Ohne Erfahrung zum Traum-Praktikum

Warum sind Praktika so wichtig? Durch Praktika erhältst du Einblicke ins Berufsleben und kannst herausfinden, was zu dir passt. Natürlich machen sich verschiedene Stationen auch in deinem Lebenslauf gut und oft ergeben sich aus Praktika auch Festanstellungen. Wie du zu deinem Traum-Praktikum kommst und worauf es bei der Bewerbung ankommt verraten wir dir hier.
Inhaltsübersicht
Die Wahl des Praktikums
Kaum jemand startet komplett ohne praktische Erfahrungen ins Berufsleben. Da sich Praktika häufig an eine junge Zielgruppe richten, ist hier die Chance höher mit wenig bis keiner Erfahrung einen Praktikumsplatz zu bekommen. Man unterscheidet zwischen Pflichtpraktika und freiwilligen Praktika. Pflichtpraktika werden in deiner Studienordnung vorgeschrieben. Diese bestimmt auch den zeitlichen Rahmen und die Leistungen, die du erbringen musst. Das Unternehmen ist nicht verpflichtet, dich zu vergüten. Bei einem freiwilligen Praktikum kannst du die Dauer und die Inhalte mit deinem Arbeitgeber ausmachen. Bleibst du länger als drei Monate im Unternehmen, hast du einen Anspruch auf den Mindestlohn.

Das Bewerbungsschreiben
Bei dem Bewerbungsschreiben gibt es einige Dinge, die beachtet werden müssen. Die Einhaltung bestimmter Normen ist dabei essenziell. Die wichtigsten Punkte findest du hier zusammengefasst.
- Aufbau
Die Bewerbungsunterlagen setzen sich zusammen aus dem Bewerbungsschreiben, deinem Lebenslauf und einem optionalen Motivationsschreiben. Vor allem in der Kreativbranche kann auch ein Deckblatt üblich sein. Als Anlagen empfiehlt es sich, dein letztes (Arbeits-)Zeugnis oder Zertifikate mitzuschicken. Denk auch daran, dass das Anschreiben in der E-Mail fehlerfrei formuliert ist und direkt am Betreff zu erkennen ist, für welche Position du dich bewirbst.
- Bewerbungsschreiben
Das Bewerbungsschreiben oder Anschreiben vermittelt den Personaler:innen einen ersten Eindruck von dir. Du solltest unbedingt den:die richtige:n Ansprechpartner:in herausfinden, an den du deine Bewerbung richtest. Ganz wichtig: achte auf die korrekte Schreibweise des Namens! Geh am besten auf die geforderten Punkte in der Ausschreibung ein, bleib authentisch und berichte von deinen Erfahrungen und wie du dich im Unternehmen einbringen kannst. Inklusive Anschriftenkopf, Datum und Betreffzeile sollte das Anschreiben nicht länger als eine Seite sein.
- Lebenslauf
Im Lebenslauf listest du die wichtigsten Informationen über dich und deine bisheringen Stationen auf. Beginne am besten mit deinen persönlichen Daten (Name, Anschrift, Telefon, E-Mail, Geburtsdatum). Auch ein Bewerbungsfoto kannst du hier einbauen. Baue deinen Lebenslauf chronologisch auf, beginnend mit der aktuellsten Station. Thematische Blöcke eignen sich gut, um Struktur reinzubringen, z.B. Studium, Berufserfahrung, Ehrenamt, weitere Kenntnisse (Sprachen, IT etc.). Ziehe deinen Lebenslauf nicht künstlich in die Länge. Kommt er dir aber aufgrund von fehlender Berufserfahrung zu leer vor, kannst du auch Soft Skills oder Hobbies einbauen. Am Ende des Lebenslaufes kannst du Ort, Datum und deinen Namen bzw. deine Unterschrift setzen.
- Motivationsschreiben (optional)
Ist kein Motivationsschreiben gefordert, muss auch keines beigelegt werden. Wenn danach allerdings explizit gefragt wird, ist es der persönlichste Aspekt der Bewerbung. Es kann gut als Erweiterung bzw. Erklärung deines Lebenslaufs genutzt werden, um auf bestimmte Aspekte im Detail einzugehen. Außerdem sollte der Fokus hier darauf liegen, wie du deine Fähigkeiten in der Position im Unternehmen einbringen kannst.
- Anlagen
Für Zeugnisse gilt, dass nur der höchste Abschluss relevant ist. Hast du also z.B. bereits ein abgeschlossenes Studium, fügst du das dazugehörige Zeugnis den Anlagen hinzu. Dienstzeugnisse oder Empfehlungsschreiben sind gern gesehen, da sie den Personaler:innen einen Eindruck von deinen vorherigen Aufgaben und deiner Arbeitsweise geben. Je nach Branche oder Unternehmen, für das du dich bewirbst, können auch Zertifikate oder Nachweise über bspw. ehrenamtliche Tätigkeiten hinzugefügt werden.
Tipps fürs Bewerbungsgespräch
Eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch ist ein positives Zeichen - deine Bewerbungsunterlagen sind gut angekommen. Die nächste Hürde: das Vorstellungsgespräch.
Die Vorbreitung ist hier das A und O. Setze dich im Voraus gut mit dem Unternehmen auseinander und überlege dir genau, was du dir von einem Praktikum bei diesem Arbeitgeber erhoffst. Neben Fragen zu deiner Person und deinen bisherigen Erfahrungen, kann es je nach Einsatzgebiet auch vorkommen, dass du direkt an einem Fallbeispiel ein Problem "lösen" musst.
Erscheine pünktlich zu dem Termin und in angemessener Kleidung, die zu der Branche und der Unternehmenskultur passt. Aktueller Vorteil in Zeiten von Online-Terminen: du kannst nebenbei auf deine Notizen schauen. Nutze am Ende des Gesprächs die Zeit, deine Fragen loszuwerden. Und denk immer dran: nicht nur du sollst zu dem Unternehmen passen, sondern das Unternehmen auch zu dir.
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