Studiengänge mit Zukunft

Aktualisiert am 15. Mai 2025
Inhaltsübersicht
- Definition
- Massenstudienfächer
- Faktoren
- Arbeitslosenquote und wirtschaftliche Bedingungen
- Zusammenfassung
Definition
Zukunftsorientierte Studiengänge sollen gute Berufsaussichten und attraktive Gehälter bieten. Generell haben Akademiker\:innen einen unterdurchschnittlichen Anteil an der Arbeitslosenquote – wobei das natürlich stark von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängt.
Das bedeutet, dass die Jobaussichten für Absolvent\:innen in (fast) allen Bereichen gut sind. Besonders zutreffend ist das für die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Trotzdem sind auch viele andere Studiengänge gleichermaßen gefragt und erfüllen diese Kriterien.
In den letzten Jahren sind auch Studiengänge, die sich mit der Schnittstelle zwischen Datenanalyse und KI beschäftigen, immer beliebter geworden. Das liegt an allgemeinen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt und der steigenden Nachfrage nach Mitarbeitenden mit zukunftsorientierten digitalen Kompetenzen.
Was sind Massenstudienfächer?
Massenstudienfächer sind, wie der Name schon verrät, beliebte Studiengänge, die jährlich von vielen besucht und absolviert werden. Das stellt für die Jobsuche ein Risiko dar, da der Markt der Absolventen sehr groß ist und Zusatzqualifikationen sowie Noten durchaus sehr wichtig sind. Beispiele für solche Studiengänge sind Betriebswirtschaft oder Wirtschaftswissenschaften.
Faktoren
Welche Faktoren berücksichtigt werden müssen, um herauszufinden, was ein Studium mit Zukunft ausmacht, gibt es eine Checkliste.
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Aktueller Arbeitsmarkt
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes sollte bei der Wahl für ein Studienfach gut beobachtet werden. Tendenziell ist zu sagen, dass die sogenannten MINT-Studiengänge seit Jahren unangefochten an der Spitze der Studiengänge mit Zukunft stehen.
MINT-Studiengänge
Wie oben bereits erwähnt, steht das Akronym für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Studiengänge, die den Fortschritt und die Innovation vorantreiben, weshalb sie auch als sehr zukunftssicher gelten. Darunter fallen z.B. folgende Studiengänge:
- Physik
- Maschinenbau
- Elektrotechnik
- Mathematik
- Wirtschaftsingenieurwesen
- Biologie
- Informatik
- Chemie
Trotzdem gibt es auch Nicht-MINT-Studiengänge, die auch im Jahr 2020 noch gute Zukunftsaussichten haben. Darunter fallen beispielsweise Medizin, Rechtswissenschaften oder Lehramt. Das Know-how dieser Absolventen kann nur sehr schwer automatisiert werden und aus diesem Grund ist diese Studienwahl ebenfalls sehr sicher.
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Gehalt
Die Tabelle zeigt den Bruttojahresgehalt in Euro inklusive dem Urlaubsgeld und sonstigen Prämien der jeweiligen Branche.

Wie bereits erwähnt sind Ärzte nicht sehr gefragt, sondern gehören auf Platz eins der Top-Verdiener mit einem Bruttojahresgehalt von 64.110,06 €, dicht gefolgt von IT und Ingenieuren. Der Bereich Pflege und Therapie findet sich im unteren Bereich mit 33.445,91 € wieder.
Bei den in der Tabellen genannter Bruttojahresgehälter handelt es sich um Richtwerte, die variieren können. Wie hoch die Bezahlung am Ende wirklich ist hängt mit vielen Faktoren zusammen. Darunter der Standort und die Zusatzqualifikationen (Berufserfahrung, Praktika, Notendurchschnitt).
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Interesse
Die persönliche Leidenschaft spielt eine wichtige Rolle, auch wenn die Gehälter der Akademiker stark auseinandergehen. Sozialarbeiter verdienen beispielsweise im Schnitt nur die Hälfte von Wirtschaftsingenieuren.
Auch wenn der Faktor Berufsaussichten ein Faktor ist, der nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist es wichtig, ein Studium zu wählen, welches dich auch wirklich interessiert und bei dem du dir vorstellen kannst, auch den Job auszuüben. Wie bereits erwähnt, gibt es zahlreiche Studiengänge, die obwohl sie nicht zu den MINT-Fächern gehören, immer gefragt sein werden und auch gut bezahlt werden. Die gute Nachricht ist, dass die Arbeitslosenquote der Akademiker sehr gering ist und deshalb jeder ein Fach finden kann, dass ihm Freude bereitet und mit dem man auch erfolgreich ins Berufsleben starten kann. Fehlendes Interesse führt nur dazu, dass die Motivation fehlt und das Studium abgebrochen wird oder mit schlechten Noten abgeschlossen wird. Wenn das der Fall ist, ist es ratsam einen anderen Ausbildungsweg einzuschlagen.
Arbeitslosenquote und wirtschaftliche Bedingungen
Deine Studienwahl hängt eng mit deinem späteren Beschäftigungspotenzial zusammen. Dieses Potenzial wird durch die wirtschaftlichen Bedingungen in deiner Stadt, deinem Bundesland oder deinem Land beeinflusst – und darüber hinaus auch durch die globale wirtschaftliche Lage.
In Deutschland ist die Arbeitslosenquote im März 2025 auf 6,3 % gestiegen (Quelle: DW). Während die Verluste besonders stark in der Automobilindustrie spürbar sind, ist dies bereits das zweite Jahr, in dem Deutschland mit einem schrumpfenden Arbeitsmarkt und einer vergleichsweise hohen Zahl an Arbeitslosen zu kämpfen hat. Diese Entwicklung zeigt sich auch global: Die weltweite Arbeitslosenquote liegt weiterhin stabil bei 4,8 % – ein Wert, der sich seit März 2023 kaum verändert hat.
Auch wenn dich diese Zahlen nicht grundsätzlich davon abhalten sollten, einen Studiengang zu wählen, für den du brennst, ist es dennoch ratsam, vorsichtig zu sein. Wenn du feststellst, dass dein gewünschter Studiengang eine hohe Arbeitslosenquote aufweist (unabhängig von der Region), ist es oft klüger, dich für einen anderen Studiengang zu entscheiden.
Eine vollständige Liste von Studienfächern, sortiert nach Beschäftigungsfähigkeit, findest du hier.
Aber denk daran: Korrelation ist nicht gleich Kausalität. Bodenkunde steht ganz oben mit einer Arbeitslosenquote von nur 0,37 %. Klinische Psychologie hingegen hat eine Quote von 9 %. Das ist für angehende Psycholog\:innen zwar nicht besonders ermutigend – aber bedenke: Die Zahl der Studierenden in Bodenkunde ist wahrscheinlich nur ein Bruchteil von denen, die Psychologie studieren.
Zusammenfassung
Es ist durchaus wichtig, zu wissen, wie zukunftssicher sein Traum-Studium wirklich ist. Der aktuelle Markt und die Wirtschaftssituation spielen eine wichtige Rolle, trotzdem darf man sich nicht nur von Gehaltsaussichten. beeinflussen lassen und sollte ein Studium wählen, welches seinen Interessen entspricht.
Es ist nicht ratsam, ein MINT-Studienfach zu belegen, lediglich um gute Jobaussichten zu haben. Gibt es einen Studiengang, für den du brennst, solltest du dich für diesen entscheiden. Die Arbeitslosenquote ist unter Absolventen sehr gering, wodurch man, vor allem mit Zusatzqualifikationen wie Praktika oder Nebenjobs, gute Voraussetzungen mitbringt.
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