Psychotherapie studieren

Inhaltsübersicht
- Studieninhalte und Aufbau des Studiums
- Anforderungen und Bewerbungsverfahren
- Berufsperspektiven und Karrierechancen
Psychotherapie studieren: Du möchtest menschliches Erleben und Verhalten verstehen und daraus resultierende Handlungen erklären und verstehen und den Menschen zu einem besseren Lebensgefühl und zu einer mentalen Gesundheit verhelfen? Dann ist das Psychotherapie-Studium genau das richtige für dich. Das Psychotherapie Studium ist sehr beliebt und das nicht nur in Deutschland.
Mit einem abgeschlossenem Psychotherapie Studium arbeitest du sehr dicht und intensiv mit anderen Menschen zusammen und löst mit ihnen ihre Probleme.
Um Psychotherapeut zu werden, solltest du einige Fähigkeiten mitbringen, die dir das Studium leichter machen werden. Dazu gehört beispielsweise, dass du empathisch bist und gerne mit anderen Menschen zusammen arbeitest, denn du wirst in diesem Beruf jeden Tag mit Menschen zu tun haben und musst dich intensiv mit ihnen auseinandersetzten.
Dabei wird es nicht immer leicht sein, dir werden auch mal Schimpfwörter um die Ohren fliegen oder es werden häufig emotionale Situationen entstehen, in denen du standhaft bleiben musst. Daher solltest du sehr belastbar sein. Denn nicht nur der Studiengang ist sehr anspruchsvoll, sondern auch im späteren Berufsleben wirst du mit vielen Patienten und den unterschiedlichsten psychologischen Problemen konfrontiert werden, die nicht immer einfach zu handhaben sind.
Außerdem solltest du Geduld mitbringen, denn nicht bei jedem Klienten schlägt eine Therapie gleich schnell an. Oftmals sieht man nur Ergebnisse, wenn man mit viel Geduld an die Sache herangeht. Oftmals benötigt der Klient auch Zeit, um sich dir anvertrauen zu können. Diese Geduld und dieses vertrauen ist essentiell, damit du der Ursache der psychologischen Störung auf den Grund gehen kannst.
Studieninhalte und Aufbau des Studiums Psycholotherapie:
Das Psychotherapie Studium grenzt sich von dem klassischen Psychologie Studium ab, denn es ist speziell auf die Ausbildung zum Psychotherapeuten zugeschnitten und abgestimmt.
Das Psychologie Studium gliedert sich in einem Bachelor- und einem Masterstudiengang. Im Bachelorstudiengang beschäftigst du dich, wie bei den meisten anderen Studiengängen auch, mit den Grundlagen und der allgemeinen Psychologie. Du bekommst also einen breiten Einblick in die Thematik, um alle Bereiche und Handlungsfelder kennen zu lernen. Im Bachelor beschäftigst du dich zunächst also vor allem mit dem menschlichen Erleben und dem Verhalten von Menschen im Miteinander und deren Wechselwirkungen zueinander.
Neben diesen psychologischen Grundlagen wirst du außerdem Module besuchen, in der Statistik, sowie andere wissenschaftliche Methoden, gelehrt werden. Hierbei geht es vor allem darum zu lernen, wie du psychotherapeutische Untersuchungen planst, durchführst und am Ende die gesammelten Ergebnisse auszuwerten und zu bewerten. Des Weiteren werden dir Themen begegnen, wie:
- Psychische Erkrankungen,
- Psychologische Diagnostik
- Psychotherapeutische Verfahrenslehre
- Entwicklungspsychologie
- Prävention
- Rehabilitation
Im Anschluss an den Bachelorstudiengang hast du dann die Möglichkeit ein Staatsexamen oder ein Masterstudium zu absolvieren. Hier vertiefst du deine psychotherapeutischen Grundlagen und legst in der Regel Schwerpunkte, mit denen du dich in deinem Studium besonders beschäftigen möchtest. Du kannst dich so beispielsweise auf die Verhaltenstherapie oder die Tiefenpsychologie spezialisieren. Mit der Verhaltenspsychologie unterstützt du deine Patienten damit, neue Verhaltens- und Denkweisen zu erlernen und damit den individuellen Heilungsprozess voranzutreiben.
Der Schwerpunkt Tiefenpsychologie greift ein Problem an der Wurzel. Das bedeutet, du schaust zurück in die Kindheit eines Patienten und analysierst, wo genau die psychologischen Probleme entstanden sind.
Das Bachelor Studium dauert in der Regel sechs Semester, für das Master Studium dagegen solltest du vier bis zehn Semester einplanen. Wichtig zu Beginn des Studiums zu wissen ist, dass du, um eine Approbation zu erhalten, also am Ende des Studiums auch wirklich Menschen behandeln zu dürfen, musst du beide Abschlüsse absolvieren. Du benötigst also sowohl einen Bachelor- als auch einen Masterabschluss. Das approbationskonforme Staatsexamen Studium nimmt in der Regel sechs bis zehn Semester in Anspruch.
Wichtig während deines Studiums ist der praktische Teil. Hierfür sind eigentlich in allen Hochschulen Berufspraktika vorgesehen, die absolviert werden müssen. Dabei wirst du in verschiedenen psychotherapeutischen Einrichtungen verschiedene Einblicke erhalten und bereits erste Erfahrungen sammeln können.
Wie in allen anderen Studiengängen auch, erwarten dich, während dem Bachelor- und dem Masterstudium verschiedene Hausarbeiten, Klausuren, Referate und mündliche Prüfungen, in denen du dein Wissen anwenden musst. Nach dem Bachelor- und dem Masterstudium schließt du dein Studium mit dem akademischen Grad des Bachelor of Science (B.Sc.) beziehungsweise Master of Science (M.Sc.), oder dem Staatsexamen ab.
Beliebte Studiengänge im Master Studium sind:
- Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (M.Sc.)
- Verhaltenstherapie (M.Sc.)
- Klinische Psychologie und Psychotherapie (M.Sc.)
- Psychotherapie mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie (M.Sc.)
Anforderungen und Bewerbungsverfahren für den Studiengang Psychotherapie:
Um das Psychotherapie Studium zu beginnen, benötigst du, wie für die meisten anderen Studiengängen auch, die abgeschlossene Allgemeine Hochschulreife, also das Abitur. Darüber hinaus benötigst du außerdem sehr gute Noten in deinem Abschlusszeugnis des Abiturs, denn der Studiengang der Psychotherapie ist in der Regel an einen Numerus Clausus (NC) gekoppelt. Das bedeutet, dass du mindestens den im NC angegebenen Notendurchschnitt haben musst, um an der jeweiligen Universität in Deutschland genommen zu werden.
Immer mehr private Hochschulen verzichten jedoch auf den Numerus Clausus, weil sie sehen, dass es vor allem auf die persönliche Eignung ankommt und nicht so sehr auf gute Noten im Abiturzeugnis.
Hier solltest du dich vorab bei den jeweiligen Universitäten informieren. Statt des Numerus Clausus nutzen diese Hochschulen dann verschiedene Aufnahmetests, die aus verschiedenen schriftlichen und mündlichen Tests bestehen. Diese variieren aber von Hochschule zu Hochschule. Daher solltest du dich auch hierüber bei den jeweiligen Hochschulen genau informieren, bevor du dich bewirbst. Für das Master Studium benötigst du ein abgeschlossenes Bachelorstudium. Das Psychotherapie Studium mit dem Abschluss des Staatsexamens dient der Weiterbildung und Spezialisierung in einem oder mehreren Bereichen. Hierfür benötigst du einen Master Abschluss.
Berufsperspektiven und Karrierechancen:
Nach dem Studium ist dein Weg in der Regel bereits geebnet. Du wirst Psychotherapeut/in und wirst entweder in einer bestehenden Praxis als Arbeitnehmer angestellt oder du baust dir selbst deine eigene Praxis auf. Neben Praxen kannst du aber natürlich auch in Krankenhäusern, verschiedenen Reha Kliniken oder in einem Amt tätig sein. Als Psychotherapeut hast du vielerlei Möglichkeiten.
Über die normale Arbeit des Psychotherapeuten hinaus, kannst du natürlich auch in der Hochschule blieben und in der Forschung tätig sein. An der Hochschule kannst du dann in verschiedenen Disziplinen neue und bisher unerforschte oder wenig erforschte Dinge erproben und wirst dann in der Regel auch an der Hochschule verschiedene Vorlesungen oder Seminare leiten können. Heute stehen dir als Psychotherapeut viele Wege offen und Psychotherapeuten werden immer wieder händeringend gesucht.
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