5 Faktoren, die über dein Einstiegsgehalt entscheiden

5 Faktoren, die über dein Einstiegsgehalt entscheiden

1. Dein Abschluss

Natürlich ist deine Fachrichtung einer der wichtigsten Gehaltsfaktoren. Aber gerade für dein Einstiegsgehalt sind auch deine akademischen Leistungen von großer Bedeutung. Mit einem Master verdienst du durchschnittlich 12% mehr als mit einem Bachelor. Und je besser deine Noten, desto besser sind auch deine Chancen auf ein hervorragendes Einstiegsgehalt. Deine Noten könnten besser sein? Dann hab noch etwas Geduld und leg dich in deinem ersten Job ins Zeug: Im Laufe deiner Karriere gewinnt deine professionelle Leistung im Beruf mehr Bedeutung für dein Gehalt als deine Leistungen im Studium.

2. Die Unternehmensgröße

Je größer ein Unternehmen ist, desto höher fallen meist auch die Gehälter aus. In großen, weltweit operierenden Konzernen sind Beschäftigte häufig hoch spezialisiert auf ihr Fachgebiet und werden dafür entsprechend gut bezahlt. In einem kleineren Unternehmen verdienst du also wahrscheinlich weniger, kannst dafür aber eigenverantwortlicher arbeiten und profitierst von flacheren Hierarchien und umfangreicheren Aufgabengebieten.

3. Die Branche

Je nach Branche sind ganz unterschiedliche Durchschnittsgehälter üblich. Die Unterschiede in den Gehältern betreffen nicht nur branchenspezifische Berufe, sondern auch Jobs, die es in vielen verschiedenen Unternehmen gibt (z.B. Controller:in). Die Unterschiede basieren sowohl auf den Margen, die in den Branchen jeweils erwirtschaftet werden, als auch auf der Verfügbarkeit passender Fachkräfte. Ebenso relevant sind Gewerkschaften, die mit den von ihnen ausgehandelten Tarifverträgen großen Einfluss auf das Gehaltsniveau innerhalb einzelner Branchen haben.

Welche Gehälter Absolvent:innen je nach Abschluss, Region und Branche aktuell gezahlt werden, liest du im Gehaltsreport für Absolvent:innen.

4. Die wirtschaftliche Lage

Deine Gehaltsverhandlungen hat bessere Voraussetzungen, wenn es deinem potenziellen Arbeitgeber wirtschaftlich gut geht. Viele Aufträge in der Pipeline bedeuten nicht nur die langfristige Sicherung deines Arbeitsplatzes, sondern bieten auch mehr Spielraum für dein Gehalt. Wenn es dem Unternehmen gerade durch die wirtschaftliche Lage nicht gut geht, und du bereit bist, Abstriche zu machen, kann ein Staffelvertrag sinnvoll sein. Darin werden die ersten Gehaltserhöhungen nach einer bestimmten Zeit vertraglich festgelegt. So hat das Unternehmen Zeit, sich wirtschaftlich zu erholen, ohne dass du daraus langfristig einen Nachteil ziehst.

5. Dein Verhandlungsgeschick

Im Moment der Gehaltsverhandlung hast du selbst den größten Einfluss auf dein Gehalt. Sei dir von vornherein bewusst, was deine Leistungen wert sind, und verkaufe deine Arbeit nicht darunter. Auch dann nicht, wenn du den Job unbedingt haben willst. Denn wenn du zu niedrig einsteigst, signalisiert du den Personaler:innen, dass die Leistung, die sie von dir erwarten können auf einem ähnlich niedrigen Niveau liegt. Recherchiere im Vorfeld, welches Gehalt für die Stelle anhand der oben genannten Faktoren angemessen ist und schlage noch einen Puffer auf. Das gibt dem Unternehmen die Möglichkeit, dein angegebenes Wunschgehalt nach unten zu verhandeln, ohne dass du tatsächliche Einbußen hinnehmen musst.

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