Alles nur eine Sache der Konzentration

Alles nur eine Sache der Konzentration

“Noch drei Tage bis zur Prüfung, wie soll ich nur in der kurzen Zeit die 30-seitige Zusammenfassung auswendig lernen?”

Bestimmt warst du schon mal in einer ähnlichen Situation und wusstest nicht mehr weiter. Ein fotografisches Gedächtnis zu haben wäre einfach genial - nie wieder unzählige Stunden mit dem auswendig Lernen verbringen. Doch leider ist das Problem nicht so einfach zu lösen. Ein fotografisches Gedächtnis lässt sich nicht antrainieren. Kacke, aber wahr.

Inhaltsübersicht

Was ist Konzentration?

Konzentration bezeichnet den Zustand, bei dem du deine Aufmerksamkeit einzig einer bestimmten Tätigkeit oder Aufgabe widmest. Alles um dich herum wird im besten Fall komplett ausgeblendet. Dir fällt es meistens schwer, deine Konzentration lange aufrecht zu halten? Das ist völlig normal. Es geht vielen Student:innen genauso. Mit ein paar Tipps und Tricks wird es dir besser gelingen, dich zu konzentrieren.

schlaf

Wie viel Schlaf ist nötig?

Schlaf ist ein wesentlicher Aspekt, der die Konzentrationsfähigkeit beeinflusst. Gerade während der Prüfungsphase kommt das bei einigen Studierenden zu kurz. Trotzdem solltest du darauf achten, dass du während der Prüfungsphase ungefähr acht Stunden schläfst. Denn ausreichend Schlaf hilft, für den nächsten Tag fit zu sein.

Wieso vor dem Schlafen gehen nochmal wiederholen?

Bereits 15 Minuten nachdem du eingeschlafen bist, werden die verarbeiteten Informationen des Tages aus dem Zwischenspeicher (Hippocampus) in den Langzeitspeicher (Neokortex) verschoben. Es ist daher sinnvoll, vor dem Schlafen eine kurze Wiederholungseinheit einzuschieben. Von Filmen und Serien ist hingegen abzuraten.

Wann sollte ich schlafen gehen?

Mit dem Schlafphasen-Rechner von Runtastic kannst du ermitteln, wann die richtige Schlafenszeit ist, um am nächsten Tag ausgeschlafen zu sein. Diese richtet sich danach, wann du am nächsten Tag aufstehen musst. Auf der Seite erhältst du auch einen kurzen Überblick über die Schlafzyklen.

Sport

Neustart für dein Gehirn

Sport wirkt sich positiv auf deinen Körper und deine Lernleistung aus. Sport ist wie ein Neustart für dein Gehirn, da beim Lernen der präfrontale Kortex aktiv ist und beim Sport der motorische Kortex. Es lohnt sich also, in den Pausen Sport zu treiben. Beim Laufen bekommst so richtig den Kopf frei. Auch ein einfacher Spaziergang tut es.

Steigerung der Lernleistung

Durch regelmäßigen Sport werden sich viele Aspekte, die mit dem Lernen zusammenhängen, verbessern: Langzeitgedächtnis, Problemlösung, abstraktes Denken und Konzentration. Hierbei spielt es keine Rolle, welche Sportart du betreibst. Das Hormon Dopamin, welche für die Aufrechterhaltung der Konzentration zuständig ist, wird dadurch auch langsamer abgebaut.

Erhöhte Stressresistenz

Ein weiterer Punkt für Sport ist, dass du resistenter gegenüber Stress wirst. Gerade in Prüfungsphasen kann es häufiger vorkommen, dass du gestresst bist. Auch das Risiko, an bestimmten Krankheiten zu erkranken, kann mit etwas Bewegung minimiert werden.

Ernährung

Viel Trinken

Unser Körper besteht aus mehr als 50 % Wasser, welches für viele wichtige Körperfunktionen benötigt wird. Es ist daher wichtig, pro Tag 2 - 3 Liter Wasser zu sich zu nehmen. Unabhängig davon, ob du Lernen musst oder nicht. Hast du Probleme, die empfohlene Wassermenge zu dir zu nehmen, gibt es zahlreiche Apps, die dich an das Trinken erinnern können. Eine gute Alternative zum Wasser ist Tee oder Wasser, welches mit Früchten gesüßt wurde.

Kaffee und Energy-Drinks sind nicht nur beim Lernen fehl am Platz, sondern generell nicht in hohen Maßen zu genießen. Energy-Drinks sowie viele Softdrinks sorgen zwar für einen kurzen Energieschub, aber enthalten vor allem eins: sehr viel Zucker. Dies führt zu einer schnellen Steigerung des Blutzuckerspiegels, sodass du deinen Körper mit der benötigten Energie versorgen kannst, aber genauso schnell sinkt dein Blutzuckerspiegel wieder. Das sogar tiefer als zuvor, was zu Schlappheit und Müdigkeit führt! Verbanne daher diese Getränke aus deinem Lernalltag.

Brainfoods

Bei deiner Ernährung solltest du immer darauf achten, dass sie ausgewogen ist. Wichtige Stoffe, die du deinem Körper zuführen solltest sind: langkettige Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Ballaststoffe, Vitamine und Spurenelemente. Achte hierbei auch darauf, in welcher Form du sie zu dir nimmst. Je länger der Abbauprozess benötigt, umso länger kann dein Körper gleichmäßig mit Energie versorgt werden. Langkettige Kohlenhydrate sind zum Beispiel in Vollkornprodukten und Reis enthalten. Nüsse enthalten neben Kohlenhydraten auch Vitamin-B und viele Mineralstoffe, welche gut für die Konzentration sind. Obst ist ein guter Ersatz für Schokoladenliebhaber:innen, weil es süß schmeckt und gleichzeitig voller Vitamine ist. Wer besonders auf eine gesunde Ernährung achten will, bei dem darf die Süßkartoffel beim nächsten Einkauf nicht fehlen. Die Süßkartoffel gehört nämlich zu den gesündesten Lebensmitteln der Welt und ist ein super Brainfood.

konzentration

Atemübungen

Es gibt inzwischen Atemübungen für fast jeden Anlass. Übungen, die dir helfen, dich zu entspannen, besser einzuschlafen und um Stress abzubauen. Da sich Stress negativ auf deine Konzentration auswirkt, stellen wir dir die 4-6-8-Methode vor. Dies ist eine Atemübung, um Stress vorzubeugen und abzubauen. Diese Übung solltest du mindestens fünfmal hintereinander wiederholen. Sie lässt sich super in den Alltag integrieren.

4-6-8-Methode

Stelle oder setze dich aufrecht hin und lasse die Schultern entspannt hängen. Lege deine Hände auf den Bauch und atme vier Sekunden tief durch die Nase ein. Achte dabei darauf, dass sich dein Brustkorb möglichst nicht hebt. Halte nun die Luft an und zähle langsam im Kopf bis sechs. Im nächsten Schritt lässt du innerhalb von acht Sekunden gleichmäßig die eingeatmete Luft durch den Mund wieder raus. Nach einer gewissen Zeit wird es dir sehr einfach fallen, diese Übung auszuführen. Du kannst dann proportional zueinander die einzelnen Zeiten pro Schritt erhöhen.

Meditation

Auch Mediation hilft, die Konzentration zu steigern und zu lernen, sich extrem auf eine Sache zu fokussieren. Mit dem Meditieren anzufangen ist aber gar nicht so einfach, wenn man bisher die Einstellung hatte, dass das eh nichts bringt. Lasse dich vom Gegenteil überzeugen und probiere es doch einfach selbst mal aus. Du kannst dafür einen Kurs besuchen, vielleicht wird sogar vom Hochschulsport deiner Uni ein kostenloser angeboten. Auch gute Videos auf Youtube und Apps wirst du finden.

Konzentrationsübungen

Willst du lieber klassische Konzentrationsübungen durchführen, dann eignen sich dafür folgende Übungen: Spiegelverkehrtes Schreiben, Schritte zählen, Sudoku lösen und einen bestimmten Text nach Häufigkeit eines Buchstabens untersuchen. Ein besonderer Tipp, ist das Lösen eines Rubiks Cube, auch Zauberwürfel genannt.

auswendiglernen

Da dich wahrscheinlich die Tipps speziell für das auswendig lernen interessieren, wollen wir auch auf dieses Thema kurz eingehen.

Lerne mit allen Sinnen

Jede:r Student:in hat eine bestimmte Art zu lernen, entsprechend des Lerntyps. Mache dir deinen Lerntyp also zu Nutze. Wenn du zum Beispiel am besten lernst, indem du etwas hörst, lies deine Zusammenfassung doch laut vor und nehme dich dabei auf. So kannst du unterwegs oder auch mal in einer ruhigen Minute den Lernstoff anhören. Beschränke dich aber nicht nur auf eine Sache, sondern versuche möglichst viele Sinne beim Lernen anzusprechen. Konkret heißt das, lerne variantenreich. Vergiss aber nicht, bei dem ganzen Lernen auch genügend Pausen einzuplanen.

Weitere Lerntechniken

Besonders geeignete Lerntechniken für das auswendig Lernen sind die Mnemotechnik, Loci-Methode, Eselsbrücken und die altbewährten Karteikarten. Was es genau mit den ersten beiden Begriffen auf sich hat, darfst du gerne selbst recherchieren.

Stattdessen gibt es noch einen allerletzten Tipp: Vermeide Multitasking und behalte immer im Kopf, dass Last Minute-Lernen nur dann geeignet ist, wenn du das Wissen wirklich nicht im weiteren Verlauf deines Studiums oder außerhalb des Studiums benötigen wirst. Denn genauso wie du in kurzer Zeit versuchst, möglichst viel zu lernen, wirst du es in kurzer Zeit auch wieder vergessen.


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