Welcher Lerntyp bist du?

Hast du dir schon einmal überlegt, welcher Lerntyp du bist? Das solltest du unbedingt machen, denn so weißt du, wie du am besten für dich lernen kannst und mit welcher Methode du am effektivsten bist. So sparst du dir Zeit und Energie, und es hilft dir, dich optimal auf Prüfungen vorzubereiten. Hier zeigen wir dir welche Lerntypen es gibt, damit du herausfinden kannst, welchem du am ehesten entsprichst.
- Der visuelle Lerntyp
- Der auditive Lerntyp
- Der haptische Lerntyp
- Der kommunikative Lerntyp
Inhaltsübersicht
Die vier verschiedenen Lerntypen
Es gibt vier verschiedene Lerntypen, die typisch sind. Idealerweise benutzen wir dabei unsere Sinne. Der visuelle Lerntyp verwendet gerne seine Augen und lernt am besten durch Abbildungen und Texte. Der auditive Lerntyp vertraut seinen Ohren und hört aufmerksam zu, um Informationen zu verarbeiten. Der haptische Lerntyp benutzt seinen Tastsinn und möchte gerne sein Wissen praktisch anwenden, um gute Lernergebnisse zu erzielen. Zu guter Letzt kommuniziert der kommunikative Lerntyp über seinen Mund und möchte Informationen mit anderen austauschen, um sein Wissenstand zu prüfen.
Es ist gut möglich, dass du dich nicht nur in einem Lerntyp wiederfindest. Das ist völlig normal, denn die Merkmale können sich bei dir überlappen. Somit kannst du mehrere Methoden anwenden und je nach Inhalt verschiedene Methoden ausprobieren. Versuche Abwechslung und Bewegung in deinen Lernalltag einzubringen und du arbeitest viel effektiver.
Der visuelle Lerntyp
Der visuelle Lerntyp arbeitet gerne mit Grafiken und Skizzen. Er benutzt überwiegend seine Augen und lernt somit am besten über das Sehen. In Vorlesungen unterstützen Bilder und Darstellungen seinen Lernprozess. Lesen und Beobachten sind ebenfalls Mittel, die er zum Lernen verwendet. Meistens mag er es bunt und auffällig. Um Texte hervorzuheben werden oft verschiedene Farben von Markern verwendet.
Treffen diese Merkmale des visuellen Lerntyps auf dich zu, so kannst du davon ausgehen, dass du gerne mit deinen Augen lernst. Es ist wichtig, auch die richtigen Methoden anzuwenden. Gerade während der Klausurenphase ist es nötig, richtig an die Sache ranzugehen.
Sollten Vorlesungen keine visuellen Darstellungen beinhalten, wie PowerPoint-Präsentationen, Schaubilder an der Tafel oder Folien an der Wand, so ist es hilfreich, wenn du als visueller Lerntyp den Stoff zu Hause nacharbeitest und wiederholst. Versuche Mitgeschriebenes oder wichtige Informationen aus verschiedenen Quellen, strukturiert zusammenzufassen. Gerade bei Texten ist es hilfreich, die wichtigsten Stellen durch Farben hervorzuheben. Dabei kann auch ein Farbcode angewandt werden. Als kleiner Tipp gilt auch am Rand Notizen zu führen, um später schneller an die Informationen zu kommen. Auch Skripte können helfen. Es nützt sie auszudrucken, und sich dort einige Notizen aufzuschreiben oder Skizzen zu zeichnen. Ebenso können Schaubilder als gesamtes Bild helfen. Dabei ist es wichtig auf Struktur zu achten, um auch später noch alles verstehen zu können. Dabei werden alle Erkenntnisse, die man durch die verschiedenen Quellen (Buch, Skript, Literatur, etc.) erworben hat in zum Beispiel einer Mind-Map dargestellt.
Der auditive Lerntyp
Wie man schon erahnen kann, hört der auditive Lerntyp gerne zu. Hören ist somit seine Stärke und dieser Lerntyp benutzt es überwiegend zum Lernen. Er kann Gesagtes sehr gut verarbeiten und kann sich durch Vorträge, lautes Vorlesen und mündliche Erläuterungen Informationen besser einprägen. Vorlesungen nutzt er also zu seinem Vorteil.
Hast du das Gefühl, dass du in der Vorlesung besser Informationen speichern kannst als andere, weil du deinem Professor gerne zu hörst, so gehörst du wahrscheinlich zu den Auditiven. Auch zu Hause ist es dir möglich, als auditiver Lerntyp erfolgreich zu lernen.
Zumal kannst du Vorlesungen aufzeichnen, falls es dir dein Professor erlaubt, und zu Hause nochmal abspielen. So kannst du nochmal genau hinhören und die Informationen in einer ruhigeren Umgebung besser verarbeiten. Oder du besuchst Seminare, Tutorien oder Crash-Kurse, welche sich hervorragend für dich eignen. Außerdem eignen sich Videos, wie YouTube-Videos oder Online-Tutorien für dich. Natürlich ist es auch hilfreich, Informationen zu lesen und zusammenzufassen. Als auditiver Lerntyp kann man diese Zusammenfassungen laut vorlesen und man prägt sich die Informationen besser ein. Außerdem kann man als diesen Lerntyp auch einfach unterwegs in der Bahn oder auch im Schlaf lernen, indem man seine Zusammenfassungen aufnimmt (zum Beispiel als Sprachmemo auf dem Handy) und diese dann unterwegs oder beim Schlafgehen abspielt.
Der haptische Lerntyp
Beim haptischen Lerntyp handelt es sich um das Lernen über den Tastsinn. Er lernt über das eigene praktische Tun und das Anfassen. Er muss das neu Gelernte selbst ausprobieren und anwenden können. Inhalte begreift er besser, wenn er selbst aktiv werden kann. Bewegung ist hier das Stichwort.
Siehst du dich als haptischen Lerntyp, so benutzt du gerne deine motorischen Fähigkeiten, um Informationen besser zu verarbeiten. Du sitzt nicht stundenlang vor Büchern und hast es sowieso schwer, dir so alles einzuprägen, sondern lernst gerne, indem du Neues anwenden kannst und aus deinen praktischen Erfahrungen lernst.
Es ist hilfreich, sich Modelle als Grundlage zu nehmen und diese tatsächlich zu begreifen. Manchmal ist es möglich, selbst Dinge zu bauen oder zu animieren. Natürlich ist dies abhängig von deinem Studiengang. Studierst du etwas sehr Theoretisches macht es Sinn, etwas kreativer zu werden. Es hilft, sich mit anderen auszutauschen oder sich Metaphern zu überlegen. Wenn du das Gelernte nämlich auf andere Dinge anwenden kannst, so wird das Thema für dich viel logischer ist und du kannst es so besser verstehen. Einfacher wird es, wenn du einen praktischen Studiengang wählst, wie Chemie oder Medizin. In diesen Studiengängen kannst du das Gelernte direkt anwenden und lernst über die praktische Erfahrung. Außerdem ist es auch möglich, mit Handbewegungen zu lernen. Dabei kann es zum Beispiel um ein Prozess gehen, du stellst dir diesen bildlich vor, beschreibst währenddessen laut die einzelnen Schritte und verwendest passende Handbewegungen dazu. Es empfiehlt sich verschiedene Bewegungen einzubauen.
Der kommunikative Lerntyp
Dieser Lerntyp liebt es zu reden und zu erklären. Die Kommunikation und der Austausch mit anderen helfen ihm, Informationen besser zu verarbeiten und zu begreifen. Er stellt gerne Fragen, geht auf Erklärungen ein und diskutiert über Inhalte, um so die besten Lernergebnisse zu erzielen.
Erklärst du auch gerne und unterhältst dich gerne mit deinen Kommilitonen über Inhalte der Vorlesungen, so kannst du dir eingestehen, dass du ein kommunikativer Lerntyp bist. Du willst nicht allein lernen und brauchst zum Lernen angeregte Diskussionen.
Als kommunikativer Lerntyp sind Lerngruppen sehr sinnvoll. Durch den Austausch von Gelerntem mit anderen Kommilitonen wiederholt man den Stoff und man kann sich den so besser einprägen. Außerdem wird das Verständnis gestärkt, denn wenn man eine Frage hat, wird durch das eigene Nachdenken die Lösung besser verstanden. Auch Seminare und andere Kurse, welche dem Austausch dienen und Diskussionen anregen, sind hilfreich. Man geht den Stoff durch und versucht diesen durch die eigenen Worte auszudrücken. Das hilft, diesen besser zu verstehen und sich einzuprägen. Andere können ebenfalls einem die Augen öffnen, wenn man etwas nicht verstanden hat oder sogar zu einer falschen Lösung kommt. Die Fragen anderer können dich auch testen, ob du den Inhalt wirklich verstanden hast oder nur denkst, dass du alles gelernt hast.
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