So finanzierst du dein Medizinstudium

So finanzierst du dein Medizinstudium

Mit einem abgeschlossenen Medizinstudium ins Berufsleben zu starten ist für viele ein Traumszenario. Der Weg dahin ist aber leider kein Spaziergang im Park, sondern eher ein Triathlon. Im Hochsommer! Mit Extragewichten! Zeit für Nebenjobs, geschweige denn Freizeit, bleibt da kaum. Die Zeit, die du in Vorlesungen und Lernsessions steckst, zahlen dir aber auch nicht die Miete. Monatlich können Medizinstudierende durchschnittlich auf Ausgaben zwischen 570-1500€ kommen. Wenn du dir jetzt zurecht die Frage stellst, wie man das alles während eines Vollzeitstudiums finanzieren soll: we got you covered!

 

Finanzierungsmöglichkeiten für Mediziner:innen

 

BAföG

 

Die vermutlich bekannteste Möglichkeit an jedem Monatsende nicht blank dazustehen, ist das Bundesausbildungsförderungsgesetz, bzw. BAföG. Medizinstudierende ohne Kind können hierbei bei einem Einkommen unter 450€ (540€ ab Oktober 2022) bis zu 730€ im Monat erhalten. Dies ist aber nur gültig, sofern sich das Einkommen der Eltern unter der Beitragsbemessungsgrenze bewegt. Dieses Gesetz soll Chancengleichheit schaffen und auch Studierende, welche sich nicht auf eine ausgiebige finanzielle Unterstützung durch die Eltern verlassen können, unterstützen. Einen BAföG Antrag kannst du beim Amt für Ausbildungsförderung stellen.

 

Stipendien

 

Eine institutionelle Förderung des Medizinstudiums erlaubt es dir, dich größtenteils auf dein Studium zu konzentrieren und weitestgehend sorgenfrei zu bleiben, was deine Finanzen angeht. Der große Pluspunkt ist hierbei, dass kein Geld mehr zurückgezahlt werden muss. Trotzdem ist die Nachfrage nicht sehr hoch angesichts der profitablen Vorzüge, denn viele junge Menschen verbinden ein Stipendium mit extraordinären schulischen Leistungen. Die Anforderungen sind jedoch auch durch politisches oder soziales Engagement, maßgebliche persönliche Erfolge oder einer überzeugenden Bewerbung erfüllbar. Wir haben dir bereits die Arbeit abgenommen und nützliche Institutionen, die Stipendien für Mediziner:innen geben, hier für dich gesammelt. Willst du dich für mehrere Stipendien gleichzeitig bewerben, solltest du mal einen Blick auf die Stipendiendatenbank „E-follows“ werfen.

 

Studierendenkredite

 

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet unter anderem Studierendenkredite an, inklusive variablen Zinssätzen, welche von der Laufzeit, Kredithöhe und Art des Studiums abhängen. Diese Kredite werden in monatlichen Raten abbezahlt und können teilweise das gesamte Studium oder bestimmte Phasen finanziell unterstützen.

 

 

Bildungsfonds

 

Eine eher weniger verbreitete Möglichkeit Lebenserhaltungskosten, bzw. Studiengebühren abzudecken oder das Auslandssemester zu finanzieren, ist ein Bildungsfond in Anspruch zu nehmen. Finanziert werden diese durch private Geldgeber:innen oder institutionelle Anleger:innen. Die Rückzahlung erfolgt einkommensabhängig ab dem erfolgreichen Start ins Berufsleben.

 

Nebenjobs

 

Selbst wenn neben dem Studium kaum Zeit bleibt, um sinnvolle Nebenjobs auszuführen, gibt es tatsächlich einige Möglichkeiten, um Medizinstudium und Nebentätigkeit unter einen Hut zu bekommen. Einerseits kann man als Hilfswissenschaftler:in an Institutionen einsteigen, um Experimente und dazugehörige Unterlagen vorzubereiten oder Studiendaten zu evaluieren. Wertvolle Erfahrungen kann man andererseits auch als Hakenhalter:in während OPs sammeln. Abläufe und zusammenhängende Tätigkeiten, wie steriles Abwaschen oder Anlage von Verbänden bereits früh zur Routine zu machen, zahlt sich auf lange Sicht aus. Um alternativ in späteren Semestern bereits vergangenen Stoff aufzuarbeiten, bietet sich die Möglichkeit als Tutor:in im Repetitorium zu arbeiten. Als Tutor:in oder Hilfswissenschaftler:in wird man nach festgelegten Lohntabellen entlohnt, während man als Hakenhalter:in einen etwas höheren Lohn anstreben kann.

Weitere Nebenjobs für Mediziner:innen findest du auch in unserer Stellenbörse. Dort kannst du ganz leicht nach Branche, Anstellungsart und Region filtern.

 

 

Wie du siehst, gibt es doch die ein oder andere Möglichkeit, sich das Leben als Medizinstudent:in finanziell leichter zu gestalten. Grundlegend ist es immer am wichtigsten einen Plan über seine Finanzen zu führen, um den maximalen Überblick zu haben. Auch dafür haben wir für dich die passenden Life Hacks zum Thema Money Management gesammelt.