Die perfekte Vorbereitung auf die Lernphase

Vielen von uns kennen das – wir schieben das Lernen vor uns her, weil wir annehmen genügend Zeit zu haben. Wir reden uns ein, auf andere Termine zu verzichten und dann in dieser Zeit zu lernen. Am Ende stehen wir da und ärgern uns, warum wir nicht viel früher angefangen zu Lernen. Doch da stehen wir nun und müssen uns Gedanken machen, wie wir in dieser kurzen Zeit noch effektiv alles lernen können.
- Vor Semesterbeginn
- In der Vorlesungszeit
- Zu Beginn der Lernphase
- Praktische Gadgets zum Lernen
Inhaltsübersicht
Die richtige Vorbereitung fängt schon am Anfang des neuen Semesters an. Wer schon von Beginn an einen Plan aufstellt, welche Kurse belegen werden und welche Prüfungen wann abgelegt werden sollen, ist klar im Vorteil.
Vor Semesterbeginn
Wie schon erwähnt, beginnt die Vorbereitung schon am Semesterstart. Die wichtigsten Überlegungen, wie die Kursplanung, Prüfungseinteilung oder der Zeitplan, sind für die Planung essentiell.
Kursplanung
Studierende stehen meistens vor der Herausforderung, wie viele Kurse sie belegen sollen bzw. welche. Generell ist ein guter Tipp, die Hilfestellungen der eigenen Universität anzunehmen. Viele Einrichtungen bieten Veranstaltungen an, die den Studierenden helfen, eine gute Studienplanung durchzuführen. Einige Universitäten haben eine eigene Lehrveranstaltungsplaner, in denen man ganz einfach online die gewünschten Kursnummern eintragen kann und so auf den ersten Blick direkt erkennt, ob es Überschneidungen gibt und wie viel freie Zeit zum Lernen übrig bleibt. Das kann vor allem zur Anmeldung sehr praktisch sein, da das Online-Tool in Sekundenschnelle zeigt, welche Kurse gewählt werden können, und welche nicht.
Als Faustregel gilt, dass man circa 30 ECTS pro Semester machen soll, um gut in der Zeit zu liegen. Richte dich auch immer grob am Studienplan. In der Regel sind für jedes emester bestimmte Kurse vorgesehen.
Prüfungsplanung
Eng verknüpft mit der Kursplanung ist die Überlegung, welche Prüfungen abgelegt werden sollen. Dabei sollte man darauf achten, dass die einzelnen Prüfungen untereinander nicht auf denselben Tag fallen bzw. genug Lernzeit dazwischen liegt. Wenn gut mitgelernt wird, ist auch das im Einzelfall kein Problem, aber sollte, wenn möglich, vermieden werden. Ebenfalls ist es manchmal von Vorteil “weiche” Fächer, bei denen vor allem auswendig gelernt werden muss, in Abwechslung mit “harten” Fächern zu schreiben, bei denen das Thema im Detail verstanden werden muss.
Zeitplan
Wurde erstmal entschieden, welche Kurse abgelegt und Prüfungen geschrieben werden sollen, kann man seine Aufmerksamkeit voll und ganz der Zeitplanung widmen. Das ist mitunter der wichtigste Punkt. Dabei müssen einige Sachen beachtet werden.
In der Vorlesungszeit
Vor- und Nachbereitung der Vorlesungen
Zuerst ist es wichtig zu wissen, wann die Prüfung ist, ob es andere Leistungen zu erbringen gibt (Seminararbeit, Clicker-Fragen, Präsentationen usw.) und welcher Stoff bei der Prüfung abgefragt wird. Zusatzleistungen sind immer gut, um nützliche Punkte zu erzielen.
Die Prüfungsvorbereitung selbst sollte so früh wie möglich begonnen werden. Am besten schon während der eigentlichen Vorlesungszeit. Dazu gehört die richtige Vor- und Nacharbeit. Du hast es wahrscheinlich schon selbst bemerkt – unvorbereitet in eine Vorlesung zu gehen ist keine gute Idee bzw. ist nicht nützlich. Es ist wichtig aus allem einen Mehrwert zu holen und gerade Vorlesungen sind dafür da, um den Studierenden zu helfen. Deshalb sollten sie auch richtig genutzt werden. Das bedeutet, dass der Stoff für die jeweilige Einheit vorbereitet werden soll. Wenn es Fragen gibt, soll man nicht zögern und dem Professor eine E-Mail schicken oder in eine seiner Sprechstunden gehen, je nachdem was bei der eigenen Universität erwünscht ist.
Eine andere Möglichkeit ist es, die Fragen zu notieren und in der Vorlesung oder dem Seminar zu stellen. Beides zeigt Interesse und die meisten Lehrenden freuen sich, wenn Studierende Interesse am Unterricht zeigen. Dabei ist es natürlich wichtig, alle Vorlesungen auch wirklich zu besuchen. Wenn also der erste Schritt, die Vorbereitung auf die Vorlesung, geschafft ist, kommt der zweite.
Es ist genauso wichtig, das gelernte der Vorlesung, nachzuarbeiten. Die Fragen, die notiert und gestellt bzw. per E-Mail gesendet wurden, sind hoffentlich beantwortet worden. Jetzt ist es an der Zeit, den Stoff nochmal durchzugehen, Beispiele zu lösen (falls möglich) und je nach Lerntyp Zusammenfassungen, Karteikarten oder eigene Fragen zu erstellen, die dann beantwortet werden. Wer seinen Lerntypen noch nicht kennt, kann das hier nachlesen.
Das erleichtert das Lernen enorm und erspart oben drein viel Zeit, da jetzt wirklich die richtigen Methoden angewendet werden können. Bis zur Prüfung muss nochmals alles Gelernte wiederholt, und falls etwas noch nicht ganz klar ist, neu gelernt werden.
Zu Beginn der Lernphase
Tipps für die Lernumgebung
Es gibt unterschiedliche Lerntypen, manche lernen lieber zuhause, andere in der Universitätsbibliothek oder in Lerncafes. In Zeiten von Corona fallen die letzten beiden Punkte leider weg. Deshalb ist es umso wichtiger, in den eigenen vier Wänden einen Lernplatz zu schaffen. Hier ist es wichtig, einen eigenen Bereich anzulegen, da man am besten Lernen kann, wenn die Aufteilung klar strukturiert wird. Das heißt, es soll vermieden werden, am Esstisch zu lernen und gleichzeitig Mittag zu essen. Vielmehr sollte ein eigener Schreibtisch extra für die Universität einen Platz finden. Am besten nicht im Schlafzimmer, da es für viele Menschen einfacher ist, so Entspannung und Arbeit zu trennen.
Ist der Schreibtisch schon vorhanden, kommt der nächste Punkt, die Lernumgebung. Im Idealfall hat man Ruhe, um sich bestmöglich konzentrieren zu können. Ist der Partner beispielsweise auch in Homeoffice oder toben die Kinder in der Nebenwohnung, dann kann man mit bestimmter Lernmusik Ruhe schaffen. Hier ist es explizit zu empfehlen, dass tatsächliche Lernmusik (z.B. Beta- der Alphawellen) verwendet wird, da diese die Gehirnarbeit anregen und andere Musik (Charts, Rap, Schlager, …) ablenkt. Ordnung ist auch hier die halbe Miete. Es sollte darauf geachtet werden, den Schreibtisch so ordentlich wie möglich zu halten. In einem sauberen und aufgeräumten Umfeld sind die Gedanken klarer und man kann sich auf das Wesentliche konzentrieren. Das gilt übrigens für die gesamte Wohnung bzw. das Haus.
Praktische Gadgets zum Lernen
Kalender
Ein Kalender sollte, egal ob du studierst oder arbeitest, ein täglicher Begleiter sein. Termine, Vorlesungen, Prüfungen, To Dos und vieles mehr finden hier Platz. So kann der Tag perfekt eingeplant werden und keine Abgabe wird mehr vergessen.
Stickynotes
Gerade in Büchern können Stickynotes hervorragend benutzt werden, um Beispiele zu notieren, Passagen in eigenen Worten zusammenzufassen und Fragen festzuhalten. Das sollte nicht auf jeder Seite gleich zehn Mal vorkommen, aber intelligent genutzt, sind sie sehr hilfreich, da eigens zusammengefasstes immer besser hängen bleibt, als komplizierte Textpassagen.
Textmarker
Genauso wie bei den Stickynotes macht auch hier die Menge das Gift. Wenn eine halbe Seite markiert wird, hat das wenig Sinn. Einzelne wichtige Schlagwörter, Definitionen oder Schemata können so aber besser gemerkt werden, und sind schneller auffindbar.
Karteikarten
Egal ob analog oder digital, Karteikarten sind praktisch, um Definitionen, Vokabeln oder Schemen zu lernen. Eine kurze Kapitel- oder Themenzusammenfassung kann auf einer A5 Karteikarte notiert werden, und bietet einen Überblick über die wichtigsten Faktoren. Definitionen und Vokabeln können so immer wieder wiederholt werden, bis sie sich eingeprägt haben und Schemen können schneller gelernt werden und dienen als Grundlage zum Üben.
YouTube
Auf YouTube gibt es viele Kanäle, die sich auf bestimmte Wissensgebiete spezialisiert haben. Dort werden einzelne Themenbereiche einfach erklärt und mit Grafiken veranschaulicht. In kürzester Zeit kann man hier viel Wissen mitnehmen.
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