Warum deine sexuelle Orientierung ins Arbeitsleben gehört!

Sexuelle Orientierung ist doch Privatsache und hat weder im Job noch im Bewerbungsgespräch etwas zu suchen! – oder? Wir haben mit René Schliebe, Senior Recruitment Partner bei der Hays AG, gesprochen. Er verrät, warum die eigene sexuelle Orientierung ein relevantes Thema im Berufsleben ist. René gibt außerdem Tipps, wie und wann man sich vor Arbeitgebenden outen sollte!
Damit Smalltalk keine Herausfoderung sein muss
Im Aufzug, vor einem Meeting oder als Eisbrecher im Bewerbungsgespräch: Ein lockerer Smalltalk kann vielen Situationen im Job und Bewerbungsprozess die Schärfe nehmen. Doch nicht für alle ist Smalltalk ein Stimmungsaufheller.
Für Menschen, die nicht heterosexuell sind, kann Smalltalk zur Herausforderung werden. Sie müssen sich selbst erklären und auf die Wortwahl achten. Nennt man hier schon Partner:innen des eigenen Geschlechts? Antwortet man lieber ausweichend und trennt Berufs- und Privatleben?
Im Interview bei career to go erzählt René, weshalb und in welcher Form die sexuelle Orientierung ins Arbeitsleben gehört.
René wirkte bei der Gründung des Hays Pride Networks für mehr Diversität und Sichtbarkeit der LGBTQIA+ Community bei Hays mit. Mehr Offenheit für Geschlechtsidentitäten in der Arbeitswelt zu schaffen ist sein größter Motivator. Als Mitglied des Steering Committees ist es sein Ziel, Mitfliedern der LGBTQIA+ Community bei Hays eine Heimat zu bieten.
Damit du gemeinsam mit anderen profitieren kannst!
Du profitierst unabhängig von deiner Betroffenheit von geförderter Vielfalt in deinem Unternehmen: „Vielfältige Teams sind erfolgreicher. Das ist bewiesen. Wer also personelle Vielfalt in seinem Unternehmen will, muss vielfältig rekrutieren“, erklärt René und appelliert an Unternehmen, inklusiver zu rekrutieren.
Auch Michaela Jaap, Head of Diversity & Inclusion bei Hays, weiß, weshalb Vielfalt alle betrifft: „Denn nur wer sich in seiner Individualität angenommen und wertgeschätzt fühlt, kann sein Potenzial voll entfalten und sich ganz auf das konzentrieren, was er oder sie zu leisten hat.“

Damit du dich nicht verstellen musst!
Wie verhält man sich selbst, wenn das eigene Outing im Unternehmen noch bevorsteht? Welcher Zeitpunkt eignet sich am besten, um die sexuelle Orientierung mitzuteilen?
René spricht sich dafür aus, die eigene Sexualität schon im Bewerbungsgespräch zu erwähnen. Würdest du nach deinem Outing eingestellt, kannst du von Anfang an sicher gehen, dass du ein Team gefunden hast, das positiv auf deine eigene sexuelle Orientierung reagiert. Du musst dich somit an späterer Stelle nicht mehr erklären.
„Für mich ist es besonders wichtig, dass Menschen, mit denen ich eng zusammenarbeite, Bescheid wissen. Sie sollen ein komplettes Bild von mir haben. Da gehört das einfach mit dazu!“, ergänzt René. Laut René sollte sich niemand am Arbeitsplatz verstellen müssen!
Finde deine Heimat in der Arbeitswelt
Wenn sich Unternehmen als LGBTQIA+-freundliches Unternehmen mit einer toleranten Arbeitsatmosphäre positionieren, macht das Mut. Verschaffe dir dennoch selbst einen Eindruck von der Vielfalt in deinem Wunschunternehmen. Du musst dich willkommen fühlen: Schließlich wird hier ein bestimmender Teil deines Lebens stattfinden.
Diversity@Hays in Zahlen
Über 40 Nationen sind im Unternehmen vertreten
63% Frauenanteil unter allen Mitarbeitenden
43% Frauenanteil unter allen Führungskräften
1 etabliertes HAYS Pride Network & Pride Ally-Programm
1 Head of Diversity & Inclusion

