groben Aufbau:
Das Deckblatt
Das Deckblatt sollte den Titel enthalten, beispielsweise „Pflichtpraktikum Fachbereich X bei Firma Y“, den Zeitraum des Praktikums, deinen Namen sowie Matrikelnummer, Fachrichtung, Studiengang, Fachsemester, Anschrift und E-Mail-Adresse. In einem Absatz darunter solltest du auch deine:n Betreuer:in und den Namen deiner Ansprechperson beim Praktikum und die Anschrift des Unternehmens aufführen.
Das Inhaltsverzeichnis
Auf der zweiten Seite folgt dann das Inhaltsverzeichnis. Hier gilt, wie auch bei Hausarbeiten: Das Inhaltsverzeichnis sollte keine Seitenzahl enthalten. Lass dir das Verzeichnis einfach automatisch bei Word erstellen und kontrolliere am Ende noch mal, ob alle Seitenangaben stimmen.
Deine Erwartungen an das Praktikum
Nach dem Inhaltsverzeichnis folgt in der Regel ein kurzer Abschnitt darüber, welche Erwartungen du an das Praktikum gestellt hast. Hier beantwortest du also die Frage: Warum hast du dich für genau dieses Praktikum entscheiden?
Ablauf des Praktikums
In diesem Abschnitt zeigst du, welche Aufgaben du jeden Tag erledigt hast. Welche Bereiche konntest du dabei kennen lernen, in welchen Abteilungen hast du gearbeitet und mit welchen Methoden und Techniken bist du jeweils ans Ziel gekommen? Du solltest außerdem dokumentieren, welche neuen Kenntnisse und Fähigkeiten du durch die Arbeit in den verschiedenen Abteilungen erworben hast und was du bereits vorher konntest.
Wer hat dich bei deiner Arbeit unterstützt oder betreut? Waren das unterschiedliche Mitarbeitende oder hattest du immer dieselbe Ansprechperson? Außerdem ist für diesen Abschnitt wichtig zu dokumentieren, welche Arbeiten dir leicht fielen und bei welchen Tätigkeiten du dich schwer getan hast. Ein Add-on wäre Feedback, dass du von deinen Kolleg:innen während des Praktikums erhalten hast.
Auswertung im Bezug auf das Studium
In diesem Kapitel bewertest du dein Praktikum, indem du deine subjektive Einschätzung abgibst. Du beschreibst also hier nicht mehr nur, wie im vorherigen Teil. Du solltest hier folgende Fragen beantworten: Welche Veranstaltungen und Module in der Universität bzw. während deines Studiums waren hilfreich für die Arbeit? Welche Methoden oder Techniken, welche du in der Universität theoretisch kennen gelernt hast, konntest du in der Praxis ausprobieren und umsetzen? Welche neuen Qualifikationen konntest du durch dein Praktikum erwerben, die dir für das weitere Studium oder im zukünftigen Job hilfreich sein könnten und in welchen Bereichen benötigst du noch Skills? Wie kannst du diese durch dein Studium erreichen? Und als letztes: Wie war deine Betreuung während des Praktikums? Was sollte verbessert werden und was war gut?
Persönliche Reflexion
Zu guter Letzt hältst du fest, welche Bedeutung das Praktikum für dich persönlich und für deine berufliche Zukunft hat. Welche Stärken und Schwächen konntest du durch das Praktikum an dir entdecken? Wie beeinflussen die erworbenen Erfahrungen deine späteren Berufswünsche? Würdest du gerne wieder in diesem Unternehmen arbeiten und würdest du das Praktikum anderen weiterempfehlen? Inwieweit decken sich deine Erfahrungen, die du während des Praktikums sammeln konntest, mit deinen zu Beginn überlegten Erwartungen?
Key Facts
- Mache dir bereits während des Praktikums Notizen über die einzelnen Tage, so vergisst du keine Details.
- Erkundige dich bei deinem Betreuer oder deiner Betreuerin, welche Anforderungen an den Praktikumsbericht gestellt werden.
- Erstelle dir eine Gliederung und mache dir Notizen zu den einzelnen Gliederungspunkten.
- Nimm dir genügend Zeit für den Teil der Reflexion im Praktikumsbericht, denn er beinhaltet deine eigene Meinung, die mit Fakten und deinen eigenen Erfahrungen belegt werden sollte.