Zeitmanagement im Studium

Wer kennt es nicht? Ein nervtötender Ton ist zu hören – der Wecker hat geklingelt. Wieder beginnt ein neuer Uni-Tag. Aufgewacht, beginnt man sich frisch zu machen, sich umzuziehen, vielleicht noch ein Toastbrot in den Mund geschoben, Tasche, Schlüssel und Handy in der Hand und los geht es zur Uni. Der Stress beginnt und die Zeit läuft.
Wir sind mehr gestresst, wenn wir unter Zeitdruck stehen
Einige finden es nicht so beruhigend, wenn sie unter Zeitdruck stehen, andere brauchen es geradezu, wenn sie eine Klausur vor sich haben oder eine Hausarbeit fertig schreiben müssen. Doch wir wissen alle, wenn ich ein Ziel zu einer bestimmten Zeit erreichen möchte, und nicht mehr genügend Zeit vorhanden ist, gerate ich in Panik und oft passiert es, dass ich mich ärgere, warum ich die Zeit vorher nicht effektiv genutzt habe. Doch der Stress und die Panik können ganz einfach vermieden werden - das Stichwort lautet Zeitmanagement.
Wichtig ist, dass wir uns selbst nicht überfordern. In der heutigen Zeit ist das etwas schwieriger. Neben den Prüfungen, die Voraussetzungen für bestimmte Module sind, und den Hausarbeiten, die geschrieben werden müssen, arbeiten viele Studenten nebenbei. Außerdem möchte man auch noch etwas Freizeit genießen und sich mit Freunden treffen. Wenn man außerdem sehr ambitioniert ist und in Regelstudienzeit studieren möchte, verlangen viele Studiengänge Opfer und manchmal muss auch mal der Urlaub gestrichen werden. Vergessen wir auch nicht den gesunden Schlaf, den jeder Mensch braucht. Leider kommt der an einigen Tagen viel zu kurz.
Man kommt um die einzelnen Etappen des Studiums nicht herum und die einzige flexible Schraube, die man besitzt, ist Zeit. Es bringt nur Vorteile, wenn man sich mit Zeitmanagement beschäftigt. Der Stress kann vor allem in Prüfungsphasen vermieden werden und man kann mit mehr Motivation arbeiten. Ebenfalls lässt es sich mit besserem Gewissen die Freizeit genießen.
Nimm dir die Zeit, um zu planen
Man sollte anfangen, planen zu lernen – in allen Lebensbereichen. Denn ist dein Alltag strukturiert und geplant, vergisst du weniger und versuchst nicht, Sachen aufzuschieben. Erstelle für dich einen Wochenplan. Es ist sinnvoll, sich das zu notieren, egal ob handschriftlich oder digital. Für die handschriftliche Version genügt es, sich ein Notizheft anzuschaffen oder man verwendet einen Kalender (der Vorteil ist, dass das Datum und die Zeiten schon eingetragen sind).
- Fange mit den grundlegendsten Sachen an, wie deine Vorlesungen oder deine Arbeit.
- Trage sie zu den Uhrzeiten, in der sie stattfinden in deine Woche ein. Dann geh auf die Routinen ein, schreib ruhig auf, ab wann du aufstehst und wann du schlafen gehst. So weißt du, wann dein Tag anfängt und endet. Vor allem solltest du genug Schlaf haben, denn das reduziert ebenfalls den Stress und ist wichtig für ein gesundes Immunsystem.
- Hast du auch längere Zugfahrten zur Uni oder zur Arbeit, trage diese ebenfalls ein. Du wirst erkennen, dass du viele Lücken haben wirst. Diese Lücken kannst du dann optional offen halten für Sport, Lernen, Freizeit, Entspannen oder Sonstiges.
Nebenbei empfiehlt es sich auch To-Do-Listen für den Tag zu erstellen. Am besten erstellst du hierfür eine Notiz auf einem Handy. Jedes Mal, wenn dir einfällt, was du noch zu erledigen hast, fügst du diese Sache zu deiner Notiz auf deinem Handy. Der Vorteil ist, dass du dein Handy immer griffbereit hast und du somit nichts mehr vergessen kannst. Wichtig ist allerdings, dass du diese aufgeschriebenen Erledigungen in deine Wochenplan miteinbaust. Ist die To-Do-Aufgabe im Wochenplan notiert, kannst du sie aus deinem Handy löschen. Das Gefühl motiviert.
Handelt es sich um Aufgaben mit Deadlines oder sind Fristen von Hausarbeiten einzuhalten, ist es wichtig, dass ihr diese ebenfalls im Wochenplaner markiert. Teilt euch die Aufgaben in kleinere auf und verteilt sie über Wochen vor der Frist. Außerdem ist es wichtig Prioritäten zu setzen. Es ist natürlich dringender, für eine Klausur zu lernen, als mit Freunden rauszugehen. Somit musst du mal auch auf etwas verzichten, das kann sich aber nächste Woche wieder ändern, wenn die Klausur vorbei ist.
Hast du an einem Tag mal etwas nicht geschafft, so schiebt es auf den nächsten Tag in eine Lücke. Es sollte nicht zur Gewohnheit werden. Wenn du mal einen Tag geschafft hast und alles erledigen konntest, so streiche den Tag durch und du kannst zufriedener schlafen gehen.
Lernen kann so einfach sein
Ist es einmal geschafft, einen Wochenplan zu erstellen und seinen Tagesablauf zu strukturieren, ist es einfacher während des Lernens konzentrierter zu sein. Solltest du genügend Zeit haben zu lernen, so schaffe trotzdem Lerneinheiten.
Es gibt verschiedene Methoden, wichtig ist, dass du die Pause dazwischen miteinplanst. Lerneinheiten können aus 25-40 Minuten bestehen, die Pause sollte danach 5 min sein. Hast du ein großes Kapitel auswendig zu lernen oder eine Hausarbeit zu schreiben, so unterteile sie in kleinere Kapitel, die in den Lerneinheiten zu schaffen sind. Sei immer realistisch, denn erteilst du dir große Aufgaben in dieser kurzen Zeit und merkst, dass du es nicht schaffst, so wirst du demotivierter und es macht keinen Spaß mehr. Wie gesagt, sind auch die Pausen sehr wichtig. In dieser Zeit kann euer Gehirn das Gelernte verarbeiten. Aus diesem Grund solltest du nicht zu deinem Smartphone greifen, welches dein Gehirn wieder beanspruchen würde, sondern beweg dich ein wenig, mache kleine Sport-Übungen, probier Yoga aus oder schau aus dem Fenster und schnapp ein wenig frische Luft.
Wie schon erwähnt, beansprucht dein Handy dein Gehirn. Du solltet es während des Lernens gar nicht bei dir haben, da es sehr schnell zu Ablenkungen kommen kann. Schalte es am besten aus oder lege es in einen anderen Raum, so ist die Versuchung umso geringer. Einige empfehlen sogar, bestimmte Apps während der Klausurenphase komplett vom Handy zu löschen. Am Anfang ist es schwer, allerdings gewöhnt man sich daran, und merkt schnell, wie effektiv man ohne Handy lernen kann.
Wenn es dir gelingt, so versuche allgemein weniger Zeit am Handy zu verbringen. Denn das spart unheimlich viel Zeit, nicht nur in der Klausurenphase. Durch Social Media und andere Apps verbringen wir sehr viel Zeit mit unseren Handys. Um die Kontrolle über die Bildschirmzeit zu bewahren, bietet es sich dafür beispielsweise an, Time-Limits einzustellen. Das Smartphone erinnert dich dann nach Überschreitung deines selbst eingestellten Limits daran, das Handy wegzulegen. Außerdem ist es sinnvoll, nicht das Handy vor dem Schlafen gehen zu benutzen. Da das Gehirn auch über Nacht Informationen verarbeitet, ist es ratsam, bereits Gelerntes kurz vorher durchzulesen. Am nächsten Tag kannst du dich dann besser daran erinnern.
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