Jobinterview vorbereiten

Jobinterview vorbereiten

Bei einem Vorstellungsgespräch prüft ein Unternehmen deine Eignung für eine bestimmte Stelle und das Team. Und wie für jede Prüfungssituation gilt auch hier: Gute Vorbereitung ist das A und O. Diese fünf Fragen helfen dir dabei, dich optimal vorzubereiten und dich von deiner besten Seite zu zeigen. Für dein nächstes Interview findest du unten die wichtigsten Punkte in einer praktischen Checklist zum Download!

Bei welchem Unternehmen bewirbst du dich?

Du solltest dich genau über das Unternehmen informieren, für das du dich interessierst. Je mehr du darüber weißt, desto besser. Schau dir die Social-Media-Kanäle des Unternehmens an. Neuigkeiten findest du auch in den aktuellen Pressemitteilungen auf der Website des Unternehmens. Und auch in Wirtschaftsnachrichten großer Zeitungen kannst du nach aktuellen Entwicklungen des Unternehmens suchen. Gibt es neue Produkte? Neue Märkte? Stehen Veränderungen an? Wenn etwas davon für deine Position relevant ist, kannst du es in dein Bewerbungsgespräch einfließen lassen. Übrigens: Am besten startest du deine Recherche sogar schon, bevor du deinen Lebenslauf und dein Anschreiben erstellst.

Wer wird dich interviewen?

Neben dem Unternehmen selbst sind auch die Personen wichtig, die bei deinem Vorstellungsgespräch dabei sein werden. Je nach Art und Größe des Unternehmens und der Position, auf die du dich bewirbst, können das Personaler:innen, Abteilungs- oder Teamleiter:innen oder zukünftige Kolleg:innen sein.

Wenn es nicht schon vorher erwähnt wird, frage vor dem Vorstellungsgespräch im HR-Büro nach, welche Personen dich interviewen werden. Auf Netzwerken wie LinkedIn oder Xing kannst du schon viel über deren beruflichen Werdegang herausfinden. Aus der Art und Weise der Selbstdarstellung sowie aus den Profilfotos kannst du vielleicht schon ableiten, mit welchem Auftreten und Outfit du überzeugen kannst.

Die wichtigsten Punkte gibt es hier kurz zusammengefasst:


Checkliste runterladen

Was hast du mit deinen Gesprächspartner:innen gemeinsam?

Es kann auch nicht schaden, herauszufinden, ob deine Gesprächspartner:innen auf Instagram, Facebook oder Twitter aktiv sind. Hier kannst du die eine oder andere Vorliebe herausfinden, die beim Matching helfen kann. Ist er tierlieb? Ist sie Fußballfan? Reist er gern (wenn ja, wohin)? Welche Konzerte besucht sie, welche Kinofilme? Diese Infos können dir dabei helfen, von Anfang an eine gemeinsame Ebene zu finden und durch Gemeinsamkeiten die ersten entscheidenden Sympathiepunkte einzuholen. Aber Vorsicht: Übertreib es damit nicht und nimm vor allem nicht aktiv Bezug auf deine Recherche. „Tolle Strandfotos bei Insta.“ ist bei einem Bewerbungsgespräch nicht das passende Einstiegskompliment, es wirkt eher abschreckend.

Wie überwindest du deine Nervosität?

Hast du Lampenfieber vor deinem Vorstellungsgespräch? Ein bisschen Nervosität stärkt die Konzentration. Aber zu viel davon solltest du vermeiden. Deshalb gilt: Übe das Vorstellungsgespräch. Vor dem Spiegel, mit Mitbewohner:innen, Freund:innen oder deinem:deiner Partner:in. Je öfter, desto gelassener wirst du im Ernstfall sein. Sei beim Üben aufmerksam und ehrlich mit dir selbst. Wenn du auf Probleme stößt, schieb sie nicht weg, sondern nutze die Chance, rechtzeitig Lösungen zu entwickeln. Fehlen dir die Antworten auf bestimmte Fragen? Ist deine Selbstpräsentation zu langatmig und unkonkret? Wirst du bei Stressfragen nervös? All das kann dir beim Üben rechtzeitig auffallen und du kannst in Ruhe daran arbeiten. Aber: Lerne Antworten nicht auswendig – vermutlich lauten die Fragen doch anders als erwartet. Bereite dich stattdessen thematisch vor. Überlege, was du als deine Stärken und Schwächen definieren willst und mach dir klar, was deine Motivation für deinen Wunsch-Job ist.

Wie stellst du dich vor?

Ein zentrales Element in jedem Bewerbungsgespräch ist die Selbstpräsentation, in der du dich und deine Skills möglichst positiv darstellen solltest. Die Selbstpräsentation solltest du auf jeden Fall vorab üben. Entwickle eine strukturierte Geschichte aus deinem Lebenslauf. Sie soll zeigen, warum du dort gelandet bist, wo du jetzt stehst. Um im Gespräch flexibel zu sein ist es hilfreich dir einen roten Faden deiner Geschichte zu merken und nicht ganze Sätze auswendig zu lernen. Definiere dafür für dich selbst deine besonderen Fähigkeiten und Qualifikationen und überlege dir konkrete Beispiele und Anekdoten, mit denen du sie belegen kannst. Schau dir noch einmal genau die Stellenanzeige an und finde heraus, welche deiner Kompetenzen für deinen Wunscharbeitgeber besonders wichtig sind.

Für den Aufbau deiner Selbstpräsentation gibt es eine einfache und wirksame Formel: „Ich bin – ich kann – ich will”. Der Schwerpunkt liegt auf „Ich kann”, weil du hier deine wichtigsten Kompetenzen vermittelst. „Ich will” heißt nicht nur, wie du dich entwickeln und was du persönlich erreichen willst, sondern vor allem, wie du deine Kompetenzen für deinen neuen Arbeitgeber einsetzen wirst.

Wenn du dir ausreichend Zeit nimmst und dich mit diesen Fragen auseinandersetzt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.