Die besten Zusammenfassungen

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Die Personalpsychologie bildet zusammen mit der Organisationspsychologie die Grundlagen für das HR-Management. Die Abgrenzung diese beiden Teilbereiche der Wirtschaftspsychologie findest du in dem Artikel „Wirtschaftspsychologie – Was sind die Basics? Und wie kann ich sie für mich erfolgreich nutzen?“.
Relevante Themen der Personal- oder auch Arbeitspsychologie sind vor allem Personalauswahl und Personalentwicklung sowie die Arbeitsgestaltung, die Arbeitszufriedenheit und die Folgen von hoher Arbeitsbelastung. Eine konstant gut arbeitende Personalabteilung ist ein wesentlicher Bestandteil eines wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmens.
Arbeit gibt dem Leben Ordnung und Struktur sowie Orientierung an Werten und Normen. Sie ermöglicht außerdem gesellschaftliche Teilhabe und Persönlichkeitsentwicklung. Verliert man seinen Job, kann es auch zum Verlust von finanzieller Sicherheit, des Selbstwertgefühls und von Wissensquellen bzw. Erfahrungsmöglichkeiten kommen.
Den Prozess der Personalauswahl durften viele von euch bestimmt schon einmal erleben bzw. haben ihn in der Schule geübt. Dabei wird die Übereinstimmung zwischen Anforderungs- und Tätigkeitsprofil abgeglichen. Es ist sehr wichtig für die richtige Stelle auch die richtige Besetzung zu finden, da es sonst zu Überforderung und Unsicherheit von Seiten des Mitarbeiters kommen kann. Dieser Prozess wird oft von einem Assessment-Center unterstützt. Er wird als zuverlässiger und genauer als sonstige Verfahren eingeschätzt und macht sowohl Aussagen über die Kompetenzen des Bewerbers als auch über seine persönlichen Eigenschaften. Man möchte die zukünftige Tätigkeit mit allen nötigen Kompetenzen möglichst exakt simulieren. Durch die mehreren Beobachter wird versucht, Urteilsfehler soweit wie möglich auszuschließen.
Grundlagen der Personalpsychologie bzw. Wissen über die Personalauswahlverfahren aus Sicht der Personalabteilungen kann euch durchaus Vorteile in der Jobsuche verschaffen.
Es gibt einige psychologische Phänomene, von denen auch Menschen, die die Personalauswahl treffen, nicht verschont bleiben. Physische Attraktivität kann ein Vorteil bei einem Bewerbungsverfahren sein, da sie unbewusst die Sympathie steigert. Sie impliziert Intelligenz, soziale Kompetenz, Geselligkeit und Dominanz. Bei gleichem Verhalten, aber attraktiverem Aussehen, wird der Person automatisch mehr Aufmerksamkeit geschenkt – das gilt sogar schon für Kinder und Babys. Somit werden attraktive Personen bei der Personalauswahl unbewusst bevorzugt. Dies nennt man den Halo-Effekt, weil eine einzelne zentrale Eigenschaft auf den Gesamteindruck einer Person abstrahlt. Dabei besteht nur ein geringer Zusammenhang zwischen Attraktivität und den Eigenschaften.
Das nonverbale Verhalten kann auch von entscheidender Bedeutung sein. Das beinhaltet Blickkontakt, Mimik, Gestik, Stimme, Gesichtsausdruck, Körperhaltung, Bewegung und Berührung. Lächelt man, wird man grundsätzlich besser behandelt und sind beliebter. Ein starrer, intensiver Blick vermittelt Charisma und Stärke.
Wenn wir reden bzw. einen Vortrag halten, macht der Inhalt erstaunlicherweise nur 7% der allgemeinen Wortwirkung aus. Die Körpersprache hat mit 55% noch mehr Einfluss als die Stimme mit 38%. Diese Erkenntnisse zeigen, wie wichtig eine kontrolliert und bewusst eingesetzte Körpersprache ist.
Personalentwicklungsmaßnahmen sollen die individuellen beruflichen Kompetenzen der Mitarbeiter erweitern und ihnen gleichzeitig mehr Motivation, Leistung und Flexibilität mitgeben. Sie besteht einerseits aus PC-Lernprogrammen oder anderen Lernplattformen und andererseits aus Trainings zu individuellen, persönlichen Fähigkeiten bzw. sozialen Kompetenzen.
Ebenfalls ein Teil der Personal- bzw. Arbeitspsychologie ist die Gestaltung der Arbeitsumgebung.
Die Arbeitsgestaltung aus Sicht der Organisation sollte zeit- und kosteneffizient sein und natürlich auf eine gute Qualität abzielen. Außerdem sollte sie die Mitarbeiter dazu anregen, eine hohe Motivation an den Tag zu legen und gerne Verantwortung zu übernehmen.
Für Mitarbeiter sollten grundsätzlich geeignete Arbeitsmittel und klare Anweisungen vorhanden sein. Es sollte logischerweise kein hohes Unfallrisiko bestehen und die Mitarbeiter durch ihre Arbeit nicht körperlich beeinträchtigt werden. Zusätzlich wird auch Zeit für eine effiziente Personalentwicklung bzw. die Persönlichkeitsentwicklung benötigt.

Zufriedenheit von Mitarbeitern ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Unternehmen, denn zufriedenes Personal leistet deutlich mehr als unzufriedene Mitarbeiter.
Um die Arbeitszufriedenheit zu steigern, gibt es verschiedene Maßnahmen bzw. auch Dinge, die oftmals als selbstverständlich betrachtet werden. Hierbei wäre beispielhaft zu nennen:
Hier sieht man bereits die Vielfalt möglicher Maßnahmen und wie unterschiedlich die Bereiche sind, die Auswirkungen auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter haben.
Gleichzeitig ist es Aufgabe des HR-Managements, die körperliche und psychische Belastung der Mitarbeiter im Auge zu behalten und diese gegebenenfalls zu verringern. Jeder Mensch reagiert auf Stress unterschiedlich. Manche ziehen sich zurück, wohingegen andere mit noch mehr Motivation die Dinge angehen. Dieser Effekt hält allerdings nur kurzfristig an.
Denn es steht fest: langfristiger Stress mindert die Leistungsfähigkeit, schränkt das kreative Denken ein und kann zu physischen und psychischen Schäden führen. Grundsätzlich entsteht Stress, wenn ein Mensch zu oft den Eindruck bekommt, dass seine persönlichen Fähigkeiten nicht zur Bewältigung einer Situation ausreichen. Natürlich spielen auch persönliche Faktoren eine Rolle. Manche Menschen können mehr Stress bewältigen als andere.
Sind Menschen über einen langen Zeitraum dauerhaftem Stress ausgesetzt, kann diese Situation zu einem Burnout führen. Die 3 Komponenten eines „inneren Ausbrennens von Menschen“ sind emotionale Erschöpfung/Energielosigkeit, Distanzierung bei sozialen Kontakten und verringerte Leistungsfähigkeit. Solch ein Burnout kann zwar auch durch privaten Stress entstehen, oft ist dieser allerdings arbeitsbedingt bzw. eine Kombination aus beidem. Es ist Aufgabe der Personalabteilung, Mitarbeiter, die sich in dieser Abwärtsspirale befinden, zu erkennen, ihnen zu helfen und diesem Prozess entgegenzuwirken.
Der Führungsstil spielt ebenfalls eine Rolle in der Belastung der Mitarbeiter. Das Verhalten von Führungskräften ist oft von der Persönlichkeit abhängig, obwohl viele Unternehmen versuchen dieses Verhalten durch Regeln zu beeinflussen. Ist ein Mitarbeiter von einem Burnout betroffen, muss natürlich auch die entsprechende Führungskraft hinzugezogen werden.
Eine weitere Aufgabe einer Personalabteilung ist die Gestaltung der Anreizsysteme zur Motivation und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter. Es gibt die intrinsische und die extrinsische Motivation.
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