Das neue Gesicht des Bankings

Mehr Frauen, mehr Diversität, mehr Individualität
in Kooperation mit

Wie kommt es eigentlich, dass ein Karriereeinstieg im Banking heute für viele Frauen nicht mehr so attraktiv zu sein scheint wie vor einigen Jahren? Vielleicht hängt es damit zusammen, dass das Bild der modernen Bankenwelt noch nicht richtig angekommen ist. Denn Fakt ist: Gerade bei großen Banken hat sich in den vergangenen Jahren unglaublich viel getan. Das liegt zum einen an Start-ups und FinTechs, die mit viel Kreativität und Unternehmergeist den Konkurrenzdruck erhöhen und die Finanzbranche aufmischen, das liegt aber auch an den Banken selbst, die diesen Trend frühzeitig erkannt haben.
Ein starker Fokus auf IT und neue Technologien ist bei der Deutschen Bank der Dreh- und Angelpunkt, der Denk- und Arbeitsweisen im Bankgeschäft grundlegend verändert hat. Die Neuausrichtung zeigt sich in innovativen Produkten, verbesserten Abläufen und Serviceleistungen, aber auch im Arbeitsumfeld und der Arbeitsatmosphäre. Digitale Serviceleistungen sorgen für mehr Nähe zum Kunden, in Innovationslaboren wird an zukunftsweisenden Ideen gebastelt, Filialen werden zu modernen Beratungszentren umgestaltet. Projektbezogene Kooperationen mit Start-ups oder die spektakuläre Partnerschaft mit Google Clouds sorgen für zusätzliche Innovationskraft. In kleinen, leistungsstarken Teams arbeiten junge, neugierige Nachwuchstalente Hand in Hand mit erfahrenen Expert:innen. Networking, agile Arbeitsmethoden, flexible Arbeitsformen – das sind Begriffe, die das „neue Banking“ prägen.
Dabei setzt die Deutsche Bank auch auf eine neue Generation von Bankerinnen und Bankern, die einen neuen Lebensstil und neue Arbeitsformen mitbringen und das Bild von Banking auch äußerlich verändern. Die Umgangsformen werden lockerer, die konservativen Kleiderregeln gelten nicht mehr immer und überall. Offenheit und Kommunikation sind wichtige Basics des täglichen Miteinanders, eine gute Voraussetzung, um auch mit Herausforderungen (wie zum Beispiel der Corona-Pandemie) offensiv umzugehen – zum Beispiel ohne große Reibungsverluste zielorientiert und erfolgreich miteinander zu arbeiten.
Frauen im Banking
Wir haben nachgefragt bei Filis Orak, die als Graduate Recruiterin bei der Deutschen Bank arbeitet. Sie hat BWL studiert und vor ihrem Einstieg bei der Deutschen Bank bereits sehr unterschiedliche berufliche Erfahrungen gesammelt – bei einem Fußball-Bundesligaverein und in einer internationalen Wirtschaftskanzlei. Vor einem Jahr hat sie sich bewusst für einen Wechsel zur Deutschen Bank entschieden – sie muss wissen, warum.
Warum hast Du dich jetzt für einen Einstieg ins Bankgeschäft entschieden?
Ich war auf der Suche nach einem abwechslungsreichen Job, in dem ich noch aktiver mitgestalten und eine Schippe mehr Verantwortung übernehmen kann. Ich dachte, dass ich das bei der Deutschen Bank umsetzen kann. Im Moment kann ich sagen, dass sich bisher meine Erwartungen erfüllt haben.
Was macht die Deutsche Bank aus Deiner Sicht zu einem attraktiven Arbeitgeber für Frauen?
Ich kann da nur von mir persönlich sprechen. Ich habe die Bank vom ersten Tag an als freundliches und ermutigendes Arbeitsumfeld wahrgenommen. Die Zusammenarbeit im Team ist offen und konstruktiv. Jeder wird gehört, jeder hat die Möglichkeit Ideen einzubringen. Was ich sehr schätze, ist, dass auch mir als „Neuling“ schnell Vertrauen geschenkt wurde, ich mich hier auf meine ganz eigene Weise einbringen kann und meine Aufgaben und Ideen eigenverantwortlich umsetzen darf - auch wenn sie vielleicht nicht immer dem entsprechen, was „wir immer so gemacht“ haben. Das ist das Schöne an der Bank: Die Bereitschaft, innovative Wege zu gehen. Ich war erstaunt, wie locker und unkompliziert vieles funktioniert – das hatte ich so nicht erwartet. Der Personalbereich ist jetzt sicher nicht prototypisch für die gesamte Bank, aber im Recruiting arbeiten wir ja sehr eng mit den Kolleg:innen in den Geschäftsbereichen zusammen und da hat sich für mich dieser Eindruck bestätigt.
"Frauen müssen noch viel sichtbarer werden."
Filis Orak, Graduate Recruiterin
Du hast bereits in Deinem ersten Jahr bei der Bank ein Mentoringprogramm für Studentinnen ins Leben gerufen und erfolgreich gestartet. Wie ist es dazu gekommen, und was ist Deine Motivation?
Hier sind sozusagen die „Vibes“ in der Bank und meine persönliche Motivation im richtigen Moment zusammengekommen. Die Deutsche Bank arbeitet intensiv an ihrem Arbeitgeberimage. Sie war, soweit ich das beurteilen kann, schon immer eine gute Adresse, wenn es um die Verwirklichung ambitionierter Karrierepläne ging. Aber junge Menschen ticken heute anders. Sie sind nicht weniger ehrgeizig oder leistungsbereit als früher, aber die Welt hat sich verändert und andere Themen sind in den Fokus gerückt. Karriere ist wichtig, aber eben nicht ausschließlich. Es geht immer auch um Sinnhaftigkeit von Arbeit, um die Möglichkeit, selbst etwas zu bewegen, und – nicht zuletzt – um die Vereinbarkeit von persönlichen und beruflichen Interessen. Diese Entwicklung beobachten wir übergreifend, aber sie zeigt sich besonders deutlich bei jungen Frauen. Ihnen zu zeigen, dass auch die sogenannten „männerdominierten“ Branchen spannende und zeitgemäße Karrierewege für sie bereitstellen, ist mir heute ein persönliches Anliegen, da mein eigener Weg ausschließlich durch solche Brachen geführt hat und ich heute sehr dankbar bin für jede dieser Erfahrungen, da sie meine persönliche und berufliche Entwicklung gestärkt haben.
Und bei der Deutschen Bank kann man diese „neue“ Karriere verwirklichen?
Ich denke, ja, das geht. Aber natürlich kann und will die Bank auch hier immer noch besser werden, zum Beispiel auch beim Frauenanteil in der Bank, speziell in Führungsfunktionen. Viele Bereiche im Banking gelten immer noch als männliche Domäne. Mit MONA wollen wir dieses Bild ein wenig zurechtrücken. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass auch talentierte und kluge Frauen sich häufig schwer damit tun, eigene Ziele und Projekte offensiv zu vertreten. Deshalb ist MONA mir auch ein persönliches Anliegen. Als ich mit der Idee für ein Frauen-Mentoringprogramm auf meine Chefin zugegangen bin, habe ich offene Türen eingerannt und konnte direkt loslegen.

"Mit MONA möchten wir noch mehr junge Frauen für einen Einstieg ins Bankgeschäft begeistern."
Filis Orak, Graduate Recruiterin
Denkst Du, dass das Mentoringprogramm generell in der Bank gut ankommt?
Bei der Konzeption des Programms ging es im ersten Schritt darum, möglichst viele Frauen in der Bank als Mentorinnen zu gewinnen. Wir wollten gerne verschiedene Bereiche, verschiedene Senioritätsstufen und verschiedene Erfahrungswelten abbilden, um unseren Teilnehmerinnen möglichst individuell abzuholen und zu begleiten. Ich war echt überrascht, wie groß die Bereitschaft, fast schon Begeisterung war, bei MONA mitzumachen. In Kombination mit den vielen Bewerbungen talentierter Studentinnen, die uns erreicht haben, zeigt mir diese interne Resonanz, dass wir damit eine für alle Seiten sehr ansprechende Initiative geschaffen haben. Mit MONA werden wir Frauen sichtbarer und wir schaffen Role Models, an denen sich junge Nachwuchstalente orientieren können.
Hast Du einen persönlichen Tipp für junge Frauen, die jetzt ihren Karriereeinstieg planen?
Versteckt Euch nicht! Es geht nicht darum, sich anzupassen und so zu sein wie die anderen, sondern selbstbewusst mit der eigenen Persönlichkeit, mit Wissen und Kompetenz zu überzeugen.
Mehr Infos zu MONA findet ihr hier
Drei junge Bankerinnen, drei Blickwinkel
Sandra
Sandra ist Kenianerin und hatte auf ihrem Weg ins Bankgeschäft viele Hürden zu bewältigen. Nach ihrem Traineeprogramm arbeitet sie heute als Prozess-Analystin im Technologie-Bereich und begeistert sich für den innovativen Spirit, den sie überall spürt. Sandra möchte etwas bewirken – deswegen arbeitet sie aktiv in unserem internen Netzwerk Women@DB und trägt so dazu bei, den Austausch unter Mitarbeiterinnen unterschiedlicher Bereiche zu stärken und mehr Frauen für eine Mitarbeit bei der Deutschen Bank zu begeistern.

Iulia
Iulia hätte sich vor ein paar Jahren nicht träumen lassen, dass sie einmal in einer Bank arbeitet. Sie hat Elektrotechnik studiert und ist durch die jährliche Frauenkonferenz auf unsere Bank aufmerksam geworden. Die offene Atmosphäre, die Kompetenz und Energie der Ansprechpartnerinnen hat sie überrascht und für einen Karriereeinstieg im Bankgeschäft motiviert. Schon an der Uni war sie als Mentorin für Studentinnen mit Migrationshintergrund aktiv und freut sich jetzt darauf, auch in der Bank eine MONA-Teilnehmerin als Mentorin mit Tipps und Informationen auf dem Einstieg in eine mögliche Bankkarriere zu begleiten. In unserem Podcast career to go erzählt Iulia mehr über MONA:

Sofie
Sofie absolviert bei der Bank ein ausbildungsintegriertes Wirtschaftsinformatik-Studium. Als DB-Insiderin berichtet sie regelmäßig auf Instagram über ihre Erfahrungen und Erlebnisse in der Bank. Dabei ist es ihr vor allem wichtig, mehr Frauen für einen Einstieg in IT zu begeistern. „Die Bank ist ein echter Hot Spot für moderne Technologie.“ Sofie findet: „Von der Offenheit und Vielseitigkeit, die in der Bank herrscht, kann man gerade als Berufsanfängerin sehr profitieren. Von außen sieht man vielleicht nur die großen Bürotürme, aber innen fühlt man sich mehr wie in einem Bienenstock.“
