Ernährung - Definition und Bedeutung

Ernährung - Definition und Bedeutung

Inhaltsübersicht

Das Thema Ernährung ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. An jeder Ecke werden wir daran erinnert uns gesund zu ernähren oder auf den neusten BigMag von Mc Donalds aufmerksam gemacht. Aber nicht nur in der Öffentlichkeit und in der Werbung, auch privat sprechen wir ständig darüber. Ob es der beste Kumpel ist, der dir von seiner neuen Diät erzählt, Kommilitonen, die jetzt aufgrund der unterschiedlichsten Intentionen Vegetarier oder Veganer geworden sind, oder die Freundin, die dir erzählt, dass sie ihre Ernährung umstellen muss aufgrund immer wiederkehrender Darmprobleme und verschiedenen Unverträglichkeiten.

Und obwohl wir jeden Tag so selbstverständlich über das Thema Ernährung reden, wissen viele nicht einmal, was genau dieses Wort Ernährung überhaupt bedeutet. Es wird mit den unterschiedlichsten Stichwörtern in Verbindung gebracht: Genuss, gemütliches Beisammensein, Festmahl, Geschmack, Lust, Gewohnheit, Reize, Freude, aber auch Ekel oder Furcht kann damit in Verbindung gebracht werden.

Aber was ist Ernährung eigentlich?

Schaut man sich verschiedene Definitionen im Internet an, kommt man zu einer recht einheitlichen Definition. DocCheck Flexikon definiert den Begriff Ernährung etwa folgendermaßen: „Als Ernährung bezeichnet man die Zufuhr von Nahrung bzw. Nährstoffen, die ein biologischer Organismus zur Aufrechterhaltung seiner Lebensfunktionen benötigt.“ (DocCheckFlexikon, 2017). Diese Definition zeigt die recht zweckgebundene Darstellung von Ernährung, welche auch vor vielen Jahren bei den Menschen noch als solche wahrgenommen und verstanden wurde. Heute jedoch wird in die Ernährung sehr viel mehr hineininterpretiert. Es stellt heute schon lange nicht mehr das Mittel zum Überleben dar, sondern ist vielmehr zu einem Lifestyle geworden. Die Bedeutung von Ernährung hat sich seit vielen Jahren entwickelt und verändert. Während früher eine fleischreiche Ernährung als Zeichen für Wohlstand verstanden wurde, ist es heute der Verzicht auf Fleisch und andere spezielle Lebensmittel.

Begonnen hat der Trend mit den Kalorien. Jeder hat seine Kalorien, die er über den Tag mit Frühstück, Mittagessen, Abendessen und verschiedenen Snacks zwischendurch aufgenommen hat, getrackt. Dafür gibt es verschiedene Apps, die ihren Nutzern mehr oder weniger gute Anwendungen bereitstellen, in denen dann häufig auch gesunde Rezepte und Lebensmittel enthalten sind.

Seit einiger Zeit ist es modern geworden, sich um seine Ernährung und damit verbunden auch um seine Gesundheit zu kümmern, indem man schaut, was man isst. Es wird nicht mehr nur auf die Kalorien geschaut, sondern vor allem auf Inhaltsstoffe geachtet und darauf geschaut, wie der Körper damit umgeht und wie es ihm mit der jeweiligen Ernährungsweise geht. Heutzutage haben immer mehr Menschen Unverträglichkeiten oder Allergien gegen verschiedene Inhaltsstoffe. Mehr und mehr geht deswegen der Trend zu einer gesunden Ernährung, ohne chemische Zusätze und weg vom Fast Food.Gesund kochen, ohne künstliche Zusatzstoffe heißt die Devise heute. Und nicht nur bei Sportlern ist das weit verbreitet, sondern auch bei allen anderen Gesellschaftsgruppen. Vor allem auch Familien achten auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung.

Was ist das aber und worauf sollte man bei seiner Ernährung genau achten?

Wie viele Eiweiße, Fette oder Zucker benötigt mein Körper und wie gesund sind Kohlenhydrate oder ähnliche Bestandteile unser täglichen Nahrung?

Um die verschiedenen Verbrauchergruppen optimal beraten zu können, lassen sich immer mehr Menschen als Ernährungswissenschaftler, Ökotrophologen oder Heilpraktiker ausbilden. Sie haben später im Beruf die Aufgabe, Ernährungsgewohnheiten von Menschen zu entschlüsseln und zu analysieren, ihre Folgen und Wirkungen aufzuzeigen und den Menschen Tipps und Tricks geben, um eine gesündere Essgewohnheit in den meist sehr stressigen Alltag zu integrieren.

In den meisten Haushalten spielt Fleisch bei einem Mittagessen die zentrale Rolle. Häufig besteht ein Mittagessen dann aus einem großen Anteil Fleisch Und einen ebenso großen Anteil Kohlenhydraten, meist in Form von Nudeln, Kartoffeln oder Reis und nur die Beilage besteht aus Obst und Gemüse. Dabei sollte vor allem Gemüse der Hauptbestandteil in einer ausgewogenen Ernährung darstellen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. ist in diesem Zusammenhang Mitglied der „5 am Tag“ Kampagne in Deutschland. Auch hierdurch soll dem Verbraucher vermittelt werden, wie wichtig ein hoher Konsum an Gemüse und Obst ist. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. verbessert ein hoher Konsum von Obst und Gemüse die Gesundheit und kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkranken und Krebs senken (DGE, 2020). Das bestätigen auch diverse Studien. Die zentrale Botschaft der Kampagne „5 am Tag“ ist es, täglich mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag zu essen. Davon sollten drei Portionen Gemüse sein und zwei Portionen Obst. Weil aber die Angabe in Portion sehr undurchsichtig ist, gibt die Kampagne auch an, wie viel das in Gramm sein sollte. Die Gemüseportion sollte also mit ihren drei Portionen etwa 400g betragen und etwa 250g Obst. Das Maß für eine Portion ist dabei in der Regel die eigene Hand. Wichtig ist hier aber zu betonen: Nicht EINE Hand, sondern genau DEINE Handgröße stellt das Maß dar. Aus diesem Maß ergibt sich dann nämlich immer die Portionsgröße, die zu Alter und Körpergröße passen, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE, 2020).

Die „5 am Tag“Regel ist eine von zehn Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Neben der „5 am Tag“ Regel stellt die DGE noch weitere Faktoren heraus. So weist die DGE auf die enorme Lebensmittelvielfalt hin, die wir für eine ausgewogene Ernährung nutzen sollten. So können unterschiedlichste Nährstoffe aufgenommen werden. Außerdem sollte man vor allem nach Vollkornprodukten greifen, Fisch und Fleisch sollten die tägliche Nahrung ergänzen, nicht dominieren, zugeführte Fette sollten vor allem auf pflanzlicher Basis zu sich genommen werden, verarbeitete Fette in Fertigprodukten (sogenannte unsichtbare Fette) sollten vermieden werden und mit Zucker und Salz sollte sparsam umgegangen werden. Wichtig ist außerdem am Tag viel Wasser zu trinken, was die siebte Regel ausmacht. Die Regeln acht bezieht sich auf eine schonende Zubereitung, um Vitamine und Mineralien zu erhalten. Die neunte Regel besagt, das Essen achtsam zu genießen. Dazu bietet es sich an, sich beim Essen vollkommen auf den Teller zu konzentrieren und sich nicht durch das Handy oder den Fernsehen ablenken zu lassen. Und zum Schluss betont die letzte Regel die Verbindung zu Sport. Demnach sollte auf das eigene Gewicht geachtet werden und Sport betrieben werden, denn auch der Sport kann zu einer geregelten Verdauung führen, da der Stoffwechsel angetrieben wird.

Wir sehen also, unsere Ernährung hat nicht nur mit dem Essen an sich zu tun, sondern ist verknüpft mit vielen anderen Faktoren. Angewohnheiten zu hinterfragen und langsam zu ändern ist hierbei der Schlüssel zum Erfolg. Dann kommst du einer ausgewogenen und gesunden Ernährung immer wieder ein kleines Stückchen näher.

Aber was macht Obst und Gemüse eigentlich im Gegensatz zu Fleisch oder Kohlenhydraten so wertvoll?

Obst und Gemüse enthalten viele verschiedenen Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die für unseren Körper unverzichtbar sind. Vitamine etwa sind an den unterschiedlichsten Prozessen im Körper beteiligt. Sie sorgen beispielsweise für den Schutz und den Aufbau verschiedener Zellen im Körper und spielen so eine bedeutende Rolle bei der Bildung von Blut-, und Knochenzellen. Obst und Gemüse liefern aber außerdem auch viele Ballaststoffe. Besonders Kohl, aber auch Möhren und Kartoffeln oder Trockenfrüchte wie Datteln oder Pflaumen sind reich an Ballaststoffen, die unsere Verdauung anregen und weit verbreitete Darmprobleme, wie Verstopfungen lindern können. Lösliche Ballaststoffe spielen auch für den Stoffwechsel eine wichtige Rolle, so können sie den Cholesterinwert senken.

Doch was ist eine optimale Ernährung für mich persönlich?

Eine optimale Ernährung sollte unseren Körper mit Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten, aber auch Vitaminen, Mineralstoffen und Wasser versorgen. Diese sind für eine geregelte Zellerneuerung, das Wachstum und für wichtige Organfunktionen essenziell. Eine optimale Ernährung speist den Körper mit der Menge an Nährstoffen, die er benötigt, um abgestorbene Zellen zu erneuern. Da dies für jeden Körper unterschiedlich ist, kann eine allgemeine Lösung nicht gefunden werden.

Ernährungsberater und Ökotrophologen sind genau hierfür ausgebildet, um dich bei einer optimalen Ernährung zu unterstützen. Grundsätzlich ist unsere Ernährung durch Emotionen, Wahrnehmung, Gewohnheiten und dem individuellen Geschmack geprägt. Einer optimalen Ernährung steht daher nicht nur das Know-How der Ernährung und den damit verbundenen ernährungsphysiologischen Prozessen entgegen, sondern auch der eigene „Schweinehund“, Gewohnheiten zu ändern und unsere Essgewohnheiten nicht an Emotionen zu binden.

Das Thema Ernährung ist sehr umfangreich und kann von vielen verschiedenen Blickwinkeln aus untersucht und betrachtet werden. In der Universität kannst du vor allem durch ein Studium der Ernährungswissenschaften und der Ökotrophologie viel in diesem Bereich erfahren und lernen. Wenn dich das Thema Ernährung auch außerhalb des Studiums interessiert oder bereits beschäftigt, da du entweder abnehmen, besondere sportliche Ziele erreichen, deiner Gesundheit etwas Gutes tun möchtest oder schon über einen längeren Zeitraum unter Darmproblemen oder anderen körperlichen Problemen leidest, empfehlen wir dir, unterschiedliche Podcasts oder Bücher verschiedener Autoren heranzuziehen. Denn es gibt nie den einen richtigen Weg für alle! Informiere dich im Detail, welche Ansätze es gibt , welche Erfahrungen bisher gesammelt wurden und wem du bei diesem hochkomplexen Thema am meisten vertraust.


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