Creative Writing

Creative Writing

Aktualisiert am 7. Mai 2025.

Inhaltsübersicht

Schreiben oder nicht Schreiben, das ist hier das Thema. Als „Creative Writing“, oder auf Deutsch „Kreatives Schreiben“ wird im englischsprachigen das Schreiben von Literatur bezeichnet, und zwar von erzählter Literatur und Gedichten. Hierbei wird das Schreiben eines Textes als kreativer Vorgang verstanden. Schreiben ist demnach sozusagen ein Handwerk oder eine Kunst, welche jeder Mensch erlernen kann. Im Deutschen ist das Wort nur unzureichend definiert. Auch im Studium wird dir dieser Begriff begegnen. Hierfür werden außerdem immer wieder Kurse angeboten, um kreatives Schreiben („Creative Writing“) zu trainieren.

Wie geht kreatives Schreiben? Tipps und Tricks.

Wenn du gerne kreative Texte oder Gedichte liest, dir aber beim Schreiben immer die Ideen und die Kreativität ausgehen, gibt es einige Tipps, Tricks und Vorgehensweisen, wie du das trainieren kannst. Beim Schreiben von Geschichten, Gedichten oder ähnlichem ist auf jeden Fall Kreativität gefragt und das sollte geübt werden. Es gibt einige Tipps und Tricks, die dir das kreative Schreiben erleichtern sollen und genau diese werden dir nun vorgestellt.

Tipp 1: Du solltest einen perfekten Schreibort finden

Der perfekte Schreibort. Viele dürften sich nun fragen, wo dieser sein sollte. Natürlich ist der perfekte Ort des Schreibens für jeden unterschiedlich und je nachdem, ob du noch Inspirationen für deine Geschichte oder dein Gedicht benötigst oder nicht, können sich die Orte stark unterscheiden. Benötigst du noch Inspiration, wäre der Park oder ein Café vielleicht eine gute Idee.

Wenn du allerdings bereits genau weißt, welche Inhalte du in deinem Text einbauen möchtest, ist ein ruhiger Ort, wie der heimische Schreibtisch oder die ruhige Bibliothek besser geeignet. Aber auch von Mensch zu Mensch gibt es Unterschiede. Einige fühlen sich unter Menschen besser aufgehoben und können ihre Kreativität vielleicht eher in einem Café ausleben.

Wichtig ist natürlich, dass du dich gut konzentrieren kannst, und dich auf dich selbst einlassen kannst. Der perfekte Schreibort kann auch von Tag zu Tag unterschiedlich sein. Hier ist jeder anders und jeder sollte selbst ausprobieren, wo die Ideen am besten sprießen und die Finger besser über die Tastatur gleiten. Wobei wir schon beim nächsten Thema wären: Schreibst du lieber per Hand, oder mit dem PC? Auch solche Dinge sollten wohl überlegt sein und der Ort des Schreibens sollte dementsprechend angepasst werden.

Tipp 2: Nimm deine Umwelt bewusst war und nutze sie in deinem Text

Wie bereits eben schon erwähnt, finden viele Autoren und Autorinnen ihre Ideen in der direkten Umgebung. Joanne K. Rowling beispielsweise hat sich bei der Zauberschule Hogwarts von dem schlossartigen Gebäude in Edinburgh inspirieren lassen (Magazin Sofatour, 2021). Auch du kannst dir diese Technik zunutze machen, indem du nicht in deiner Wohnung schreibst, sondern rausgehst und Inspirationen und Ideen sammelst. Im Café, im Park oder an Orten, an die man auf Anhieb gar nicht denkt. Das ist natürlich abhängig davon, was für eine Geschichte oder Gedicht du schreiben möchtest. Auch ein altes Industriegelände, etc. kann Inspiration bieten.

Als kleiner Tipp: Hab immer einen Notizblock dabei, um jede Inspiration nutzen zu können. Zu Beginn denkt man, dass man sich die Situation oder den Gedanken merken kann, aber das ist oft nicht der Fall und dann freut man sich über jeden Gedanken, den man als Notiz festgehalten hat. Wenn du eher der “smarte” Typ bist, dann kannst du natürlich auch die Notiz-Funktion in deinem Smartphone verwenden. Eine andere Idee wäre außerdem Sprachmemos auf deinem Smartphone. So musst du nicht erst aufwändig tippen, sondern kannst schnell in dein Smartphone sprechen, welche Idee oder Inspiration du festhalten möchtest und kannst es dann später ganz entspannt nochmal abhören. Häufig schnappt man im Café oder im Park besonders schön klingende Namen oder Ortschaften auf, die man in seinem Text nutzen kann. Wichtig ist, dass du alles an einem Ort aufschreiben solltest, denn dann hast du alles auf einem Blick parat und musst nicht noch groß suchen. Du hast also alle Inspirationen auf einem Blick und kannst sie dann super in deinem Text einarbeiten und verwenden.

Tipp 3: Bevor du dich an deinen Text versuchst, übe mit Hilfe von Schreibübungen

Manchmal ist es wie verhext, man strengt sich so sehr an, um ein paar gute Ideen und Textfloskeln zu kreieren, dass am Ende gar nichts funktioniert. Gerade, wenn man noch ziemlich am Anfang steht, beispielsweise den ersten Text schreibt, tut man sich häufig schwer. Deswegen bietet es sich an, mit kleinen Schreibübungen zu starten, um in das kreative Schreiben herein zu finden. Wichtig ist, dass sie nichts mit deinem aktuellen Thema zu tun haben sollten.

Ein Beispiel ist, wenn du dir ein Buch nimmst, beispielsweise dein Lieblingsbuch, es auf irgendeiner Seite aufschlägst und mit geschlossenen Augen auf eine Textstelle tippst. Hier kannst du nun deine Schreibübung aufbauen, indem du versuchst, die Geschichte fort zu führen und möglicherweise in eine komplett andere Richtung weiter schreibst, als es im originalen Text eigentlich weitergeht. Dabei kannst du beispielsweise folgende Fragen und Anregungen einbauen:


Welche Figuren kommen zur Geschichte neu hinzu? Welche Charaktereigenschaften haben sie?
Was tun die einzelnen Figuren als nächstes?
Welche Herausforderungen kommen für die Hauptfigur dazu oder welche werden gelöst?
Gibt es einen Ortswechsel?

Bei der Schreibübung solltest du natürlich nicht ewig lange die Geschichte fertig schreiben, sondern nur zehn bis fünfzehn Minuten darauf verwenden, alle Ideen aufzuschreiben, die dir hierzu in den Sinn kommen.

Weitere Schreibübungen findest du am Ende des Textes, die dir dabei helfen sollen, dein kreatives Schreiben zu trainieren.

Tipp 4: Du solltest deine Ideen in einer Mindmap ordnen

Deine Ideen, Inspirationen und Gedanken, die du dir aufschreibst, solltest du ordnen, denn ganz schnell kommen viele Gedanken zusammen und die Unübersichtlichkeit wächst. Erstelle also am besten eine Art Mindmap, in der du die Gedanken strukturierst. Wie du das tust, ob du sie nach Namen, Ortschaften, Ereignissen, etc. ordnen möchtest, oder anders, ist dabei dir überlassen. Die Hauptsache ist, dass du für dich eine Ordnung findest, denn das erspart dir viel Zeit und Nerven.

Tipp 5: Die Kreativität kommt beim Schreiben

Bis hierhin hast du die Vorarbeit geleistet und nun geht das eigentliche Schreiben los. Viele wissen nicht wie sie anfangen sollen und womit sie anfangen sollen. Wichtig ist aber, einfach mal los zu schreiben. Meist kommen die Ideen und die Struktur während des Schreibens von ganz alleine. Wichtig ist es, erst einmal den Grundstein zu legen und anzufangen. Die Feinheiten kommen dann danach und auch während des Schreibens kann hier und da noch was verfeinert, hinzugefügt oder verbessert werden. Du solltest dir während des Schreibens außerdem Zeit lassen, denn die besten Gedanken und Formulierungen kommen, wenn man Ruhe hat und seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Wenn es einmal nicht klappen soll ist es auch nicht schlimm! Das schlimmste, was dir passieren kann, ist der Druck, jetzt unbedingt etwas zu Papier bringen zu müssen. Aber das ist absoluter Quatsch. Denn so gelingt kein guter Text. Insgesamt wirst du aber merken: Die Kreativität kommt beim Schreiben.

Tipp 6: Nimm dir Zeit, wenn es um den Feinschliff geht

Zum Ende hin steht das Gerüst deiner Geschichte oder deines Gedichtes und der Feinschliff steht an. Wichtig ist, dass du dir hier viel Zeit nimmst. Du solltest jetzt nicht überhastet deine Arbeit fertig stellen. Viele geraten auf der Zielgeraden in Hektik und wollen so schnell wie möglich fertig werden, aber das ist der falsche Weg, denn wenn du hier schluderst, könnte dein ganzes Werk nur halb so gut ausfallen, wie es eigentlich sein könnte. Der Feinschliff stellt den wichtigsten Teil deines kreativen Schreibens dar.

Du solltest deinen Text noch einmal genau durchlesen. Viele stellen sich dabei vor, den Text das erste Mal zu lesen. Beim Durchlesen solltest du genau hinsehen und dich fragen, ob Orte und Personen so beschrieben sind, wie du sie dir als Autor vorgestellt hast und das auch genauso bei den Lesern ankommt, ob Unklarheiten bestehen und ob die Geschichte spannend geschrieben ist.

Meistens hilft es auch, wenn Freunde, Bekannte oder Familienangehörige den Text noch einmal durchlesen. Denn die kennen den Text in der Regel noch nicht und finden eher Fehler als du. Sei dabei offen für Kritik, auch wenn man Kritik eher nicht so gerne hört, vor allem dann nicht, wenn man viel Herzblut in die Sache gesteckt hat.

Schreibübungen

Übung 1: Klaue den Anfang

Der Anfang ist beim kreativen Schreiben immer das Schwierigste. Deswegen: Nimm doch einfach mal den Anfang eines fremden Textes und versuche deinen eigenen Text daraus zu gestalten. Nachdem der Text fertig ist, änderst du dann den Anfang und fertig ist dein eigener Text.

Übung 2: Sprich das aus, was andere in ihren Texten verschweigen oder umschreiben

Der Wunsch nach seriösem Auftreten lässt die Autoren häufig sehr verkrampft klingen, weil sie die Dinge höflicher verpacken wollen. Darum: Sei mutig und ehrlich und sprich das aus, was andere hinter umschlungenen Wörtern versuchen zu verschönern.

Übung 3: Schreibe nur einen Satz und bringe darin alles zusammen

Häufig wollen wir etwas schreiben, wissen aber nicht so richtig wie oder haben dazu noch tausend weitere Gedanken im Kopf. Damit du dann nicht ins Schwafeln gerätst, solltest du üben, alles auf den Punkt in einem Satz zu bringen. Dabei solltest du nur das Wichtigste einbringen, aber auch nichts vergessen.

Schreibanregungen für den Anfang

Sie können die Beschreibung gerne paraphrasieren/verwenden!

  • Eine verlassene Küstenstadt im Oktober. Bewölkter Himmel, ein Kiesstrand, Reihen von Schindelhäusern mit weit geöffneten Fenstern. Unbehagen liegt in der Luft. Was passiert als Nächstes?
  • Ein Spaziergang im Park wird zum Abenteuer.
  • Der Frühling ist da, in all seiner Pracht. Schreiben Sie darüber, wie Sie sich dabei fühlen. Was Sie sehen, hören, riechen und worauf Sie hoffen.
  • Eine Dinnerparty mit sechs engen Freunden. Unerwarteter Besuch kommt. Was kommt als Nächstes?
  • Ein entspannter Nachmittag im Hochsommer. Alles ist still – so leise, dass man eine Stecknadel fallen hören könnte. Und dann ändert sich Ihr Leben.

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