Mit welchen Erfahrungen im Lebenslauf steige ich optimal ins Berufsleben ein?

Inhaltsübersicht
- Berufserfahrung und Praktika
- Auslandsaufenthalt
- Zertifikate und Qualifikationen
- Computer
- Soft Skills
Zuallererst ist es wichtig zu sagen, dass es bei jedem Beruf unterschiedliche Erfahrungen und Qualifikationen gibt, die die Personaler:innen hellhörig machen. Der folgende Artikel gibt einen Überblick über generelle und spezifische wichtige Punkte. Was dann letztendlich wirklich in den Lebenslauf kommt, bzw. was für den jeweiligen Job hilfreich ist, kommt auf den Einzelfall an.
Berufserfahrung und Praktika
Während der Schulzeit können bereits die ersten Erfahrungen gesammelt werden. In der Oberstufe kannst du bereits Praktika machen, die im Idealfall bereits im Bereich des späteren Traumjobs liegen. Auch wenn man noch nicht genau weiß, als was man später arbeiten möchte, ist dies eine super Möglichkeit, um in einige Berufe hineinzuschnuppern um herauszufinden, was man gerne machen möchte.
Neben dem Studium können Nebenjobs den Lebenslauf aufpolieren. Auch hier gilt: am besten einen Job wählen, der zur Ausbildung passt und attraktiv ist für die spätere Arbeitswelt. Nach dem Abi oder der Matura (Österreich) entscheiden sich viele, ein Jahr Auszeit zu nehmen, um in einige Berufe hineinzuschnuppern und Erfahrungen zu sammeln.
Auslandsaufenthalt
Je nach Branche können Auslandssemester oder Austauschsemester einen großen Pluspunkt bringen. Gerade englischsprachige Länder sind sehr gefragt. Trotzdem geht es hierbei nicht nur um das Sprechen der englischen Sprache, sondern auch um die Eigenständigkeit und Anpassungsfähigkeit, die Austauschschüler:innen und -studierende mitbringen müssen. Wurde während des Aufenthaltes zusätzlich in einem branchenähnlichen Beruf gearbeitet, ist das sogar noch besser, da der:die Teilnehmer:in beweist, dass er:sie über sehr gute Kenntnisse der jeweiligen Sprache verfügt.
Zertifikate und Qualifikationen
Fremdsprachen
Gerade Fremdsprachen werden immer gefragter, da es einfacher ist denn je, mit anderen Ländern zu kommunizieren und es immer wichtiger wird, sich über die eigenen Landesgrenzen hinweg zu vernetzen.
TOELFL – Test of English as a Foreign Language
Eines der bekanntesten Zertifikate ist der TOELFL-Test, der in zwei verschiedenen Prüfungsformen (internet-based TOELFL-Test und paper-based TOELFL-Test) angeboten wird, welche aber beide gleich bewertet werden. Er basiert auf „American English“ und besteht aus vier Teilbereichen. Einem Reading-, Listening-, Writing- und Speaking-Part. Insgesamt kostet der Test zurzeit ca. 240 US Dollar.
CAE-Cambridge English (Advanced)
Wie der Name schon sagt, basiert dieses Zertifikat auf „British English“ und wird in verschiedenen Stufen angeboten.
FCE: Das „First Certificate in English” bietet einen guten Nachweis, dass Englisch sowohl im Berufsleben als auch im Studium fließend angewendet werden kann.
CAE: Die Advanced-Stufe erforderte einen hohen Leistungsgrad und wird vor allem bei einem Studierendenvisa für Großbritannien oder Australien benötigt. Auch ausländische Unternehmen verlangen oft diesen Leistungsnachweis.
CPE: Die höchste Qualifikation ist das „Certificate of Proficiency in English“.
Die Kosten liegen, je nach Ausbildungsstätte, bei 150 bis 200 Euro.
IELTS – International English Language Testing System
Auch dieses Zertifikat basiert auf „British English“ und der Aufbau der Prüfung (Listening, Reading, Writing, Speaking) ähnelt dem TOELFL-Test, wird jedoch nur in schriftlicher Papierform angeboten. Die Kosten liegen bei ca. 200 Euro.
Wer andere Sprachen spricht, liegt klar im Vorteil, da Englisch vorausgesetzt wird (ein Zertifikat kommt aber in jedem Fall gut an) und zusätzliche Sprachen einen weiteren Pluspunkt bei allen Personaler:innen bringen.
SIELE (Servicio Internacional de Evalución de la Lengua Española)
Der spanische Vertreter ist das SIELE-Zertifikat, welches einen internationalen und qualitativ hochwertigen Nachweis liefert. Die Prüfung wird digital abgelegt und umfasst die Niveaustufen A1 bis C1. Geprüft werden die Bereiche Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen.
Computer
ECDL
Der ECDL Standard ist wohl das bekannteste der angebotenen Zertifikate und wird in sieben Modulen absolviert. Das Zertifikat bieten einen international anerkannten Nachweis darüber, dass der:die Erwerber:in das Office-Paket praktisch verwendet kann. Es wird öfter als „Computer-Führerschein“ bezeichnet. Aber ECDL bietet noch viel mehr, darunter den „ECDL Advanced“, was eine Erweiterung für den „Standard“ gesehen werden kann und eine Nutzung des Office-Paktes auf höchstem Niveau impliziert. Andere Zertifikate sind „ECDL Image Editing“, „ECDEL Web Editing“, „ECDL Computing“ und „ECDL CAD“.
Software
Auch hier ist es eine Frage der Branche. Es ist wichtig zu wissen, welche Zertifizierungen wichtig oder relevant für das jeweilige Stellenangebot sind. Darunter gibt es Zertifikate für Buchhaltungsprogramme, Bildbearbeitung, Ärztesoftware und viele mehr. Es kommt also wirklich spezifisch darauf an, wo man sich bewerben möchte.
SAP-Zertifizierung
SAP ist einer der weltweit führenden Softwarehersteller, der sich auf die Steuerung von Geschäftsprozessen (z.B. Buchhaltung) spezialisiert hat. Die „SAP-Beraterzertifizierung“ und die „SAP-Anwenderzertifizierung“ bieten einen wichtigen Leistungsnachweis für Anwenderinnen und Anwender. Ersteres ist ein Baustein der SAP-Berater:innen Ausbildung.
Soft Skills
Viele Universitäten bieten eigene Zertifikate an, die belegen, dass man sich in einem bestimmten Gebiet besonders engagiert hat. Das kann zum Beispiel ein Zertifikat für „Social Skills“ sein, wo bestimmte Kurse zu verschiedenen aktuellen Themen belegt werden müssen. An vielen Fakultäten gibt es bestimmte Programme, wo ältere Studierende jüngere Studierende fördern können. Dadurch werden neue Netzwerke gegründet, Fragen beantwortet, Erfahrungen geteilt werden und vieles Mehr. Die Mentor:innen erhalten essentielle Skills für den Jobeinstieg, trainieren Gruppenführungserfahrungen, üben ihre Präsentationsfähigkeiten und verbessern ihre Soft Skills, indem sie sich sozial engagieren. Personaler:innen erfreuen sich sehr an solch einem Zertifikat, da nicht nur das soziale Engagement hoch angerechnet wird, sondern auch bekannt ist, dass dabei wichtige Fähigkeiten erlernt werden, die im Berufsleben von hoher Bedeutung sind.
Fazit
Am Ende ist zu betonen, dass Zusatzqualifikationen immer gut sind, aber nicht das einzige Kriterium, nach dem ein:e Bewerber:in ausgewählt wird. Um dies zu veranschaulichen, ist die Seite „Watchado.com“ sehr zu empfehlen. Hier wurden verschiedenste Menschen interviewt, die über ihren Job und Werdegang sprechen. Schnell stellt sich heraus, dass auch in gleichen Positionen verschiedene Wege gegangen wurden. Dabei gibt es kein richtig oder falsch, es ist vielmehr wichtig zu wissen, was man möchte und auch kann und daraus seinen (eigenen) besten Weg zu finden. Selbst mit der identischen Ausbildung arbeiten Menschen in verschiedenen Bereichen, es gibt kein Rezept, nachdem man bestimmte Ziele erreicht. Es ist wichtig, konstant für seine eigenen Ziele zu arbeiten und sich aus seinen Vorstellungen den besten persönlichen Werdegang aufbaut.
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