Kaiserdom Speyer ist Weiterentwicklung der St. Michael von Hildesheim -Krönungskirche der deutschen Könige ->Einbindung in zur Stadt hin->Straßenzug des Marktes direkt zu Westbau ->wird so Ansprüchen an Krönungszeremoniell gerecht (dramaturgische Steigerung)
Bau 1
Anlage des Salierkaisers Konrad 2. 1025-> Hauskirche und Familiengrab ->lateinisches Kreuz als Grundriss ->basilikales Langhaus Osten ->zwei von Türmen flankierte Querbauten im Westen ->Formsprache und schmucklos
Bau 2
unter Heinrich dem 4. um 1090 erweitert ->Neugassung Ostpartie, Errichtung Galerie ->Erhöhung Westbau ->Aufstockung der Türme ->Bau Vierungstürme ->Einwölbung des Mittelschiffes ->>Machtdemonstration
Vieltürmigkeit
-gewaltige Wirkung (doppelt so lang wie Hildesheim) ->Turmbau wird zur Monumentalität gesteigert ->verbindet mit himmlischen Jerusalem
Unterschiede der Wände im Außenbau
Kurbatur und Untergliederung der Wandfläche unterscheidet ->plastische Unterführung der Wand in den Etagen ->formreiches architektonisches Dekorprogramm
Ostpartie
-besitzt Pfeilvorlagen und Gliederungselemente ->stehen Öffnungen durchbrochener Wandflächen gegenüber -Wandgliederung durch Sockel, Kaffgesims an Pfeilvorlagen und Arkaden der Zwerggalerie -Archivolten gestalten Öffnungen ->Wandaufbau nach oben immer stärker gebrochen (bei Galerie ganz)
Fassade der Ostapsis
-über Sockelgesims, erhebt sich Blendarkade-> wie äußere Schale vor Kernmauer ->Zwerggalerie scheint Dach abzuheben -Ecken der Türme durch Lisensen gefasst (Kombination mit Rundbogenflies und Turmfassade wie Flächenabschnitte) -Öffnungen nach oben hin größer
Dächer Ostpartie
Rautendächer für Vertikalwirkung -Glockendächer über Vierungstürmen original Zeltdächer
Westbau/Westwerk
profaner Pol des Kirchenbaus -aachener Pfalzkapelle hat Thron direkte axiale Beziehung zu Altar (Konzil von Nizzäa) Ostausrichtung
Verhältnis kirchlicher Gewalt zu weltlicher Macht (Verhältnis Beispiele)
Centula -errichtete Vorstellung der gleichberechtigten Rolle (ausgeglichene Ost und Westpartie) Corvey - Westwerk dominiert Ostwerk Cluny -fast verkrümmte Türme Westpartie, Ostpartie aufwendig
offensichtliches in Innenraum
von Westeingang entwickelt sich Raum in betonte Längsrichtung zu Chor->Dramaturgie des Krönungsprozesses -Eintritt mit Stufenportal
Lösung der Erweiterungsmaßnahmen hinsichtlich Raumgliederung
->Vierungsquadrat als wichtigste Maßeinheit der Grundrisskomposition (auch Seitenschiffe bei gebunden System) ->Wandgliederung zwischen Pfeiler sind Blendbögen, Ableitung mit halbkreisförmigen Pfeilvorlagen ->gotischer Gliederbau statt romanischer Massenbau
vollendung des Raumsystems
Langhaus nicht mehr flach gedeckt->Gurtbögen über Vorlagen betonte Pfeiler (ein Abschnitt ein Joch)zwei Joche mit Seitenschiffen ein Travée ->> gebundenes System als Weiterentwicklung quadratisches Systems ->Wölbekunst der Antike (Kreuzgratgewölbe statt Tonnengewölbe->Statik in Eckpunkten)