Effektiver lernen mit der Feynman Methode

Effektiver lernen mit der Feynman Methode

Konfliktlösung im Unternehmen: Konflikt – Kooperation – Verhandlung

„Wenn du es nicht einfach erklären kannst, hast du es nicht gut genug verstanden“ Albert Einstein

Was ist die Feynmann-Methode?

Viele von euch kennen das bestimmt: da sitzt man den halben Tag über komplexen Themen aus dem Studium und versucht mühsam den Stoff in die grauen Zellen zu bekommen. Am Abend klappt man die Unterlagen zu und ist erleichtert es endlich verstanden zu haben. Doch schon am nächsten Tag, wenn ein Kommilitone euch Fragen zum Gelernten stellt oder im schlimmsten Fall in der Klausur, merkt ihr, dass ihr ziemliche Wissenslücken habt und die Inhalte kaum zusammen bekommt. Transferaufgaben bringen euch vollends ins Schwitzen.

Die Feynmann-Methode ist eine Lerntechnik, die verspricht das man sich Dinge schneller bzw. besser einzuprägen kann und zudem fähig ist von diesem Wissen auf neue Sachverhalte schließen. Zurückzuführen ist sie auf den bekannten Physiker Richard Feynmann, der diese Technik zu seiner Studienzeit erfunden und selbst angewandt hat.

Die Geschichte besagt, dass Feynmann und seine Lerngruppe Studieninhalte auf ein Niveau herunter brachen, so dass sie sich Themen ohne Fachbegriffe oder jegliche Fremdwörter erklären und dadurch ein viel besseres Verständnis aufbauen konnten.

Man kann es damit vergleichen, dass man einem Kind versucht Dinge verständlich darzulegen. Niemand würde auf die Idee kommen Fachbegriffe zu benutzen, um zum Beispiel die Entstehung von Wolken zu erklären. Stattdessen würden wir den Wortschatz des Kindes verwenden.

Genau dort liegt der Schlüssel zum Erfolg: um Themen in eine verständliche Sprache erklären zu können, müssen wir uns viel tiefgründiger damit beschäftigen. Das trägt dazu bei, dass wir ein anderes Verständnis aufbauen, als wenn wir nur auswendig lernen.

Wie soll das möglich sein?

Zunächst muss man wissen, dass es verschiedene Arten von Wissen gibt:

Oberflächliches Wissen

Oberflächliches Wissen ist in der Regeln jenes, welches wir uns durch stumpfsinniges auswendig lernen angeeignet haben. Wir wissen zwar dass das Ding heißt wie es heißt, oder dass etwas ist wie es ist, aber warum, das könnten wir nicht erklären. Sattdessen beherrschen wir jede Menge Fachvokabeln, haben aber nicht die leiseste Ahnung wovon wir da eigentlich reden.

Tiefgreifendes Wissen

Tiefgreifendes Wissen ist gleichzusetzen mit Verständnis. Auf dieser Ebene haben wir einen Sachverhalt in allen Facetten verstanden und können ihn mühelos erklären. Mit dieser Art von Wissen sind wir im Stande Transferaufgaben zu beantworten, das heißt wir können vom ursprünglichen Inhalt auf andere Fragestellungen abstrahieren. Diese Wissensstufe erreicht man mit der Feynmann-Methode.

Die Stufen zum Erfolg

Die Feynmann-Methode ist nicht einfach eine Reihenfolge die man bis zum letzten Schritt abarbeitet und dann automatisch Herr des Wissens ist. Die Lerntechnik basiert vielmehr auf Rekursionen, das heißt auf Wiederholungen. Man arbeitet sich kontinuierlich durch die einzelnen Schritte und beginnt dann wieder von vorne. So lässt sich überprüfen, ob noch Unklarheiten sind, oder das Thema (bestenfalls) schon vollständig verstanden wurde.

Dabei geht man folgendermaßen vor:

1. Thema vollständig erklären

Vermutlich denkst du gerade, dass wir das das Pferd von hinten aufsatteln, denn wie soll man etwas erklären, was man noch überhaupt nicht gelernt hat? Die Logik dahinter folgt in Schritt 2.

2. Fehlendes Wissen notieren

Während du im ersten Schritt das Thema einmal vollständig versuchst dir oder jemand anderem zu erklären, wirst du ganz schnell feststellen, dass du an einigen Ecken ins Stolpern gerätst. Genau darauf zielt die Lernmethode ab. Die Stolpersteine bzw. Wissenslücken schreibst du dir nun auf, womit wir zu Schritt 3 kommen.

3. Wissenslücken schließen

Alles was du dir im zweiten Schritt aufgeschrieben hast versuchst du dir nun zu erschließen. Nutze dazu deine Bücher, das Internet, frag deinen Professor oder wer auch immer dir dabei helfen kann. Wichtig ist nur, dass am Ende all deine Wissenslücken aus Schritt 2 geschlossen sind.

4. Das Thema vollständig erklären

Hast du Schritt 3 abgeschlossen kannst du übergehen zu Schritt 4, womit du eigentlich wieder bei eins anfängst. Wie zu Eingang geschrieben, basiert die Feynmann-Methode nämlich auf Rekursion. Diese Wiederholung besteht darin, dass du wieder das Thema vollständig erklärst und wieder aufschreibst um Wissenslücken aufzudecken um die du dann im nächsten Schritt wiederum zu schließen.

Das Ganze wiederholst du also solange, bis du das Thema wirklich sicher erklären kannst.

Erst wenn du dort angekommen bist, hast du tiefgreifendes Wissen erlangt und wirst auch in der Klausur keine Schwierigkeiten mehr haben dein Wissen abzurufen und Transferaufgaben zu lösen.

Du willst deine Noten an der Uni verbessern? Dann schau doch mal bei Studydrive vorbei.

Hier findest du viele, viele kostenlose Lernunterlagen, Übungsblätter, Altklausur-Lösungen und kannst dich mit anderen Studis austauschen.

Zeig mir Studydrive