Send help: Stress richtig abbauen

Send help: Stress richtig abbauen

Auszudrücken, dass man gestresst ist, wurde mittlerweile insoweit normalisiert, dass man es aus allen Ecken hört. Doch was heißt es eigentlich, gestresst zu sein? Welche Stresstypen gibt es und wie kann man Stress gezielt abbauen? Und: Wann wird Stress gefährlich?

Too blessed to be stressed - oder vielleicht doch?

Um herauszufinden, wie du Stress bekämpfst, solltest du herausfinden, welche Art von Stress bei dir vorliegt. Es gibt verschiedene Arten von Stress, die vor allem im Laufe des Studiums auftreten. Einige der häufigsten Stresstypen sind die folgenden:

 

  1. Finanzieller Stress: Kennst du das, wenn Geld ein ständiges Thema in deinem Kopf ist? Ist mein Konto gedeckt? Wie hoch ist mein Bafög-Kredit bereits? Werde ich mit meinem Bachelor jemand genug Geld verdienen? Das ist Finanzieller Stress. Dieser tritt auf, wenn du Schwierigkeiten hast, deine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen oder du dich sorgst, wie du deine Bildung finanzieren sollst.

  1. Beziehungsstress: Und wir meinen damit nicht nur romantische Beziehungen. In jedem sozialen Gefüge kann es zu stress kommen: In deiner WG, in der Familie, unter deinen Besties oder in deiner Situationship mit der Kommilitonin. Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen begünstigen ein Gefühl von Stress. Zudem geht es anfangs vielen Ersties folgendermaßen: Finde ich überhaupt Freund:innen?

  1. Gesundheitlicher Stress: Körperliche Krankheiten oder psychische Erkrankungen stehen hinter dem gesundheitlichen Stress. Wenn es um deinen Körper geht, gilt: Höre auf die Signale, die er dir sendet. Stresshormone können Auslöser für Erkrankungen vieler Art sein.

  1. Akademischer Stress: Dieser wird durch den Druck verursacht, gute Noten zu erreichen, Deadlines nicht zu verpassen und den Anforderungen des Studiums gerecht zu werden. Manchmal sitzen dir deine Eltern im Nacken, manchmal ist es das Konkurrenzdenken unter dir und Kommiliton:innen.

Let it go!

Stress abbauen

 

Wie wird man Stress los? Hier sind einige Tipps, die Abhilfe schaffen können. Es gibt viele, viele weitere Möglichkeiten. Diese sind vermutlich easy umsetzbar und können einen Soforteffekt haben:

 

  1. Bleib in Bewegung! Regelmäßige körperliche Aktivität kann dazu beitragen, Stress abzubauen und deine Stimmung zu verbessern.

  1. Inhale, Exhale: Aktivitäten wie Yoga, Meditation oder Atemübungen können helfen, den Geist zu beruhigen und Stress zu reduzieren. Gewisse Meditationspraktiken zielen darauf, Stress abzubauen. Zudem hilft die Zeit, die du dir für dich nimmst, beim Reflektieren und Einordnen von Problemen.

  1. Teile dich anderen mit! Und zwar mit deinen Freund:innen und deiner Familie. Nimm Ratschläge an, erfahre, wie andere in deiner Situation handeln würde oder lenke dich ab.

  1. Zeitmanagement: Noch zwei offene Hausarbeiten und die Deadline drückt? Wenn möglich, mach es direkt besser: Priorisiere deine Aufgaben und lege realistischer Ziele ´fest. So reduzierst du vor allem akademischen Stress und bewahrst innere Ruhe. Visualisiere deine to dos, um dich weniger von ihnen überfahren zu fühlen und die Kontrolle zu behalten.

  1. Hast du Hobbies? Auch wenn du dich gerade fragst: Welche Hobbies lol? Versuche, rauszugehen, neue Aktivitäten für dich zu entdecken und dich aus dem Alltag rauszuholen. Lenke dich ab und probiere Neues aus. Es kann nicht nur Stress abbauen, sondern auch die Stimmung enorm mit Endorphinen pushen.

 

Das ist hier natürlich keine one-size-fits-all Lösung. Alle Menschen sind unterschiedlich und reagieren unterschiedlich auf Methoden. Stressminimierung sollte dennoch regelmäßig in deinen Alltag eingebaut werden (Stressprävention wäre natürlich noch besser, aber das ist ein Kapitel für sich!). Außerdem wichtig: Stress kann gefährlich werden. Bitte unterschätze deine körpereigene Warnsignale nicht und konsultiere eine:n Expert:in bei zunehmenden Beschwerden.

Semesterferien nutzen

Die Semesterferien können eine großartige Gelegenheit sein, damit du dich entspannst und neue Energie für das nächste Semester gewinnst. Trenn dich zunächst von der Uni: Check nicht dein Uni-Mail-Postfach, schalte alle WhatsApp-Gruppen stumm und lass deine Lernunterlagen aus deinem Sichtfeld verschwinden. Plane eine Auszeit – vielleicht in der Heimat - mache einen Last-Minute-Kurztrip.

 

So verreist du ohne broke zu werden