Was willst du werden

In 3 Fragen zum passenden Berufseinstieg.
Die Wahl des ersten Jobs ist nicht einfach. Weißt du schon genau, welchen beruflichen Weg du einmal einschlagen willst? Eine Karriere in der Unternehmensberatung? Ein eigenes Start-up gründen? Oder doch den Berufseinstieg im Konzern wagen? So viele Möglichkeiten – da wird die Entscheidung nicht leichter. Die folgenden 3 Schritte helfen dir, herauszufinden, wie deine Zukunft aussehen soll.
Frage 1: Wer bin ich als Mensch eigentlich?
Wie genau kennst du deine eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen? Welche Hard und Soft Skills besitzt du? Welche Stärken und Schwächen?
Bevor du dich motiviert in die Suche nach dem ersten Job stürzt, ist es wichtig, darüber nachzudenken, was dich als Person überhaupt ausmacht. Vermutlich kommt spätestens im Vorstellungsgespräch die Frage nach deinen Stärken und Schwächen – mach dir also schon jetzt darüber Gedanken. Nimm dir die Zeit über deine persönlichen Wertevorstellungen und Charaktereigenschaften nachzudenken. Warum hast du genau diese akademische Ausbildung absolviert und was fandest du im Studium am interessantesten? Bist du ein kreativer Kopf oder liegt dir eher analytische Denken? Hast du handwerkliches Talent oder bist du technisch auf dem neuesten Stand der Entwicklungen? Die Antworten auf diese Fragen zeigen dir, welche Stärken, Schwächen und ausgeprägten Interessen du hast. Hierbei kann es außerdem hilfreich sein, die Einschätzung von Familie oder Freunden einzuholen, deren Urteil du vertraust. Die Menschen um dich herum können dir wertvolle Außenperspektiven auf deine wichtigsten Eigenschaften liefern.
Aus diesen gesammelten Erkenntnissen kannst du bereits darauf schließen, was dir beruflich Spaß machen könnte. Bist du z. B. jemand, der kreativ ist und Spaß im Umgang mit sozialen Medien hat? Dann könnte ein Job im Marketing das Richtige für dich sein. Oder gehst du gerne mit Zahlen um und ziehst daraus Schlüsse? Dann solltest du dir einmal den Beruf des Data Scientist genauer ansehen. Weitere Hinweise auf passende Bereiche liefert unsere Jobbörse. Gib dort einfach deinen angestrebten Abschluss oder deine Kompetenzen an und lass dich von den vorgeschlagenen Stellen zu möglichen beruflichen Richtungen inspirieren.
Auch die Werte, nach denen du im Leben strebst, helfen dir dabei zu entscheiden, ob ein potenzieller Arbeitgeber zu dir passt. Der sogenannte Cultural Fit zeigt dir, ob die Unternehmenskultur und -philosophie eines potenziellen Arbeitsgebers mit deiner eigenen übereinstimmt. Ist dir Umweltbewusstsein wichtig? Dann schau bewusst nach einem Betrieb, der diese Werte auch in der Unternehmenspraxis gezielt umsetzt. Infos dazu findest du häufig auf den Karriereseiten der Unternehmen oder in Unternehmensprofilen.
Frage 2: Wie und wo arbeite ich am besten und am liebsten?
Nachdem du reflektiert hast, was dich ausmacht, geht es nun darum, dir Gedanken über den Arbeitsplatz und Arbeitgeber zu machen. Diese Aufgabe ist nicht unbedingt leichter. Beantworte zuerst für dich selbst einige Fragen: Möchtest du in einer Großstadt arbeiten oder lieber in einer ländlichen Gegend? Bist du bereit, einen längeren Arbeitsweg in Kauf zu nehmen oder sogar für einen Job umzuziehen? Bevorzugst du einen kleinen Familienbetrieb mit vertrauter Atmosphäre oder einen international tätigen Konzern mit mehr als 1.000 Mitarbeitern?
Durch Praktika oder Werkstudentenjobs kannst du schon während des Studiums testen, welches Arbeitsumfeld du bevorzugst. Denn die Wahl des Arbeitgebers beeinflusst neben den Aufgaben, mit denen du dich täglich beschäftigst, auch die Kultur, mit der du im Berufsalltag konfrontiert wirst. Wie viel Leistungsdruck besteht, wie flach die Hierarchien und wie offen die Kommunikation innerhalb eines Unternehmens sind, hängt davon ab.
Frage 3: Welche Ziele habe ich für meine Karriere?
Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Eine Frage, die vielen Bewerbern Schweißperlen auf die Stirn treibt. Es ist sicherlich nicht einfach, dir schon jetzt vorzustellen, wo es dich innerhalb der nächsten Jahre hin verschlägt. Dennoch ist dies eine essentielle Frage, die du für dich selbst beantworten solltest.
Auf dem Weg zu deiner Antwort ist es hilfreich, zuerst sogar noch weiter in die Zukunft zu denken: Stell dir vor, du bist 67 und blickst zurück auf dein Leben. Was möchtest du im Laufe deiner Karriere erreicht haben? Dieses übergeordnete Ziel gibt dir für alle weiteren Schritte die Richtung vor.
Pläne können sich natürlich zu jeder Zeit ändern, aber eine gewisse Grundrichtung zu haben, hilft dir bei der Wahl des ersten Jobs. So kannst du direkt auf deine Ziele hinarbeiten. Egal, ob du langfristig im Ausland arbeiten, Fachexperte werden oder die Karriereleiter als Führungskraft erklimmen möchtest. Ziele sind enorm wichtig, um deinen beruflichen Weg von Anfang an in die richtige Richtung zu lenken.
Wenn du weißt, wohin du dich langfristig entwickeln möchtest, kannst du von da aus ableiten, an welchem Punkt du in 5 Jahren stehen möchtest. Dafür kannst du dich auch an den Lebensläufen von Menschen orientieren, die dein Ziel bereits erreicht haben. Hilfreich sind für die Recherche z.B. Karrierenetzwerke, Blogs oder Podcasts.
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Wie du die Frage nach deinen Zukunftsplänen nicht nur für dich sondern auch für einen Recruiter gut beantwortest, zeigt dir Job-Experte Ben in diesem Video.