Ist es OK, kein Karrieremensch zu sein?

Ist es OK, kein Karrieremensch zu sein?

39,5 Stunden arbeiteten Vollzeitbeschäftigte in Deutschland durchschnittlich dieses Jahr. In manchen Berufen bis zu 80, in anderen vielleicht sogar nur 20. Logisch, deswegen gibt’s ja einen Durchschnitt, lol.

 

Was ist aber, wenn du gar kein Bock darauf hast? 40 Wochenstunden arbeiten, um am Ende des Tages nur dein Sparschwein zu füllen, um deine tatsächlichen Hobbies ausleben zu können. Wenn das für dich wie Quatsch klingt, bist du auf jeden Fall nicht allein. Gerade durch die Gen Z hört man immer wieder, dass viele keine Lust mehr haben, die Karriere in den Vordergrund zu stellen. Lieber setzt man die Prioritäten anders.

 

Klar ist das kein Movement, das die zukünftige Art zu arbeiten revolutionieren wird oder will. Trotzdem ist es extrem wichtig zu erkennen, ob man selbst ein Karrieremensch ist oder nicht. Doch wie geht das überhaupt? Und was heißt es, kein Karrieremensch zu sein? Hier findest du’s heraus!

 

 

Etwas erleben vs. Karrieremöglichkeiten

Klar ist es schon cool, sich komplett auf den Job zu fokussieren und dann befördert zu werden. Aber du fühlst es eher, etwas außerhalb deines Jobs zu erleben? Dann bist du vielleicht kein Karrieremensch. Ist das schlimm? Ganz und gar nicht.


Viele würden solch eine Einstellung als arbeitsscheu bezeichnen. Aber eigentlich ist es doch eher eine andere Art, Prioritäten zu setzen.
Der Arbeitermarkt hat sich in den letzten 30 Jahren extrem gewandelt. Einfach nur arbeiten, um zu arbeiten ist schon lange out. Die Selbstentfaltungsmöglichkeiten müssen stimmen. Wenn du also statt 40, eher 32 Stunden die Woche arbeiten würdest und dafür mehr Zeit für deinen eigenen Purpose hättest, steht dir da heutzutage und zukünftig nicht viel im Weg. Solange der Arbeitgeber mitmacht. Doch so wie es aktuell aussieht, werden Konzepte wie die 4-Tage-Woche in den meisten Unternehmen immer gängiger.

 

Purpose ist ohnehin einer der wichtigsten Faktoren, wenn es um Karriere geht. Denn gerade als „Nicht-Karrieremensch“ ist es umso wichtiger, was man eigentlich macht, als der Jobtitel oder der Name des Arbeitgebers. Mache ich überhaupt etwas sinnvolles mit meiner Arbeitszeit? Wie trage ich dazu bei, dass die Welt ein besserer Ort ist? Aspekte, wie Nachhaltigkeit oder das Umweltbewusstsein des Arbeitgebers spielen hierbei natürlich auch eine große Rolle

 

 

Doch lieber Highperformer? Oder Freelancer?

Eine erfolgreiche Karriere hinlegen zu wollen, ist natürlich immer noch das Ziel von den meisten. Auch zurecht! Niemand wird dich schief anschauen, wenn du bereit bist, deinen Job zu leben. Wenn du kein Problem damit hast, dann go for it!


Die erfolgreichsten Unternehmer:innen sind natürlich auch nicht mit 4 Tage Wochen da hingekommen, wo sie jetzt sind. Das sollte dir auch bewusst sein. Ist es also unmöglich erfolgreich zu sein, ohne permanent Eins vor Burnout zu sein? Kommt drauf an, was Erfolg für dich bedeutet.


Finanzielle Unabhängigkeit? Das geht nur mit einem Online-Business! Meld‘ dich jetzt für… Nein Spaß, aber reich zu werden, hängt wohl oder übel mit einem enormen Arbeitsaufwand zusammen. Heutzutage ist es aber auch möglich, das durch Tätigkeiten zu erreichen, die dir Spaß machen. Die alte Logik, dass das Geld automatisch kommt, solange du deinen Job extrem gut machst, hat nicht an Relevanz verloren. Wenn du also nicht eine klassische Karriere machen, sondern als Freelancer tätig sein oder dein eigenes Start-Up gründen willst, stoppt dich da heutzutage kaum einer mehr.

 

 

It's up to you!

Man kann also sagen, dass es eigentlich egal ist, was für dich am besten passt. Karriere, Selbstentfaltung oder beides. Ob du ein Karrieremensch bist oder nicht, musst du also für dich selbst entscheiden. Heißt Karriere für dich nur klassischer 9-5? Oder willst du sie selbst bestimmen? Sagt dir arbeiten überhaupt nicht zu? Das sind alles Fragen, die dir dabei weiterhelfen können.


Falls du zum Entschluss kommen solltest, kein Karrieremensch zu sein, kannst du aber beruhigt sein. Das ist tatsächlich OK, denn die Prioritäten auf etwas anderes als den Job zu setzen, ist mittlerweile mehr als normal.
Heißt das, dass auf einmal alle so denken müssen? Nein, aber es ist nicht mehr verwerflich, kein Karrieremensch zu sein.