Tipps gegen Prüfungsangst

Bei dem bloßen Gedanken an die anstehenden Klausuren wird dir unwohl und du fragst dich, wie zum Geier du das alles schaffen sollst? Hier erfährst du, wie du diesem Gefühl ganz einfach aus dem Weg gehen kannst und was optimiertes Zeitmanagement damit zu tun hat.
Inhaltsübersicht
In Lösungen denken, nicht in Problemen!
Klingt simpel? Ist es auch! Hör auf das Ganze negativ zu sehen, denn egal wie hoch der Berg an bevorstehender Arbeit auch ist, du wirst ihn bewältigen können! Zweifel nicht an dir, sondern sag zu dir selbst, dass du das kannst. Und dann frag dich, wie du das am besten anstellen kannst. Setze dir ein (realistisches) Ziel und begib dich auf den Weg dorthin (beispielsweise mithilfe der SMART-Methode).
SMARTe Ziele setzen
Schon mal etwas von der SMART-Methode gehört? Falls nicht, ist es höchste Zeit dafür, denn mit dieser kannst du dir easy Ziele setzen und diese konkretisieren. Je konkreter du diese Ziele gestaltest, desto leichter kannst du an ihnen festhalten und sie verfolgen. Isso! Merk dir dafür einfach nur folgende Bedeutung des Acronyms:
- S – Spezifisch: Formuliere dein Ziel konkret mit möglichst wenigen Worten (z.B. Klausurenphase erfolgreich meistern)
- M – Messbar: Qualitative und quantitative Messgrößen bestimmen (z.B. vier Klausuren mit 2,x Zensur bestehen)
- A – Attraktiv: Setze dir selbst Anreize, die dich motivieren (z.B. weniger Stress in kommenden Semestern oder bessere Chancen für angestrebte Werki-Stelle)
- R – Realistisch: Nimm dir nicht zu viel vor! Dein Ziel sollte für dich machbar sein, ohne dich enorm unter Druck zu setzen. Beachte dabei beispielsweise die dafür verbleibende Zeit und deine eigenen Kapazitäten. Achtung: falscher Ehrgeiz kann sich möglicherweise kontraproduktiv auf deine Leistungen auswirken.
- T – Terminiert: Deadlines setzen. Normalerweise erledigt diesen Schritt bereits deine Uni für dich, indem sie dir einen Klausurtermin oder eine Deadline für deine Hausarbeit gibt. Aber wenn du beispielsweise an deiner Bachelorarbeit schreibst, musst du dir selbst Gedanken über einen realistischen Zeitplan machen.
Ein kurzes Beispiel zur Anwendung dieser Methode:
NICHT: „Ich will möglichst viele Prüfungen bestehen.“
SONDERN: „Ich werde in der kommenden Klausurenphase vier Klausuren mit einer 2,3 bestehen, damit ich anschließend ein besseres Zeugnis und somit auch bessere Chancen bei meinem Wunsch-Arbeitgeber habe. Um dies zu erreichen werde ich jeden Tag vier Stunden effektiv lernen und zwischendurch kurze Pausen einlegen.“
Erstelle (d)einen Timetable
Zeitmanagement spielt bei der Prüfungsvorbereitung eine zentrale Rolle! Denn meistens fängt man eben doch nicht gleich zu Beginn des Semesters an mit dem Lernen, weshalb du deine Zeit weise einteilen und dir folgende Fragen stellen solltest:
Wie viel Zeit bleibt mir noch bis zu den Prüfungen?
Was genau muss ich in dieser Zeit lernen?
Wie kann ich diesen Workload sinnvoll auf die verbleibende Zeit verteilen?
Für die Erstellung eines sinnvollen Zeitplans gibt es zwar kein Universalrezept - die folgenden Tricks werden dir aber bestimmt dabei helfen:
- Step by Step: Denke in Etappen. Brich jedes Modul in einzelne Teilaufgaben (z.B. Thema XY) herunter und liste dir diese am besten auf, um sie nach Abschluss abzuhaken.
- Finde deinen Rhythmus und nutze ihn zu deinem Vorteil: Zu welchen Zeiten bist du am produktivsten und wann schaffst du es beim besten Willen nicht, dich zu konzentrieren? Wenn du diese Frage für dich beantwortet hast, kannst du anfangen eine Art Stundenplan zu erstellen, in dem bspw. unproduktive Tageszeiten (z.B. „Mittagstief“) für Lernpausen genutzt werden, oder um den Arbeitsplatz aufzuräumen und zu sortieren.
- Habe immer dein Ziel vor Augen: und zwar nicht unbedingt das Ziel deine Klausuren mit Bestnoten zu bestehen, sondern im Idealfall das Ziel, welches du zuvor anhand der SMART-Methode definiert hast. Das wird dir helfen, am Ball zu bleiben und deine Motivation nicht zu verlieren. Erinnere dich also immer selbst daran, wofür du den ganzen Aufwand überhaupt betreibst.
- Have a break: Viele unterschätzen diesen Aspekt gerne, dabei spielt er eine nicht zu unterschätzende Rolle für den Lernerfolg. Pausen sind wichtig, damit dein Gehirn auch mal kurz aufatmen und das Gelernte besser verdauen kann.
Bleib dran!
Falls sich deine Motivation mal dem Ende neigen sollte, entspanne dich kurz und versuche es dann noch einmal. Chillen hilft einfach manchmal. Und tricks dein Hirn ein bisschen aus: Stelle dir einen Wecker, sagen wir 20 Minuten. 20 Minuten sind nicht viel, oder? Genau und deshalb versuchst du dich für diese Zeit zu konzentrieren und danach darfst du wieder aufhören. Der Trick? Oft kommt man genau dann in einen Workflow, wenn man sich nicht zum Lernen gezwungen fühlt. Was das heißt? Im besten Fall kommst du wieder in deinen Lern-Flow zurück ohne dich gezwungen zu fühlen und lernst freiwillig noch länger als diese 20 Minuten!
Last, but not least der vermeintlich einfachste Study-Hack:
Smartphone weg!
Im Idealfall im Spind der Bibliothek lagern. Falls du zuhause lernst, lege es in einen anderen Raum und/oder schalte es komplett aus. So kommst du gar nicht erst in Versuchung. Das Smartphone ist Ablenkungsfaktor-Nr.1 und diesen gilt es zu beseitigen, schließlich willst du effektiv mit dem Lernen vorankommen, oder?
Da du nun weißt, wie du mithilfe des richtigen Zeitmanagements und einer konkreten Zielführung deine Prüfungsphase optimal planen und weniger chaotisch gestalten kannst, steht deinem Erfolg nichts mehr im Wege.