Literaturrecherche

Literaturrecherche

Jeder Studierende steht früher oder später vor der Aufgabe eine Hausarbeit, eine Seminararbeit oder eine Projektarbeit gemäß den Richtlinien der Hochschule oder der Universität zu erstellen. Spätestens bei der Bachelorarbeit ist eine umfangreiche und gute Literaturrecherche ausschlaggebend für das Endergebnis.

Mittels einer ausführlichen Literaturrecherche schafft sich der Studierende den Grundstein für eine erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit. Zusätzlich gelingt es den Studierenden die Thematik von verschiedenen Blickpunkten und Perspektiven zu beleuchten. Was zeichnet also eine gute Literaturrecherche aus und worauf sollte man dabei achten? Diese Fragen werden wir in diesem Beitrag umfassend erörtern. 

Allgemeines zur Literaturrecherche

Schritt Nummer 1 und zugleich ein wichtiger Schritt ist das Einlesen. Hierbei verschafft sich der Studierende ein Grundverständnis. Sogenannte Überblickswerke zum Thema wie Hand- Lehr- oder Fachbücher sind dafür besonders hilfreich. Für eine Bachelor- oder Masterarbeit reichen Lehrbücher allein nicht aus, weil sie nur einen groben Überblick bzgl. der Themen geben und nur das abbilden, was weitgehend unumstritten ist. Die wesentliche Aufgabe der Abschlussarbeit sollte die Abbildung der Kontroverse und des aktuellen Forschungsstands sein.

Bei der Literaturrecherche stößt man häufig auf verschiedene Arten von Literaturen wie z.B.

  • Allgemeines Lehrbuch
  • Spezielles Lehrbuch
  • Journal/ Fachzeitschriften
  • Sammelband/ Handbuch
  • Dissertation
  • Lexikon
  • Arbeitspapier
  • Branchenbezogene Zeitschriften
  • Wochenzeitung
  • Tageszeitung
  • Expertengespräch
  • Internet

Zu den wichtigsten und meistgenutzten Quellen gehören neben Büchern die Fachzeitschriften. Diese verschiedenen Arten von Literaturen unterscheiden sich unter anderem bzgl. der Auffindbarkeit. Um diese Literatur leichter zu finden benötigt man Recherchetools.

Was ist eine systematische Literaturrecherche?

Die systematische Literaturrecherche stützt sich nicht ausschließlich auf die Quellenangaben anderer Autoren. In der Regel beginnt man mit der Recherche zu den Grundlagen des Themas, bzw. mit der Erarbeitung von Suchbegriffen, die für die weitere Recherche in Datenbanken und anderen Quellen dienen. Dies hat den Vorteil, dass man sich bis zu dem neuesten wissenschaftlichen Stand der Thematik vorarbeiten kann und aktuelle Erkenntnisse und Forschungen in die Abschlussarbeit einbinden kann.

Wie viel Zeit sollte man bei der Literaturrecherche einplanen?

Der Aufwand für die Literaturrecherche hängt stark vom Umfang der Ausarbeitung ab. Für eine Bachelorarbeit sollte man zwei bis vier Wochen für die reine Literaturrecherche einplanen. Bei einer Seminararbeit oder Hausarbeit von mehreren Seiten reicht eine kurze Literaturrecherche vollkommen aus. Zusätzlich sollte man die Literaturrecherche gut einplanen und den Überblick über die gefundene Literatur behalten. Gewünschte Fachliteratur solltest du frühzeitig vermerken oder ausleihen, um nicht unnötig Zeit zu verlieren.

Welche Tools erleichtern einem die Literaturrecherche?

Bei komplexen und neuen Themen liefert Google oftmals nicht alle Informationen, bzw. unzureichende Informationen für den Wissenschaftler und Studierenden. Deshalb ist es äußerst empfehlenswert sich die Hilfsmittel zu Nutze zu machen, die einen Mehrwert bieten wie zum Beispiel:

Wissenschaftliche Datenbanken: Die wissenschaftlichen Datenbanken enthalten gesammelte Dokumente, die verwendet werden, um Wissen raum- und zeitunabhängig an Studierenden, Mitarbeiter, Prof. etc. weiterzugeben. Im Nachfolgenden werden einige praktische wissenschaftliche Datenbanken aufgelistet, die für die Literaturrecherche für Bachelor- oder Masterarbeiten sehr sinnvoll sein könnten!

  • Google Scholar: Hierbei handelt es sich um eine spezialisierte Suchmaschine von Google, die lediglich der Literaturrecherche dient. Hier kannst du kostenlose sowie kostenpflichtige Veröffentlichungen finden. Die Suchmaschine funktioniert dabei wie Google.
  • OPAC: OPAC steht für „Online Public Access Catalogue” und stellt einen öffentlich zugänglichen Online Katalog in Form einer Datenbank dar. Das Besondere an OPAC ist, dass hier alle Medien gespeichert sind, die die Universität oder Fachhochschule besitzt wie z.B. Bücher, Zeitschriften, Magazine, PDFs, … Für den Zugriff benötigt man lediglich eine Bibliotheksausweisnummer. Damit kann man sich Online anmelden und auf die Datenbank zugreifen. Mittels Eingabe von Suchwörter, Schlagwörter, Autorname, Erscheinungsjahr etc. kann man die Bücher suchen, die man benötigt. Oftmals ist der Download von Büchern ebenfalls möglich, vorausgesetzt dass das Schriftstück als elektronische Ressource verfügbar ist. Neben OPAC gibt es häufig auch die Hochschuleigene Online-Bibliothek/Katalog, welcher die gleiche Funktion aufweist.
  • EZB: EZB steht für „Elektronische Zeitschriftenbibliothek“ und ist eine renommierte Datenbank, betrieben von der Universität Regensburg, die inzwischen von vielen Universitäten zur Literaturbeschaffung angegeben wird. Das Besondere an der EZB ist, dass die Datenbank Zeitschriften von über 500 Bibliotheken enthält. Darunter befinden sich unter anderem auch wissenschaftliche Artikel, auf die der oder die Studierende vollen Zugriff bekommt.
  • DBIS: DBIS ist ein Datenbank-Infosystem, welches Datenbanken beinhaltet, die nach Fachrichtungen geordnet und aufgelistet werden. Sie eignet sich ebenfalls zur Literaturrecherche und kann neben Literaturhinweise auch ganze Volltexte anzeigen.
  • Base: Base steht für die „Bielefeld Academic Search Engine“ und ist eine Online-Recherchedatenbank, die von der Universitätsbibliothek Bielefeld betrieben wird. Base ist ebenfalls eine wissenschaftliche Suchmaschine, die ihre Dokumente vollständig und kostenlos zur Verfügung stellt.
  • Universitäts- oder Fachhochschulbibliothek: Oftmals können die Bibliotheken selbst sehr hilfreich bei der Literaturrecherche sein, da die Mitarbeiter geschult sind und ein gutes Auge für das Finden guter Literatur haben. Zwar hat die digitale Literaturrecherche in den letzten Jahren an Bedeutung und Zuwachs gewonnen, jedoch ist die die Bibliothek als Anlaufstelle immer noch wertvoll. In der Bibliothek kennt man sich aus, zumal man als Studierender viele Stunden zum Lernen und Recherchieren verbracht hat.

Internetquellen, auch aus digitalen Datenbanken, kann man ohne Bedenken in der wissenschaftlichen Ausarbeitung nutzen. Wichtig ist, dass man „normale“ Internetquellen kritisch betrachten muss, da viele Informationen unschlüssig oder unstimmig sind.

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