Tipps wie du erste Sahne Essays für die Uni schreibst: FAQ

Inhaltsübersicht
- Was ist ein Essay
- Richtlinien
- Aufbau
- Hinweise
- Essay vs. Seminararbeit
- Häufige Fehler, die du beim Schreiben eines Essays für die Uni vermeiden solltest
Was ist ein Essay?
Der Name Essay wird aus dem Französischen (essai) und dem Griechischen (exagium) hergeleitet, was so viel wie eine Art Probe oder ein Versuch bedeutet. Im Grunde soll der Autor ein bestimmtes Thema diskutieren, welches im Gegensatz zu einem Aufsatz mehr Kreativität und Einfallsreichtum abverlangt. Meistens handelt es sich dabei um eine literarische oder wissenschaftliche Fragestellung, die in kurzer, aber trotzdem anspruchsvoller Form behandelt werden soll. Trotzdem gibt es einige Richtlinien, an denen du dich orientieren solltest.
Richtlinien eines Essays
1. Was ist der Zweck eines Essays?
Ein Essay stellt die Haltung des Autors (in diesem Fall deine) zu einem bestimmten Thema dar. Du sollst den Leser von deiner Perspektive überzeugen. Subjektivität ist ausdrücklich erwünscht.
2. Wie sollte ich meine Argumente darstellen?
Deine Argumente sollten gut mit Beispielen, Quellen, relevanten Daten und eventuell auch verschiedenen Blickwinkeln untermauert werden. Belege verstärken deine Position und machen deine Argumentation überzeugender. Außerdem hilft es, deinem Essay Kontext zu geben, um das Thema klar einzuleiten.
3. Darf ein Essay voreingenommen sein?
Ja! Anders als wissenschaftliche Arbeiten sollen Essays die persönliche Meinung des Autors hervorheben. Sie dürfen (und sollen) subjektiv sein. Als Autor entscheidest du selbst, worauf du den Schwerpunkt legst.
4. Welchen Sprachstil sollte ich verwenden?
Essays sind sehr persönlich. Ein emotionaler Schreibstil passt daher gut. Du kannst Metaphern benutzen, sarkastisch sein oder übertreiben – all das sind erlaubte Stilmittel, solange du sie sinnvoll einsetzt.
5. Wie kann ich meinen Essay für Uni-Bewerbungen überzeugender machen?
Die Zulassungsstellen achten auf mehrere Dinge: deine Fähigkeit, klar und strukturiert zu schreiben, eine erkennbare Haltung, logisches Denken und die richtige Verwendung unterstützender Mittel wie Beispiele und Fallstudien.
Der Leser sollte nicht nur deine Sichtweise verstehen, sondern auch das Warum dahinter.
6. Gibt es Regeln für den Aufbau eines Essays?
Ja, ein gewisser Aufbau ist notwendig.
Essays folgen in der Regel der Struktur Einleitung – Hauptteil – Schluss. Absätze dienen als Trennung, Überschriften werden jedoch meist vermieden.
7. Soll ich Quellen in meinem Essay verwenden?
Auf jeden Fall! Quellen können deine Argumente stützen, auch wenn sie nicht immer verpflichtend sind (schau zur Sicherheit auf der Website deiner Uni nach).
Ein Abschnitt „Quellen“ am Ende deines Essays ist sehr gute Praxis. Seiten wie Plagiarism.org bieten hilfreiche Infos dazu, wie du richtig zitierst, Zitate und Fußnoten nutzt, was ein Literaturverzeichnis ist und wie du es aufbauen kannst.
8. Worin unterscheidet sich ein Essay von einer wissenschaftlichen Arbeit?
Eine wissenschaftliche Arbeit ist objektiv und beweisorientiert, während ein Essay subjektiv und meinungsbasiert ist. Essays legen den Fokus auf persönliche Argumentation, kreativen Stil und rhetorische Wirkung.
Unis verlangen im Bewerbungsprozess oft ein Essay anstelle einer wissenschaftlichen Arbeit, weil es persönlicher ist und sich daher besser zur individuellen Beurteilung eignet.
9. Wie viel Wert sollte ich auf Kreativität legen?
Kreativität ist zentral beim Essay-Schreiben. Dein Text sollte herausstechen – zum Beispiel durch persönliche Anekdoten, Humor oder andere stilistische Mittel.
10. Was sollte ich beim Schreiben eines Essays vermeiden?
Vermeide es, zu objektiv oder zu akademisch zu schreiben. Verzichte außerdem auf Überschriften und achte darauf, Stilmittel (Sarkasmus, Übertreibung) nicht zu oft oder unpassend einzusetzen.
Der Aufbau eines Essays
Einleitung
Die Einleitung muss das Thema des Essays klar benennen.
Stelle das Thema vor und betone sofort, warum es dir wichtig ist. Hier legst du auch deinen Standpunkt dar, den du später im Essay ausführlicher begründest. Ein sogenannter „Hook“ (zum Beispiel ein Zitat, eine Statistik oder eine rhetorische Frage) macht die Einleitung spannender.
Hauptteil
Der Hauptteil enthält Argumente, Beispiele, Thesen und Belege, die deinen Standpunkt untermauern.
Deine Argumentation sollte klar sein und den Leser dazu anregen, sich mit deiner Sichtweise zu identifizieren und sie im Idealfall zu übernehmen. Verwende dabei eine Methode, die sowohl zum Thema als auch zu deinem Schreibstil passt. Es ist sinnvoll, relevante Daten und Statistiken einzubringen, um deine Argumente zu stärken. Übergangssätze zwischen den Absätzen sind wichtig, um einen flüssigen Text zu gewährleisten.
Schluss
Der Schluss knüpft an die Einleitung an und erinnert den Leser daran, welche Ausgangsperspektive du hattest.
Halte den Schluss kurz, aber dennoch umfassend: Fasse die wichtigsten Punkte zusammen und gib eine klare Darstellung deiner Antwort. Beende den Essay mit einem starken Schlusssatz – sei es ein Aufruf zum Handeln, ein prägnanter Gedanke oder ein Ausblick in die Zukunft. So hinterlässt du beim Leser einen bleibenden Eindruck.
Allgemeine Hinweise
Do’s und Don’ts bevor du deinen Essay abgibst
Do's
✔ Stelle deinen Standpunkt in der Einleitung klar dar.
✔ Untermauere jedes Argument mit Beispielen oder Belegen.
✔ Verwende Übergänge zwischen den Absätzen, um den Text flüssig zu machen.
✔ Füge einen kurzen Schluss hinzu, der auf die Einleitung zurückverweist.
✔ Ergänze einen „Quellen“-Abschnitt, wenn du Material verwendet hast.
✔ Lies den Text Korrektur – achte auf Grammatik, Rechtschreibung und Verständlichkeit.
Don'ts
✘ Schreib nicht zu objektiv – halte deine Stimme und Meinung stark.
✘ Übertreibe es nicht mit Stilmitteln (Sarkasmus, Übertreibungen) – setze sie gezielt ein.
✘ Verwende keine Zwischenüberschriften – Absätze sind die bessere Strukturierung.
✘ Lass Argumente nicht unausgereift – füge Begründungen, Statistiken, Zitate und Fallbeispiele hinzu, um sie zu stärken.
✘ Vergiss nicht, Formatierung und Anforderungen an die Wortzahl zu überprüfen.
Essay vs. Seminararbeit
Einigen Studierenden fällt es schwer, einen Unterschied zwischen einer Seminararbeit und einem Essay zu erkennen. Die folgende Tabelle hilft dieses Problem aus der Welt zu schaffen und bietet einen klaren Überblick über die prägnantesten Differenzen der beiden Textformen.
| Essay | Seminararbeit |
|---|---|
| subjektive Darstellung einer Fragestellung bzw. einer bestimmten Meinung | objektive Veranschaulichung über einen größeren Forschungsgegenstand |
| eigene Argumente finden und Standpunkte darstellen, was auch einseitig ausfallen kann | die genannten Perspektiven anhand von Literatur, Internet, Interviews und andere Quellen objektiv darzustellen |
| Zitate sollen soweit wie möglich verhindert werden | Nutzung von vielen Zitaten und Quellen, um die Forschungsarbeit hinreichend zu hinterlegen und begründen zu können |
| subjektiv | objektiv |
Aus Tabelle 1 kommt eindeutig hervor, dass Seminararbeiten im Gegensatz zu Essays auf explizite Quellen zurückgreifen, welche unerlässlich sind. Es geht darum, einen Forschungsgegenstand anhand von der Literatur und sonstigen Quellen darzustellen und zu hinterlegen. Subjektive Meinungen des Verfassers sind im Gegensatz zum Essay nicht gewünscht, sondern die objektive Darstellung ist essentiell. Essays sind im Vergleich zu Seminararbeiten also subjektiver gestaltet, und leben von den eigenen Meinungen und Standpunkten des Autors, um seine eigene persönliche Denkweise und Einstellung zu dem jeweiligen Thema klarzulegen und dem Leser zu vermitteln. Welche Hinterlegungen er dafür nutzt, bestimmt der Herausgeber selbst, so kann er die Argumente in eine bestimmte Richtung lenken.
Häufige Fehler, die du beim Schreiben eines Essays für die Uni vermeiden solltest
- Zu vage formuliert: Vermeide allgemeine Aussagen, die keinen Mehrwert bieten. Hab keine Angst davor, klar Stellung zu beziehen – auch wenn du befürchtest, dass es polarisieren könnte. Wichtig ist, dass du deine Haltung mit Belegen untermauerst.
- Zu viel Fachjargon: Schreibe einfach und verständlich. Eine klare Sprache macht deinen Text für mehr Leser zugänglich.
- Die Aufgabenstellung ignorieren: Essay-Fragen an der Uni haben oft konkrete Anforderungen. Achte beim Schreiben darauf, dass du dem Thema folgst und jeder Absatz mit deiner zentralen These verknüpft ist.
- Schwache Schlussfolgerungen: Wiederhole nicht nur die Einleitung. Der Schluss ist das Letzte, was der Leser sieht, gestalte ihn stark und prägnant.
- Schlechtes Zeitmanagement: Nimm dir genug Zeit. Entwirf den Essay frühzeitig und überarbeite ihn später in Ruhe.
- Fehlendes Korrekturlesen: Tippfehler und Grammatikfehler schwächen selbst einen guten Essay. Lies deinen Text vor der Abgabe immer noch einmal gründlich durch.
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