Prüfungsstress

Inhaltsübersicht
- Woher kommt der Stress
- Was ist Prüfungsstress
- Probleme bei Prüfungen
- Gegen den Stress
- Vor der Prüfung
Am Ende jeden Semesters stehen sie wieder an: Die Prüfungen. Je näher sie kommen, desto größer wird der Stress. Aber was kannst du dieses Mal machen, damit es nicht so stressig wird?
Erkennen, woher der Stress kommt
Zu Beginn musst du dir erst einmal darüber klar werden, woher dein Stress kommt. Liegt es daran…
...dass du in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit Prüfungen hattest?
... dass du dich nicht gut genug vorbereitet fühlst?
... dass du überfordert bist und nicht weißt, wo du anfangen sollst?
Bei einer Befragung von Student:innen an verschiedenen Universitäten in ganz Deutschland, waren die häufigsten genannten Gründe für den Stress:
- Zeitdruck
- Leistungsdruck
- Überforderung
- Erwartungsdruck
- Nervosität/innere Unruhe
Hier findest du Tipps, was du dagegen machen kannst.
Was ist Prüfungsstress und wieso ist er so ein Problem?
Prüfungsstress hat bei vielen denselben Auslöser. Beispielsweise zählt seit der Einführung des Bachelor- und Master-Systems beinahe jede Prüfung für die Endnote. Dazu kommt, dass häufig viele Prüfungen in kurzer Abfolge geschrieben werden müssen und du selbst sehr hohe Erwartungen an dich hast.
Das alles erhöht den Druck auf die Leistungen der Studierenden, was sich dann sowohl körperlich als auch geistig auswirken kann. Die häufigsten Symptome, die dabei auftreten, sind schlechter und verkürzter Schlaf, Panikattacken, Schweißausbrüche sowie Denkblockaden, welche sogar zu einem kompletten Blackout führen können.
Probleme bei Prüfungen und Vorbereitung
Der größte Druck, die Klausuren zu bestehen, kommt normalerweise von uns selbst. Die Universität akzeptiert hingegen, dass nicht jede:r Studierende in jeder Prüfungsphase alle Klausuren bestehen kann und hat dafür ein System entwickelt.
Die Universität bietet die Möglichkeit, Prüfungen zweimal, dreimal an manchen Universitäten sogar viermal zu schreiben. Daher ist es überhaupt nicht schlimm, wenn du mal eine Prüfung nicht beim ersten Versuch bestehst und diese dann nochmal schreiben musst. Manchmal ist es sogar von Vorteil, die Klausur einmal geschrieben und nicht bestanden zu haben, weil du dann weißt, was nächstes mal auf dich zukommt und wie du dich besser vorbereiten kannst.
Die Vorbereitung an der Universität hängt dabei, anders als in der Schule, komplett von dir ab.
- Fang früh genug an zu lernen (ein Monat vor den Prüfungen reicht meistens nicht!)
- Mach dir klar, wo deine Stärken und Schwächen liegen
- Mach dir einen zeitlich geregelten Lernplan, damit du alle Fächer abdeckst
Bei den Stärken und Schwächen unterscheidet man zwischen fachlichen Skills und Soft-Skills. In welchen Fächern bist du gut? Welche machen dir Spaß? Kannst du schnell auswendig lernen? Wie gut kannst du dich konzentrieren?
Anhand dieser Faktoren solltest du deinen Lernplan aufbauen. Das bedeutet, dass du dir für die Fächer, in denen du eher Problem hast, auch mehr Zeit geben solltest. Wenn du schnell im auswendig lernen bist, kannst du Fächer bei denen das der Hauptbestandteil ist auch weiter nach hinten schieben. Ein weiterer Tipp ist, nach einem Fach dass dir nicht liegt, eines zu lernen, dass dir Spaß macht, um die Motivation aufrecht zu erhalten. Wenn du dir dann so einen kompletten Plan erstellt hast, musst du diesen nur noch einhalten. Das sollte dir ein gutes Gefühl geben und Stress vorbeugen.
Wichtig beim Erstellen eines Plans ist, dass du realistisch bist und dir nicht zu viel vornimmst. Sonst wird die Motivation schnell zum Frust.
Die wichtigsten Punkte, wenn der Stress schon da ist
Sobald der Stress dann da ist, wirst du ihn auch nicht mehr so leicht los. Doch dann gibt es immer noch Punkte, die du unbedingt ausprobieren musst, um gegen ihn zu wirken. Dabei solltest du aber bedenken, dass ein gesundes Maß an Stress gar nicht schlecht ist, weil es dich antreibt dranzubleiben und mehr zu machen.
- Setze dir realistische Ziele mit Zeitangaben. Daran kannst du zum einen feststellen, ob du gut vorankommst oder mehr Zeit für dieses Fach benötigst und zum anderen hast du ein Erfolgserlebnis, wenn du es schaffst. Dieses motiviert dich im besten Fall so sehr, dass du bereit bist direkt weiter zu lernen.
- Mache nach langen Lernabschnitten eine Pause und wechsel die Aufgabe, wenn du an einer Aufgabe lange arbeitest und merkst, dass es weder vor noch zurück geht. Nur weil eine Aufgabe mal nicht klappt, bedeutet es nicht, dass du zu schlecht dafür bist. Manchmal hat man einfach nicht den richtigen Ansatz zur Lösung, davon darfst du dich aber nicht noch mehr stressen lassen.
- Suche dir einen Ausgleich um nach (oder vor) dem Lernen, den Kopf frei zu kriegen und dich zu entspannen. Das ist vor allem wichtig, damit du zur Ruhe kommst und dich erholen kannst. Dafür kannst du zum Beispiel bevor du anfängst zu lernen einen Spaziergang machen, damit du genug frische Luft hast, um dich danach lange zu konzentrieren. Nach dem Lernen könntest du dann meditieren oder Sport machen, um dich wieder von dem Stress abzulenken und um zur Ruhe zu kommen.
Die letzten Schritte kurz vor der Prüfung
In den letzten 7-14 Tagen vor den Prüfungen solltest du früh genug ins Bett gehen und ausreichend lange schlafen, um erholt zu sein (falls du das davor nicht gemacht hast, um mehr Zeit zum Lernen zu haben). Mach dir nochmal klar, was du alles kannst und vertraue darauf, dass du mit deinem Wissen, die Prüfung sehr gut absolvieren wirst.
Versuche am letzten Tag vor der Prüfung, nichts Neues mehr zu lernen und gehe in deinem Kopf einfach nochmal die Dinge durch, die du weißt. Das gibt dir das Gefühl, dass du diese bis zum nächsten Tag nicht vergessen wirst.
Und denk wieder daran, dass wir alle schon durch Prüfungen gefallen sind und es keine Schande ist, sie noch ein weiteres mal zu schreiben!
Ein weiterer Tipp für die perfekte Prüfungsvorbereitung ist Studydrive zu nutzen.
Hier findest du viele, viele kostenlose Lernunterlagen, Übungsblätter, Altklausur-Lösungen und kannst dich mit anderen Studis über die bevorstehende Klausur austauschen.