Politikwissenschaften

Die Politikwissenschaften oder auch die Politologie bilden einen Teilaspekt der Sozialwissenschaften und sind mit vielen anderen Fächern verknüpft.
Sie setzen einen empirischen Schwerpunkt mit dem Ziel eine Expertise über politische Vorgänge zu erlangen. Bei der Untersuchung gesellschaftlicher Institutionen beleuchtet man dabei drei Punkte: deren Werte und Ziele, das tatsächliche Handeln und das politische System des Staates. Weiterhin geht die Politologie auf die Formen und Funktionsweise der politischen Ideen und die Beziehungen zwischen verschiedenen Staaten ein. Zu den Politikwissenschaften gehören Studiengänge wie Internationale Beziehungen und Staatswissenschaften.
Inhaltsübersicht
- Studieninhalte & Aufbau des Studiums
- Anforderungen & Bewerbungsverfahren
- Berufsperspektiven & Karrierechancen
- Fazit - Ist das Studium das Richtige?
- Studydrive - dein Begleiter im Studium
Studieninhalte & Aufbau des Studiums
Aufbau
Ein Studium der Politikwissenschaften umfasst für den Bachelorabschluss eine Regelstudienzeit von sechs Semestern und ist sowohl als Präsenz- als auch als Fernstudium möglich. Es ist hauptsächlich aus theoretischen Vorlesungen und Seminaren aufgebaut, welche mit Klausuren oder wissenschaftlichen Hausarbeiten abgeschlossen werden.
Die Inhalte der anfänglichen Veranstaltungen drehen sich vor allem um wissenschaftliche Arbeitsmethoden, empirische Erfassung (Statistik) und allgemeine Grundlagen. Diese Module sind Teil der ersten zwei bis drei Semester. Danach folgen Aufbauseminare, bei denen du aus bestimmten Themenbereichen deinen individuellen Schwerpunkt zusammenstellst. Falls du auf Lehramt studieren willst, brauchst du neben Politik noch ein weiteres Fach.
Am Ende steht dir eine Bachelorarbeit bevor, mit der du dir den Titel „Bachelor of Arts“ sicherst. Praktika sind ebenfalls Teil der universitären Ausbildung und müssen meist in der vorlesungsfreien Zeit absolviert werden.
Danach bietet sich dir die Option ein Masterstudium anzuhängen, das in der Regel vier Semester dauert. Die Auswahl an Studiengängen ist hierfür breit gefächert. Während deinem Weg zum Titel „Master of Arts“ oder „Master of Education“ verfasst du Thesenpapiere, Referate und Hausarbeiten, um deinen bereits gewählten Schwerpunkt noch weiter zu vertiefen. Für angehende Lehrkräfte sind zusätzliche Didaktik-Kurse unumgänglich.
Inhalt
Die Inhalte der Politologie haben ihre Ursprünge in vielen Disziplinen. Dazu gehören andere Sozialwissenschaften, Geschichtswissenschaften, Wirtschaft und Rechtswissenschaften. Auch die Themen innerhalb der Politikwissenschaften sind vielfältig. Von den Theorien hinter politischen Systemen über internationale Beziehungen bis hin zur Friedensforschung wird dir einiges begegnen. Ergänzt durch Statistik, Fremdsprachen und Datenverarbeitung bereitet dich das Studium auf eine Vielzahl beruflicher Perspektiven vor.
Genauer gesagt wirst du dich mit der genauen Analyse politischer Funktionsweisen rund um den Globus und deren Zusammenarbeit befassen. Du erforschst die Hintergründe politischer Ereignisse, Handlungen und Prozesse, gehst auf soziale und wirtschaftliche Auswirkungen ein, setzt dich mit verschiedenen wissenschaftlichen Theorien auseinander oder bereitest die Geschichte des politischen Systems eines Staates auf.
Eine große Rolle für deine Arbeit spielt die Interaktion zwischen Akteuren und Institutionen, aus der Regierung aber auch Nicht-Regierungs-Organisationen auf nationaler und internationaler Ebene. Zum Beispiel wirft man ein Auge auf die Nutzung der sozialen Medien durch die Parteien. Welche Schwerpunkte im Studium grundsätzlich gelegt werden ist von Universität zu Universität unterschiedlich. Manche konzentrieren sich vor allem auf den europäischen Raum, andere auf eine länderspezifische Ausrichtung.
Module der einzelnen Studiengänge sind zum Beispiel:
- Politische Theorie und Ideengeschichte
- Politische Institutionen und Systeme
- Internationale und europäische Politik
- Politische Soziologie und politische Sozialstrukturanalyse
- Politische Bildung
- Methoden empirischer Sozialforschung und Statistik
- Wirtschaft und Politik
- Verfassungsrecht
Im Kern geht es darum herauszufinden, wie man das Zusammenleben in einer Gesellschaft so reguliert, dass eine Ordnung herrscht und wie man diese Ordnung auch auf internationaler Ebene aufrechterhält.
Die Politikwissenschaften oder auch die Politologie bilden einen Teilaspekt der Sozialwissenschaften und sind mit vielen anderen Fächern verknüpft.
Sie setzen einen empirischen Schwerpunkt mit dem Ziel eine Expertise über politische Vorgänge zu erlangen. Bei der Untersuchung gesellschaftlicher Institutionen beleuchtet man drei Punkte: deren Werte und Ziele, das tatsächliche Handeln und das politische System des Staates. Weiterhin geht die Politologie auf die Formen und Funktionsweise der politischen Ideen und die Beziehungen zwischen verschiedenen Staaten ein. Zu den Politikwissenschaften gehören Studiengänge wie „Internationale Beziehungen“ und „Staatswissenschaften“. Dazu gibt es spezielle Masterstudiengänge zum Beispiel zur Friedensforschung.
Anforderungen & Bewerbungsverfahren
Politikwissenschaft ist ein universitäres Studium. Du musst in der Regel also eine allgemeine Hochschulreife (das Abitur) erworben haben. Es besteht aber auch die Möglichkeit über berufliche Qualifikationen einen Studienplatz zu bekommen. Der Numerus Clausus (NC) liegt laut unicum.de zwischen 1,2 und 2,8. Für eine Qualifikation zum Masterstudium ist ein Bachelortitel in Politikwissenschaften oder einem verwandten Fach nötig sowie Nachweise über absolvierte Praktika, manchmal auch zusätzlich ein Motivationsschreiben.
Was solltest du sonst noch mitbringen?
Interesse für soziale Strukturen und politische Themen ist für ein Studium im Fach Politologie selbstverständlich. Ein sehr gutes Allgemeinwissen und ein umfassender Überblick über aktuelle Verhältnisse gehören ebenfalls zu einer unumgänglichen Vorbildung. Du solltest lesewillig, diskussionsbereit, theorieaffin, abstraktionsfähig und analytisch veranlagt sein. Gute Vorkenntnisse aus diesen Fächern sind als Grundlage für das Studiums nötig:
- Deutsch
- Englisch
- Mathematik (vor allem Statistik)
- Politik oder Sozialkunde
- Geschichte
- Informatik (grundsätzliches Wissen)
Wenn du ungerne nacharbeitest und außerhalb der Veranstaltungen Zeit investieren möchtest, ist dieses Studium nicht für dich geeignet. Dasselbe gilt für das Verfassen ausführlicher und gut recherchierter wissenschaftlicher Arbeiten.
Berufsperspektiven & Karrierechancen
Die Ausbildung durch ein Studium der Politikwissenschaften ist fächerübergreifend und interdisziplinär, sodass du in der Berufswahl eine große Auswahl hast. Denn es heißt keinesfalls, dass ein Politologe oder eine Politologin ausschließlich in der Politik aktiv werden können und andersherum muss ein*e Politiker*in nicht Politologie studiert haben, um erfolgreich zu sein. Viel eher lernst du wissenschaftliche Methoden kennen, die dich zu einem Experten oder einer Expertin darin machen, politisches Handeln zu analysieren. Dir eröffnen sich Möglichkeiten einen Job in den folgenden Bereichen zu finden:
- Medien/ Journalismus
- Bildung/ Lehre
- Verwaltung
- Entwicklung/ Forschung
- Consulting
- Markt-/ Meinungsforschung
Potenzielle Arbeitgeber sind Verbände beziehungsweise Vereine, Institutionen wie Ministerien oder kommunale Verwaltungseinheiten sowie Parteien, Organisationen, Stiftungen, Gewerkschaften, Hochschulen und andere Bildungseinrichtungen, Medienunternehmen, Redaktionen, Unternehmensberatungen, Wirtschaftsunternehmen, Bibliotheken und Archive.
Viele große Unternehmen suchen immer wieder politisch gebildete Berater*innen und auch im Journalismus ist eine fachliche Vorbildung gerne gesehen. Außerdem kannst du zum Beispiel als Assistenz für Bundestagsabgeordnete arbeiten und sie bei Wahlkämpfen unterstützen, indem du Wahlergebnisse untersuchst und Prognosen erstellst. Wohin dich dein Weg führt, ist also ganz von deinen Interessen abhängig. Die Varianz der Berufsfelder spiegelt sich so auch in dem Gehaltsspektrum wider. Das ist vor allem auch vom Arbeitgeber abhängig; große internationale Unternehmen zahlen tendenziell mehr als lokale NGOs. Grundsätzlich bewegt sich das monatliche Brutto-Einstiegsgehalt für Politologen*innen bei circa 2.500 Euro. Allerdings kann diese in den verschiedenen Jobs schwanken. Zum Beispiel erhalten Journalisten*innen je nach Betrieb zwischen 2.800 und 4.400 Euro. Generell gilt wie bei den meisten Berufseinsteigern eine positive Gehaltsentwicklung nach einigen Jahren der Erfahrung. Nach dem Aufstieg zum Diplomaten und zur Diplomatin sind sogar bis zu 14.000 Euro monatlich denkbar.
Tipps & Fazit
Ein Politikwissenschaftsstudium basiert in jedem Fall auf theoretischer Arbeit. Das Niveau ist durch die Bank weg hoch angesetzt und verlangt von den Studierenden viel Zeit und Aufwand. Doch dadurch eignet man sich ein breites Wissen an, sodass man in nahezu allen Berufsfeldern einen Job findet.
Solltest du dich für ein Studium der Politologie entscheiden, ist es empfehlenswert dir schon früh Gedanken darüber zu machen, welchen Weg du später einschlagen möchtest, um den für deinen Schwerpunkt geeigneten Studiengang auszuwählen. Weiterhin ist es von Vorteil während des Studiums berufliche Erfahrungen durch Praktika zu sammeln, mit denen du bei Bewerbungen später punkten kannst. Möchtest du in internationalen Organisationen wie Amnesty International oder der Nato arbeiten, sind Fremdsprachen und Auslandsaufenthalte während des Studiums essenziell, um den Einstieg zu schaffen.
Falls du dich durch diesen kurzen Einblick angesprochen fühlst, dann findest du auf den Websites der Universitäten weitere Informationen dazu, welche Schwerpunkte sie genau legen oder ob es einen Tag der offenen Tür gibt, bei dem du dich vor Ort oder digital umschauen kannst. Für Tipps aus erster Hand kannst du dich zusätzlich bei Studierenden umhören, die bereits Erfahrungen mit diesem Studiengang gemacht haben.
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