Das perfekte Fazit

Inhaltsübersicht
- Was ist ein Fazit
- Was gehört in ein Fazit
- Leitfaden zum Schreiben eines Fazits
- Das gehört nicht in ein Fazit
- Das perfekte Fazit
Egal ob Exposé, Bachelor- oder Masterarbeit oder andere wissenschaftliche Texte, ein guter Text sollte immer mit einem starken Fazit enden. Aber wie schreibe ich ein Fazit? Welche Inhalte meiner wissenschaftlichen Arbeit sollen im Fazit nochmal auftauchen, wie lang sollte ein Fazit sein. Diese und viele weitere Fragen kommen dir wahrscheinlich in den Sinn, wenn du ein Fazit verfassen musst.
Was stellt ein Fazit genau dar?
In deinem Fazit solltest du den Hauptteil deiner Arbeit kurz zusammenfassen und erläutern, wie du deiner Forschungsfrage nachgegangen und zu welchem Ergebnis du gekommen bist. Der Umfang des Fazits sollte in der Regel etwa 10% deiner wissenschaftlichen Arbeit darstellen. Bei einer Hausarbeit etwa, die zwischen 15 und 20 Seiten lang ist, sollte sich das Fazit also über ein bis zwei Seiten erstrecken. Das Fazit ist also dazu da, deinen Hauptteil noch einmal abzurunden, indem es die wichtigsten Punkte noch einmal kurz zusammenhängend darstellt und den Kern deiner Arbeit erläutert.
Was gehört in das Fazit der wissenschaftlichen Arbeit?
Das Fazit deiner Arbeit sollte im Allgemeinen die Erreichung der Zielsetzung und eine Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte des Hauptteils enthalten. Dabei ist es wesentlich, dass du hier vor allem deine Erkenntnisse darstellst und diese noch einmal kurz erläuterst, denn es geht hier um persönliche Leistung, nicht um die Leistung anderer Autoren. Je nachdem, wie umfangreich du deine wissenschaftliche Arbeit aufstellst, können weitere Punkte, wie die Einordnung in den bisherigen Forschungsstand und ein Ausblick auf die zukünftige Forschung bzw. Forschungslücken, im Fazit behandelt werden. Bei den Forschungslücken kannst du auch auf mögliche Methoden eingehen, die deiner Meinung nach dabei helfen könnten diese Lücke zu schließen.
Leitfaden zum Schreiben eines Fazits
1. Zielsetzung
Zu Beginn deines Fazits solltest du noch einmal die Zielsetzung deiner wissenschaftlichen Arbeit aufgreifen, welche du bereits in der Einleitung erläutert hast. Dazu kannst du beispielsweise erneut deine Problemstellung darlegen und auf deine Einleitung verweisen. Du solltest in diesem Zusammenhang außerdem erklären, wie du der Forschungsfrage nachgegangen bist und eventuell auch kurz das Ergebnis deiner Fragestellung vorstellen. Dies solltest du jedoch kurz und bündig fassen, denn ausführlich hast du das ja bereits im Hauptteil getan. Hier ist außerdem besonders wichtig, dass du deine Ergebnisse noch einmal hinterfragst und kritisch reflektierst. Wenn dir also Unstimmigkeiten auffallen, du ein Detail in deiner Arbeit unerwähnt gelassen hast oder eine unübersichtliche Reihenfolge gewählt hast, dann nutze diese Erkenntnis, um deinen Hauptteil zu verfeinern.
2. Zusammenfassung des Hauptteils
Du solltest nun im Anschluss alle Ergebnisse deiner Arbeit kurz und präzise Zusammenfassen. Achte dabei darauf, dass du das wichtigste kurz herausarbeitest. Verzichte auf Zitate fremder Personen, denn hier sollte deine Arbeit im Vordergrund stehen. Wichtig ist, dass du in der Zeitform des Präsens schreibst. Präteritum verwendest du nur dann, wenn du über deine eigene Forschung berichtest.
3. Einordnung des Forschungsstandes
Wenn deine wissenschaftliche Arbeit einen größeren Umfang umfasst, bzw. je nachdem was die Anforderungen deiner Universität oder Fachhochschule ist, ist nun der Abschnitt gekommen, in dem du den Forschungsstand kurz darstellst und herausstellst, welchen Beitrag du mit deiner Arbeit zum heutigen Forschungsstand geleistet hast. Stelle dabei auch heraus, welche Forschungslücken du mit deiner Ausarbeitung geschlossen hast und stelle das im Gesamtzusammenhang des allgemeinen Forschungsstandes dar. Wenn du möchtest, kannst du hier auch darauf eingehen, wie du auf die bearbeitete Forschungslücke gestoßen bist, um den Zusammenhang noch einmal zu verdeutlichen.
4. Ausblick und noch zukünftige Forschungsaussichten
Abschließend kannst du einen Ausblick auf eine mögliche weiterführende Forschung geben, indem du Grenzen und Hürden deiner Forschung erläuterst und darüber hinaus darstellst, wie mögliche zukünftige Forschungen hieran anknüpfen können. Welche Fragen haben sich während deiner wissenschaftlichen Arbeit entwickelt, welche konntest du in deiner wissenschaftlichen Arbeit nicht beantworten (sei es aus Kompetenz- oder Zeitgründen) und welche sollten zusätzliche beantwortet werden?
Was gehört nicht in das Fazit?
Wir haben nun darüber geredet, was du in dein Fazit einbauen solltest und wie du dies am besten machen kannst. Aber was sollte auf keinen Fall in ein Fazit und warum? Weil das Fazit den Abschluss deiner wissenschaftlichen Arbeit darstellt, gehören neue Informationen keinesfalls hier hinein. Mit neuen Informationen machst du weitere Themengebiete auf und deine Arbeit erscheint undurchsichtig und nicht fertig. Außerdem solltest du im Fazit auf Zitate, aber auch auf Beispiele oder neue Interpretationen verschiedener Sachverhalte verzichten. Solche Dinge solltest du im Hauptteil deiner Arbeit platzieren und hier so genau und detailliert wie möglich ausbauen. Sollten dir am Ende noch einige Aspekte auffallen, kannst du sie nachträglich noch im Hauptteil einfügen. Denke daran, dass deine Arbeit noch nicht abgegeben ist. Alles, was dir jetzt noch auffällt und das du verbessern kannst ist Gold wert.
Tipps zum Erstellen des perfekten Fazits
1. Einleitung und Fazit sollten aufeinander abgestimmt sein
Dein Fazit rundet deine wissenschaftliche Arbeit zusammen mit der Einleitung ab. Daher solltest du Einleitung und Fazit aufeinander abstimmen. Für den Leser/die Leserin am anschaulichsten und verständlichsten wird es dann, wenn du in deinem Fazit die in der Einleitung thematisierte Fragestellung noch einmal aufgreifst und klar beantwortest.
2. Vor dem Schreiben des Fazits solltest du dir nochmal deine gesamte Arbeit durchlesen:
Lese deine gesamte wissenschaftliche Arbeit noch zwei bis drei Mal durch, bevor du das Fazit schreibst. Erst wenn du sicher weißt, welche Inhalte die wichtigsten waren oder sind, kannst du dein Fazit in einem Zusammenhang schreiben, ohne ständig nachzuschauen, ob du einen oder mehrere Punkte vergessen hast, die doch noch von großer Bedeutung sind.
3. Nehme die Leserperspektive ein:
Wenn du dein Fazit geschrieben hast, ist es sinnvoll, dieses noch einmal durchzulesen, und zwar nicht aus deiner Perspektive, sondern versuch dich dabei in den Leser hinein zu versetzen. Viele Leser werden nicht deine gesamte wissenschaftliche Arbeit lesen, sondern nur Einleitung und Fazit. Auch diesen Lesern sollte es möglich sein, sich ein Bild von deiner Arbeit zu machen und einen groben Überblick über das Thema zu erlangen.
4. Fazit am Schluss schreiben:
Dein Fazit solltest du ganz zum Schluss der Schreibphase deiner wissenschaftlichen Arbeit schreiben. Du solltest dir also sicher sein, dass dein Hauptteil vollständig ist und alle Themen und Aspekte enthält, die für die Beantwortung der Problemstellung relevant sind.
5. Plane genug Zeit ein:
Das Zeitmanagement ist ein wesentlicher Faktor auf den du während der gesamten Zeit ein Auge haben solltest. Denn es gibt nichts schlimmeres als das Fazit in Stress und Hektik zu schreiben. Denn wie oben bereits beschrieben stellt das Fazit einen besonders wichtigen Teil deiner Arbeit dar.
6. Angemessener Schreibstil
Achte auch beim Fazit auf einen verständlichen und sachlichen Schreibstil. Das Fazit sollte flüssig zu lesen und gut zu verstehen sein. Kurze und einfache Sätze sind das Zauberwort.
7. Fazit Korrekturlesen lassen:
Lass dein Fazit, wie auch deine gesamte Arbeit nochmal von mehreren externen Personen Korrekturlesen. Du hast diesen Text die ganze Zeit vor dir. Deswegen bleiben oft einige Fehler unerkannt. Externe sei es deine Eltern, deine Geschwister oder Kommilitonen haben einen offenen und unverbrauchten Blick auf deinen Text und können komische Formulierungen und Rechtschreibfehler oftmals sehr viel besser erkennen als du selbst.
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