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Die Sozialpsychologie ist eine Teildisziplin der empirischen Psychologie. Sie beschäftigt sich mit dem Erleben und Verhalten von Menschen in sozialen Situationen (Sozialverhalten). Darüber hinaus ebenfalls, wie Menschen einander wahrnehmen, Einfluss aufeinander ausüben und Beziehungen zueinander gestalten (soziale Wahrnehmung).
Eine weitere Definition besagt, dass die Sozialpsychologie eine psychologische Wissenschaft der Interaktion von einer Person und der sozialen Situation ist.
Doch was versteht man eigentlich genau unter einer Interaktion? Je nach Wissenschaft, wird der Begriff der Interaktion unterschiedlich definiert.
In der Sozialpsychologie meint Interaktion, die Vorgänge der gegenseitigen Beeinflussung zwischen Personen und sozialen Gruppen sowie die dadurch entstehende Veränderung z.B. Von Verhaltensweisen und Einstellungen.
Interdiszipli…- Was??
Interdisziplinarität ist vorhanden, wenn eine Wissenschaft viele verschiedene Ansätze, Denkweisen und Methoden verschiedener Fachrichtungen nutzt und integriert. Dies macht sich auch die Sozialpsychologie zu Nutze, indem sie verschiedene Prozesse sozialer Situationen unterschiedlich untersucht.

Unterschieden werden hier drei verschiedene Ebenen: die Mikro-, Meso- und Makroebene. Auf der Mikroebene konzentriert sich die Sozialpsychologie auf dich als Individuum und untersucht beispielsweise deine Empfindung zu Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft. Die Mesoebene konzentriert sich auf soziale Interaktionen, wo psychisches und soziales aufeinander treffen. Dies könnte beispielsweise dich und deinen Sportverein betreffen, wo untersucht wird, wie ihr beispielsweise mit sozialer Benachteiligung von Minoritäten (das sind Minderheiten, die in der interessierenden Gruppe unterrepräsentiert sind) umgeht.
Auf der Makroebene werden dann Phänomene des gesellschaftlichen Zusammenlebens untersucht, die beispielsweise politische oder ökonomische Prozesse betreffen. Dabei interessiert man sich beispielsweise für ganz viele verschiedene Sportvereine und deren Ungleichheiten.
Die Sozialpsychologie brachte viele Theorien heraus, die sich mit sozialen Prozessen beschäftigen. Ein Beispiel dafür ist die Theorie der sozialen Vergleichsprozesse von Leon Festinger, die seitdem ständig weiterentwickelt wurde. Diese Theorie thematisiert, wie man sich selbst wahrnimmt, in Abhängigkeit der Taten einer anderen Person. Studien und Arbeiten aus diesem Bereich zeigen, dass man seine eigenen Fähigkeiten immer anders einschätzt, im Hinblick darauf, mit wem man sich vergleicht.
Kommen wir nochmal zurück auf das Beispiel deines Sportvereins: Es macht einen Unterschied, wenn du beispielsweise einen 100 Meter Lauf in 15 Sekunden läufst und dich mit den anderen Mitgliedern deines Vereins vergleichst. In deinem Verein wirst du wahrscheinlich, eine/einer der Besten sein, im Vergleich mit Leistungssportlern, die bei Olympia um die 10 Sekunden laufen, eher schlechter. Bei objektiv gleicher Leistung kann die Einschätzung der eigenen Fähigkeit also ganz unterschiedlich ausfallen.
Festinger unterscheidet unter drei Vergleichsrichtungen: Horizontalvergleich, Abwärtsvergleich und den Aufwärtsvergleich. Der Horizontalvergleich dient beispielsweise dazu, realistische Informationen über dein Selbst zu finden, indem du dich mit ähnlichen und gleichgestellten Personen vergleichst. Ein Abwärtsvergleich schützt oder verbessert dein Selbstwertgefühl, da du dich dann mit Personen vergleichst, denen es emotional schlechter geht oder deren Fähigkeiten schlechter ausgeprägt sind als deine.
Ein Aufwärtsvergleich entspricht dem Gegenteil, indem du dich mit Personen vergleichst, die in einem Merkmal überlegen erscheinen. Dies kann sich auf physisches, psychisches oder materielle Güter beziehen. Der Aufwärtsvergleich ist noch einmal unterteilt. Wer sich verbessern möchte, der vergleicht sich mit Menschen, die im interessierenden Merkmal überlegen sind; dies entspricht dann dem aufwärts gerichteten Vergleich. Diese Art von Vergleich kann jedoch negative Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl haben.
Ein verbundener Neid mit dem Aufwärtsvergleich wird unterteilt in einen gutartigen (konstruktiv) und einen bösartigen (destruktiv) Neid. Ersterer stellt eine Motivation zur Verbesserung dar, indem man versucht, dasselbe oder ein ähnliches Niveau der Vergleichsperson zu erreichen. Beim Destruktiven Neid begegnet man der überlegenen Person mit einer feindlichen Haltung. Dies ist der Fall, wenn die Überlegenheit der Person von einem selbst als unverdient erachtet wird. Durch die abwertende Haltung wird die andere Person auf das eigene Niveau angeglichen, da man selbst keine Chance sieht, sich selbst durch eigene Leistung dahingehend zu verbessern.
Eine Studie befasste sich genau mit dieser Thematik. Dabei fand man heraus, dass Frauen dazu neigen, sich weniger attraktiv einzuschätzen, wenn sie eine vermeintlich attraktivere Frau betrachten. Im Vergleich dazu fühlen sich diese Frauen attraktiver bei einer Konfrontation mit einer vermeintlich weniger attraktiven Frau.
Studien und Theorien, wie die oben genannte lassen einen über sein eigenes Handeln nachdenken und können eventuell zu einer Verbesserung des eigenen Selbst führen oder leider eben auch zu einer Verschlechterung des Selbstwertgefühls. Trotz des langen Bestands der Theorie wird diese in der heutigen Zeit der sozialen Medien immer bedeutender.Dennoch sollte man auch alle sozialpsychologischen Theorien und Studien mal mit einem kritischen Auge betrachten und nicht denken, dass jegliche Theorien immer hundertprozentig auf alle Situationen des sozialen Lebens anwendbar sind.
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