Master & Pre- Master

Master & Pre- Master

Inhaltsübersicht

Du hast dein Masterstudium gerade begonnen, oder wirst es in der nächsten Zeit beginnen? Dann wirst du bereits jetzt merken, dass das Masterstudium den Studierenden viel abverlangt. Als Studierender bist du nicht nur mit Problemen, wie Deadlines und Lernstress konfrontiert, sondern auch mit der Frage, wie du Freizeit und Studium bestmöglich aufeinander abstimmen kannst.

Zum Einstieg ins Studium werden in der Regel Einführungsveranstaltungen angeboten, die an einem gesamten Tag stattfinden, sich aber durchaus auch auf mehrere Tage ausstrecken können. Hier wird dir dein Campus und die wichtigsten Gebäude gezeigt. Außerdem wird dir in der Regel am ersten Tag eine Einführung in dein Studienfach gegeben, in der auf die grundsätzlichen Regelungen und Strukturen eingegangen wird und dir die verschiedenen Schwerpunktbereiche vorgestellt werden.

Diese Einführungsveranstaltungen sind gerade dann von Vorteil, wenn du neu an der Universität bist. Denn dann bist du in der Regel noch nicht dort gewesen und die Koordination unterscheidet sich möglicherweise von der deiner vorherigen Universität. Wenn eine solche Veranstaltung also zu Beginn deines Studiums angeboten wird, solltest du sie auf jeden Fall wahrnehmen, denn hier lernst du auch verschiedene Mentoren kennen. Das sind Studierende aus höheren Fachsemestern, die dir auch während des Studiums noch wertvolle Tipps geben können und werden.

In der Regel helfen dir auch verschiedene Skripte und Flyer, wie das Modulhandbuch, in dem die unterschiedlichen Module beschrieben sind, die du während deines Studiums absolvieren kannst.

Das Masterstudium ist in der Regel deutlich anspruchsvoller als es das Bachelorstudium und ist in seiner zeitlichen Ausführung nicht zu unterschätzen. Trotzdem solltest du nicht direkt den Kopf in den Sand stecken. Wir versuchen dir hier ein paar wertvolle Tipps und Tricks darzustellen, wie du häufig auftauchende Probleme bewältigen oder gar vermeiden kannst.

Zeitmanagement

Das Zeitmanagement im Masterstudium ist das A und O. Anders als viele Außenstehenden immer behaupten, etwa, dass Studenten lange ausschlafen, den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen und viel Freizeit haben, ist das Studium oftmals sehr hektisch, zeitaufreibend und vor allem muss man häufig auch mal eine Menge an Freizeit opfern. Du hast viele Vorlesungen, die du besuchen möchtest und musst diese alle unter einen Hut bekommen, dann kommt noch das Vor- und Nacharbeiten der Vorlesungen dazu und Hausarbeite, Referate und alles was noch dazwischen passiert. Doch oftmals ist der Zeitdruck des Studierenden selbst verschuldet. Gute Noten scheitern häufig nicht an dem Mangel an Zeit, sondern vielmehr an einem Mangel an Selbstmanagement. Um dein Studium möglichst stressfrei zu meistern, hilft ein eigenes Management, denn nur so kannst du alle Aufgaben im Blick behalten und dich bestmöglich auf die verschiedenen Lehrveranstaltungen vorbereiten.

Folgende Tipps solltest du im Punkt Zeitmanagement beherzigen

1. Prioritäten setzen

Viele Studierende sind der Meinung, dass eine effektive Planung darin besteht, alle Hobbies, persönliche Beziehungen und andere Erlebnisse und Beschäftigungen herunterzuschrauben und oftmals sogar komplett aufzugeben, um sich komplett dem Studium zu widmen. Dabei ist ein Ausgleich auch im Masterstudium sehr wichtig. Du musst also lernen, deine Aufgaben zu strukturieren und in den verschiedenen Situationen die richtigen Prioritäten zu setzen. Wenn du also kurz vor der Klausur stehst, solltest du natürlich nicht arbeiten gehen, sondern dich auf die Klausur konzentrieren. Jedenfalls im größten Teil der Zeit. Natürlich brauchst du auch in dieser Zeit Geld, um dein Studium und deinen Unterhalt zu finanzieren, klüger wäre es aber in diesem Fall im Vorhinein auf der Arbeit mehr zu machen, um dann während der Klausurenphase Zeit zum Lernen zu haben. Auch persönliche Veranstaltungen, wie der Geburtstag deiner Mutter oder deines Bruders sollten nicht unter deinem Studium leiden. Persönliche Beziehungen geben dir im Studium Kraft und können auch mal eine willkommene Abwechslung darstellen. Du musst also lernen, die Dinge frühzeitig zu planen und Prioritäten zu setzen. Welches Ereignis ist zu welcher Zeit wichtiger und welche Tätigkeiten erledige ich wann? Diese Fragen solltest du dir stellen, damit du nicht in Zeitdruck oder Stress gerätst.

2. Flexibilität

Wer kennt das nicht. Man hat alles bis ins kleinste Detail durchgeplant und plötzlich kommt unerwartet etwas Dazwischen und dein gesamter Plan ist dahin. Das kann nicht nur ein Ereignis sein, das sich geändert hat, sondern auch ein Motivationstief bedeuten. Jetzt muss man ruhig bleiben und darf den Kopf nicht in den Sand stecken. Es ist Flexibilität gefragt. Plane einfach um und strukturiere dir einen neuen Plan. Du wirst sehen, das wird dir im Studium häufiger passieren, dass dir unerwartet etwas den Plan zuNichte macht und dann ist man viel einfacher und leichter unterwegs, wenn man Ruhe bewahrt und flexibel damit umgeht. Stelle dir dazu am besten einen Wochenplan zusammen und stecke dir deine Ziele dabei nicht zu hoch. So hast du die nötige Flexibilität, wenn eine Hausarbeit mal länger dauert, du dich spontan mit Freunden triffst oder eine Veranstaltung sich verschiebt.

3. Wende das Pareto-Prinzip an

In der Literatur findet man immer wieder die Aussage, dass dein Studium dann effektiv ist, wenn du mit 20% deiner Tätigkeit 80% deiner Ergebnisse und Erfolge einfährst. Aber was bedeutet das jetzt konkret und wie soll das gehen?
Ganz einfach: Du solltest dazu ein gesundes Gleichgewicht schaffen zwischen dem, was du machen kannst und dem, was du tatsächlich machst. Wenn du dir also kleine Zwischenziele setzt, arbeitest du erwiesenermaßen deutlich effektiver und schneller, du reduzierst deinen Arbeitsaufwand und kannst dein Ziel mit einer geringeren Leistung erreichen. Wenn du also beispielsweise für eine Klausur lernst, teile dir den Stoff in einzelne Abschnitte auf, die du dann nach und nach durchgehst und lernst. Am Ende hast du dann dein Gesamtziel durch die kleinen Zwischenziele einfacher erreicht, weil du zusätzlich eine größere Übersichtlichkeit geschaffen hast.

Dazu passend ist Tipp 4 - Die Häppchen-Taktik:

Nach der Häppchen-Taktik sollte man immer jeden Schritt einzeln betrachten, um langfristig das Gesamtziel zu erreichen. Du solltest also deine langfristigen Ziele mit unmittelbar bevorstehenden Aufgaben verknüpfen. Dabei spielt auch wieder Tipp 1 eine bedeutende Rolle. Denn nur wenn du dir im Vorfeld Prioritäten gesetzt hast, kannst du einschätzen, für welche Aufgaben du mehr oder weniger Zeit in Anspruch nehmen solltest. Dinge, die eine niedrigere Priorität haben, sollten daher auch mit wenig Zeitaufwand erledigt werden.

Wichtig ist, dass du dir zunächst eine Wochenplanung machst, in der du festhältst, welche Ziele du in dieser Woche erreichen möchtest. Das könnte beispielsweise sein, dass du den ersten Abschnitt deiner Hausarbeit am Dienstag fertig schreibst und dann am Donnerstag arbeiten gehst. Du solltest in deinem Wochenplan nicht nur die Vorlesungen und Seminare festhalten, sondern auch die Zeit, die du benötigst, die besprochenen Dinge nachzuarbeiten, aber auch andere Dinge, wie Hausarbeiten, das Arbeiten und der Sport sollten in deinem Plan auftauchen. Denn wenn du das nicht mit einbaust, wirst du schnell ins Schwitzen kommen und am Ende hast du für die ein oder andere Sache keine Zeit mehr übrig, weil du dich verkalkuliert hast.

5. Ähnliche Aufgaben bündeln

Plane deine Aufgaben im Wochenplan so, dass du ähnliche Aufgaben und Themenfelder nacheinander oder gebündelt in Angriff nimmst. Denn dann bist du bereits in der Materie drinnen und du musst dich nicht mehr einlesen. Das spart Zeit und am Ende auch Nerven.

Auch Dinge außerhalb vom Studium können so gebündelt abgearbeitet werden. Wenn du beispielsweise einen Arzttermin hast, solltest du das Einkaufen oder andere Besorgungen an den Termin anschließen. Denn wenn du danach erst wieder nach Hause fährst, um deinem Studium weiter nachzugehen, hast du viel mehr Zeit vergeudet, als wenn du beispielsweise dann direkt einkaufen gehst und später nicht nochmal extra losmusst.

Motivationstief im Studium

Jeder kennt das und hatte das bestimmt auch schon im Bachelorstudium. In der Zeit hat man überhaupt keine Lust, irgendetwas für das Studium zu tun. Man ist demotiviert und das kann ganz unterschiedliche Gründe haben.

Aber was kannst du in solchen Situationen tun, um deine Motivation für das Studium wieder zu finden?

Zunächst solltest du natürlich die Ursache für dein Motivationstief finden, denn nur wenn du weißt, was das Problem ist, kannst du gezielt dagegen vorgehen. Um also Ursachenforschung zu betreiben könntest du dir folgende Fragen stellen:

  • Wann hat die Krise begonnen?
  • Hattest du schonmal eine ähnliche Krise und wenn ja, woher kam die?
  • Welche Gefühle treiben die Krise an? Hast du beispielsweise Angst zu scheitern?

Wenn du dir diese Fragen beantworten konntest, kannst du dich den Auslösern der Krise stellen und sie mit konkreten Aktionen bekämpfen.

Nicht selten spielt aber auch eine Überlastung eine bedeutende Rolle. Oftmals konzentriert und fokussiert man sich zu stark auf das Studium und vergisst das Leben neben dem Studium. Sport, mit Freunden treffen, einen Kaffee trinken oder spazieren gehen. Egal was du vorher gerne getan hast – du solltest es in dein Studienalltag integrieren. Denn nur mit Abwechslung kannst du einer Überlastung entgegenwirken.

Ein weiterer Tipp, ein Motivationstief vorzubeugen ist, dem Studium einen Sinn zu geben.

Oftmals studiert man fleißig vor sich hin und weiß am Ende des Tages gar nicht mehr genau, wofür man das alles überhaupt macht. Gib deinem Studium einen Sinn, indem du dich in einem praktischen Teil betätigst. Das kann von Ehrenamt bis hin zu einem Werkstudentenjob reichen. Denn hier kannst du das Erlernte auch anwenden und hast wieder mehr Motivation zu lernen, um verschiedene Problem in der Praxis besser lösen zu können.

Oftmals hilft es auch, wenn man mit Kommilitonen über sein Motivationstief spricht. Auch Freunde oder Familienmitglieder können hier gute Ansprechpartner sein. Trotzdem würde ich eher mit Kommilitonen sprechen, denn die wissen genau worum es geht und können dich besser verstehen, weil sie vielleicht sogar schon einmal in einer ähnlichen Situation waren und dir Tipps geben können, wie sie diese Krise bewältigt haben.


Studydrive - Dein Begleiter im Studium

Mit Studydrive bist du im Studium immer bestens gewappnet! Tausche dich mit anderen Studierenden aus, bekomme Hilfe auf Augenhöhe für offene Fragen, verpasse nichts, was zwischen deinen Kommilitonen in den Kursen ausgetauscht wird und finde hilfreiches Lernmaterial.

Zeig mir Studydrive