Das Anschreiben

Erfolgsfaktor für deinen ersten Job
Gerade, wenn du dich auf deinen ersten Job bewirbst, ist das Formulieren eines Motivationsschreibens eine wichtige Aufgabe. Während des Studiums lassen sich nur begrenzt praktische Berufserfahrungen sammeln, dein Lebenslauf ist daher wahrscheinlich noch nicht mit vielen Positionen und Aufgaben gefüllt. Nutze deshalb das Anschreiben, um dein persönliches Profil optimal zu präsentieren. So kannst du Recruiter:innen vermitteln, dass du trotz fehlender Erfahrung die richtige Wahl für die freie Stelle bist.
Hier findest du alle Infos, die du für ein erfolgreiches Anschreiben brauchst. Außerdem gibt es hier ein Formatierungs-Muster für dich als Download.
Was ist das Anschreiben?
Im Anschreiben stellst du dich und deine Fähigkeiten kurz und knapp vor. Während du dich im Lebenslauf auf deinen Werdegang und deine Hard Skills fokussierst, kannst du im Anschreiben deine Persönlichkeit herausstellen und deine Motivation für die Bewerbung und den Job betonen.
Personaler:innen widmen sich einer Bewerbung in der Regel nur für ein paar Minuten. Das bedeutet: Überzeuge so schnell und effektiv wie möglich, um direkt zum persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Nimm dir Zeit, um die Stellenausschreibung gründlich zu lesen und das Anschreiben individuell zu gestalten und mit persönlichem und auf die Stelle zugeschnittenem Inhalt zu füllen.
Mit einem guten Anschreiben beantwortest du Recruiter:innen in kurzer Zeit drei Fragen:
- Wer bin ich?
- Was kann ich?
- Was will ich?
Wie ist das Anschreiben formatiert?
In Deutschland hat sich der klassische Aufbau eines Briefs für das Anschreiben einer Bewerbung etabliert. Auch wenn es nicht mehr ausgedruckt und per Post verschickt wird, gehören immer noch deine Kontaktdaten sowie die Empfängeradresse und das Datum ins Anschreiben.
Das Anschreiben sollte eine Länge von einer DIN A4 Seite nicht überschreiten und auf keinen Fall grobe Rechtschreib- oder Grammatikfehler enthalten. Sorgfalt ist ein großes Erfolgskriterium für dein Anschreiben. Grobe Flüchtigkeitsfehler können hier schnell das K.O. bedeuten. Speicher dein Anschreiben immer als PDF-Datei ab, damit es professionell aussieht und das Format nicht verrutscht.
An wen soll ich das Anschreiben richten?
In den meisten Stellenanzeigen steht heute, an wen die Bewerbung zu richten ist. Wenn das nicht so ist, recherchiere Ansprechpartner:innen über Karriere-Netzwerke oder auf der Karriereseite des Unternehmens. Adressiere deine Bewerbung an die verantwortliche Person und sprich sie auch in der Grußformel zu Beginn deines Anschreibens an.
Wenn du wirklich keine:n konkrete:n Ansprechpartner:in ausfindig machen kannst, kannst du deine Bewerbung auch alternativ an das Recruiting-Team adressieren und diese in der Grußformel des Anschreibens ansprechen oder die allgemeine Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ nutzen.
Was gehört in den Betreff?
Hier musst du nicht kreativ werden. Die Betreffzeile befindet sich zwischen der Empfängeradresse und der Grußformel und sollte die exakte Bezeichnung der Stelle beinhalten, sowie die Referenznummer – sofern in der Stellenausschreibung eine solche angegeben ist.
Wie leite ich mein Anschreiben ein?
Die Einleitung muss die Aufmerksamkeit und das Interesse wecken und zum Weiterlesen animieren. Stelle dich nach deinem ersten Satz selbst kurz vor. Erkläre, wer du bist und was du momentan machst. Was studierst du und an welcher Uni?
Übrigens: Dein Sprachstil sollte dem Unternehmen angemessen und nicht zu umgangssprachlich sein. Wenn du dir unsicher bist, schreibe lieber etwas zu formell als anders herum.
Was schreibe ich im Hauptteil?
Der Hauptteil im Anschreiben fokussiert sich auf deine Stärken, Fähigkeiten und Qualifikationen. Verknüpfe diese idealerweise mit den Anforderungen aus dem gesuchten Stellenprofil.
Wichtig: Erzähle nicht einfach nur deinen Lebenslauf nach. Den hat sich der:die Empfänger:in deiner Bewerbung bereits vorher angeschaut.
Gehe stattdessen bei relevanten Stationen ins Detail. Nenne konkrete Beispiele für Situationen, in denen du die für die Stelle geforderten Kompetenzen eingesetzt hast. Gerade als Berufseinsteiger:in kannst du hier mangelnde Berufserfahrung wett machen. Leitest du seit einiger Zeit den lokalen Fußballverein und kannst damit deine ausgeprägte Teamfähigkeit unterstreichen? Oder hast du ein Projekt im Rahmen eines Seminars im Studium durchgeführt, bei dem du besonders deine analytischen Denkfähigkeiten beweisen konntest? Super! Das sind die Dinge, die im Lebenslauf nicht genug Platz haben, aber dein Profil mit Leben füllen.
Wie beende ich mein Anschreiben?
Beziehe dich zum Abschluss auf das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst. Beantworte die Frage, warum du dich auf diese Stelle, bei genau diesem Arbeitgeber bewirbst. Wenn dir dazu nicht sofort etwas einfällt, recherchiere auf der Karriereseite oder dem Profil des Unternehmens und nimm Bezug auf eine aktuelle Entwicklung oder eine konkrete Aussage, die dich begeistert.
Wenn es in der Stellenanzeige gefordert wird, kannst du abschließend auch noch deine Gehaltsvorstellung und dein frühestmögliches Startdatum angeben.
Klassischerweise endet das Anschreiben mit dem Satz, dass du dich gerne persönlich vorstellen möchtest, einer Grußformel und deinem Namen samt eingescannter Unterschrift.