Die richtige Prüfungsvorbereitung für Mathe, Physik & Mechanik

Aktualisiert am 14. Mai 2025
Inhaltsübersicht
- Von Anfang an dabei sein
- Vorlesungen, Übungen, Tutorien
- Altklausuren
- Rechnen
- Kontinuität
- Nicht aufgeben
- Finde heraus, was für dich funktioniert
Die Covid-19-Pandemie hat die Herangehensweise von Universitätsstudenten im Jahr 2025 an das Studium verändert. Digitales Lernen ist heute fester Bestandteil traditioneller Lernmethoden – und hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Als Segen könnte man ganz klar die bessere Zeiteinteilung oder die Zeiteinsparung erwähnen, da wir 24/7 auf Lernplattformen sowie Vorlesung- und Übungsinhalte zugreifen können und das Pendeln nicht mehr notwendig ist. Doch das Lernen in Präsenz bietet Vorteile: Der Aufbau eines sozialen Netzwerks mit Kommilitonen und der direkte Kontakt zu Lerngruppen. Eine Gruppe mit gegenseitigem Austausch und Zusammenhalt ist gerade bei der Prüfungsvorbereitung sehr wichtig und kann letztendlich entscheidend für das Erreichen einer bestimmten Note sein.
Gerade für die Module Mathematik, Physik und Mechanik ist es sehr vorteilhaft in Gruppen zu lernen, da diese Module definitiv eine große Herausforderung für die meisten Teilnehmer darstellen. An vielen Unis und Fachhochschulen spricht man auch von dem sogenannten "Aussieben". Das Aussieben bezieht sich auf die Studierende, welche die schwierigen Module nicht bestanden haben. Desto bedeutsamer ist es diese Module als eine Art "Meilenstein" im Studium zu setzen und die Energie in Richtung dieser Prüfungen fließen zu lassen.
Dieser Beitrag soll sich an jene technisch-ingenieurwissenschaftlichen Studierenden richten, die das Ziel verfolgen, die Prüfungen in Mathe, Physik oder Mechanik zu belegen. Es ist nicht unmöglich diese Module zu bestehen, es erfordert lediglich viel Arbeit, Disziplin und Geduld. Es mag sein, dass das Ziel noch weit entfernt ist, aber mit jedem Tag nährt sich der Studierende dem Ziel.
Tipp Nr. 1- Von Anfang an dabei sein!
Vorkurse, Hausaufgaben, Übungen
Die meisten Unis & Fachhochschulen bieten ihren Studierenden die Möglichkeit an diversen Vorkursen, insbesondere für die Mathematik teilzunehmen.
- Diese sind besonders empfehlenswert, um sich den Stoff noch intensiver anzueignen oder um etwas Neues zu lernen (abhängig des Kenntnisstands des Studierenden).
- Es ist wichtig, dass du alle Aufgaben, Übungen und Hausaufgaben erledigst.
Tipp Nr. 2 - Vorlesungen, Übungen und Tutorien
Sind alle Veranstaltungen empfehlenswert zu besuchen?
Für technisch-ingenieurwissenschaftliche Module gilt der Grundsatz: “Mehr ist mehr.”. Es gibt eine eindeutige Korrelation zwischen der Häufigkeit der “Teilnahme an Vorlesungen, Übungen ,Tutorien” und dem “Bestehen einer Klausur”. Damit soll nicht ausgesagt werden, dass der Besuch zu jeder einzelnen Veranstaltung letztendlich entscheidend für die Note ist, aber er kann ein großer Faktor dafür sein, dass Studierende eine bessere Note erlangen. Ein Grund dafür ist, dass Studierende die Veranstaltungen regelmäßig besuchen disziplinierter und motivierter sind und den Drang verspüren die Aufgaben schnellstmöglich zu erledigen im Vergleich zu Studierende, welche die Veranstaltungen nur sporadisch besuchen und Aufgaben aufschieben.
Vorlesungen
Es ist nicht zwingend notwendig jede Vorlesung zu besuchen aber äußerst empfehlenswert jede Vorlesung, unabhängig davon ob du daran teilgenommen hast, nachzuarbeiten.
- Vorlesung geben Auskunft über die Inhalte, die dem Professor bei einer Klausur wichtig oder eher unwichtig sind.
- In Vorlesungen werden diverse Beispiele erläutert, auf die der Student in der Prüfung zurückgreifen kann.
- Spezifische Fragen zum Inhalt der Vorlesung können hier ebenfalls geklärt werden.
Übungen
Übungen können klausurrelevant sein.
- In den meisten Klausuren wird meistens mindestens eine zuvor berechnete Übung mit eingebunden, sodass es durchaus sinnvoll ist an Übungen teilzunehmen.
- Oftmals, wird auch ähnliche Übungsaufgabe gestellt, die kleinere Modifikationen beinhalten.
- Man kann in Übungen den augenblicklichen Kenntnisstand testen und das theoretische Wissen anhand von technischen Problemen festigen.
- Übungen sollten daher vor jeder Klausur nochmal wiederholt werden!
Tutorien
Der Besuch von Tutorien ist ratsam, wenn du ein gewisses Thema oder eine gewisse Aufgabe nicht auf Anhieb verstehst. In diesem Fall kannst du die Tutoren direkt befragen. Sie arbeiten häufig mit den Dozenten und Professoren eng zusammen und stehen für alle Fragen bereit. Tutorien werden allerdings nicht für jedes Modul angeboten, da eine gewisse Nachfrage existieren sollte und das finanzielle Budget der Uni und Hochschule ausreichend vorhanden sein muss.
Hier noch einmal die prägnantesten Vorteile der Tutorien:
- Klärung von Aufgaben (Übung, Hausaufgaben, etc..)
- Inhaltlicher Wissenstransfer zwischen Tutor und dem Studenten
- Tipps, Tricks die in der Klausur hilfreich sein könnten
- Austausch mit anderen Kommilitonen
Tipp Nr. 3 - Die Beschaffung von Altklausuren
Warum sind Altklausuren essentiell für die Prüfungsvorbereitung?
Um sich bestmöglich auf Klausuren vorbereiten zu können, sind Altklausuren inkls. Lösungen absolut notwendig. Häufig gibt es bereits alte Klausuren online wie auf zum Beispiel bei Studydrive. Falls dies nicht der Fall sein sollte, ist es empfehlenswert deine Kommilitonen zu fragen, die dir bestimmt damit weiterhelfen können.
Altklausuren sind extremst wichtig, weil …
- sie die Inhalte widerspiegeln, die wichtig und klausurrelevant sind.
- sie eine Tendenz dafür geben, wie zeitaufwendig das Lernen der Inhalte (noch) ist.
- sie die Schwierigkeitsstufe der realen Prüfungsaufgaben darstellen.
Tipp Nr. 4 - Rechnen was das Zeug hält
Desto mehr Aufgaben du löst, desto erfahrener wirst du.
Auch hier gilt wieder der folgende Grundsatz: “Mehr ist mehr.”
In vielen Fällen basieren Klausuren auf modifizierten Aufgaben der Altklausuren und Übungen. Umgekehrt, gibt es in jeder Klausur mindestens eine, zwei oder mehrere neue Aufgaben, die du zu bewältigen hast.
Um die Aufgaben optimal lösen zu können ist es unentbehrlich, dass du etliche Problemlösungen kennst und in deine “Tool-Box” greifen kannst, um diese Aufgaben zu lösen. Daher solltest du dir vorab:
- ein fundamentales Wissen angeeignet haben.
- mit vielen Problemlösungen beschäftigt haben.
- mit der Lösung diverser Aufgaben beschäftigen.
- Außerdem solltest du...
- selbst, viele Aufgaben rechnen und deinen Wissensstand regelmäßig überprüfen.
Durch das Rechnen vieler Aufgaben, wird man sicherer im Umgang mit schwierigen Aufgaben und der Erfüllung der Erwartungen der Professoren. Darüber hinaus gibt es einen positiven psychologischen Nebeneffekt.
Tipp Nr. 5 - Die Kontinuität
Warum ist die Kontinuität so wichtig?
Wenn du dich für technische Module vorbereitet, die “Rechnen” erfordern, ist es ratsam dies kontinuierlich zu tun. Es ist Fakt, dass das Gehirn bei einer längeren Pause, ohne erneutes Lernen, bereits das meiste nicht wieder abrufen kann. Aus diesem Grund, ist es essentiell…
- kontinuierlich zu üben oder zu rechnen.
- keine zu langen Pausen zwischen dem Lernen zu machen (maximal zwei bis drei Tage), um in Flow zu bleiben.
- das Gelernte regelmäßig zu wiederholen (Karteikarten, wichtige Rechenschritte, Kochrezepte, Beispielrechnungen …)
Tipp Nr. 6 - Nicht Aufgeben
Wie geht man vor, wenn man eine Prüfung nicht bestanden haben sollte?
Es ist vollkommen normal Prüfungen nicht zu bestehen. Fakt ist nämlich, dass die meisten Studierenden durch Mathe, Physik, Elektrotechnik, Thermodynamik oder Mechanik im ersten Versuch durchfallen. Das hat auch seinen berechtigten Grund. Gerade solche Module sind am schwierigsten im gesamten Studienverlauf und je nach Universität oder Fachhochschule gibt es kaum oder wesentliche Unterschiede zwischen den Schwierigkeitsgrad dieser Prüfungen.
Falls du merken solltest, dass deine Leistung für eine oder mehrere Prüfungen nicht ausreichend war,
- spreche mit anderen Kommilitonen, die eventuell in der ähnlichen Situation waren.
- reflektiere deine vorherige Vorgehensweise… Was könntest du verbessern? Wo gab es Defizite?
- besuche die Klausureinsicht … Wo gab es tatsächlich Defizite? Hat der Professor dich richtig bewertet? Wie knapp bist du durchgefallen?
- motiviere dich und erstelle dir einen neuen Lehrplan, der deine Defizite abdeckt.
- suche dir jemanden, der dir bei themenspezifischen Fragen erklären kann, wie die Aufgabe genau zu lösen ist.
- Neustart
Zum Abschluss ist es wichtig zu erwähnen, dass die Chance zum Bestehen oder die Chance eine gute Note zu erreichen mit den obigen genannten Tipps bedeutsam höher sein wird, mit der Voraussetzung, dass du diese auch beherzigst und verfolgst. Diese Ratschläge garantieren jedoch nicht, dass du deine Prüfungen aufjedenfall bestehen wirst, da das Bestehen sehr stark von deiner Vorbereitung und der Tagesform abhängt.
Tipp Nr. 7 – Finde heraus, was für dich funktioniert
Der Schlüssel zum Bestehen einer Prüfung ist herauszufinden, welche Lernmethode(n) für dich am besten funktioniert/ funktionieren.
Bei Fächern wie Mathe oder Physik ist das Verstehen besonders wichtig. Mathematik kann man nicht einfach auswendig lernen – man muss sie wirklich begreifen. Unser Tipp: Erstelle dir einen Lernplan, der darauf ausgerichtet ist, dein Verständnis des Fachs zu vertiefen. Das kannst du zum Beispiel so tun:
- alte Übungsaufgaben durchgehen
- Vorlesungsnotizen und Zusammenfassungen lernen
- ein Formelblatt erstellen
- mit Karteikarten wichtige Konzepte wiederholen
- Fragen mit Dozent:innen oder Kommiliton:innen klären
Denk daran: Es ist völlig normal, dass ein Lerntrick, der deinem Freund hilft, bei dir vielleicht nicht funktioniert. Probiere verschiedene Methoden aus, schau, was bei dir am besten wirkt – und bleib dran!
Um die perfekten Lernunterlagen für deine kommende Klausur zu finden schau doch mal bei Studydrive vorbei.
Hier findest du viele, viele kostenlose Lernunterlagen, Übungsblätter, Altklausur-Lösungen und kannst dich mit anderen Studis austauschen.