Die besten Corporate Finance Zusammenfassungen

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Jede Entscheidung, die in einem Unternehmen getroffen wird, hat finanzielle Auswirkungen, und jede Entscheidung, die die Verwendung von Geld beinhaltet, ist eine finanzielle Unternehmensentscheidung. Stark heruntergebrochen, fällt also alles, was ein Unternehmen tut, unter die Rubrik der Unternehmensfinanzierung. Alle Unternehmen müssen ihre Ressourcen klug investieren sowie die richtige Art und Mischung der Finanzierung finden, um diese Investitionen zu finanzieren, und Bargeld an die Eigentümer zurückgeben, wenn es nicht genügend gute Investitionen gibt.
Um ein Unternehmen zu bewerten, ist es zunächst wichtig zu wissen, was Vermögenswerte sind und welche Rolle sie spielen. Aktiva werden in der Rechnungslegung oft in Anlagevermögen, das langlebig ist, und Umlaufvermögen, das kurzfristig ist, unterteilt, wir bevorzugen eine andere Kategorisierung. Die Investitionen, die eine Firma bereits getätigt hat, werden als vorhandene Vermögenswerte bezeichnet, wohingegen Investitionen, die die Firma voraussichtlich in der Zukunft investieren wird, als Wachstumsvermögen bezeichnet werden. Obwohl es merkwürdig erscheinen mag, dass eine Firma einen Wert aus Investitionen erhalten kann, die sie nicht getätigt hat, erhalten wachstumsstarke Unternehmen sogar den Großteil ihres Wertes aus diesen noch zu tätigenden Investitionen. Um diese Vermögenswerte zu finanzieren, kann die Firma ihr Kapital aus zwei Quellen beziehen. Zum einen kann das Unternehmen Gelder von Investoren oder Finanzinstitutionen beschaffen, indem sie Investoren einen festen Anspruch (Zinszahlungen) auf die durch die Vermögenswerte generierten Cashflows verspricht. Wir kategorisieren diese Art der Finanzierung als Schulden. Zum anderen kann das Unternehmen eine Restforderung auf die Cashflows anbieten (d.h. die Investoren können erhalten, was nach den Zinszahlungen übrigbleibt) in Form von Dividenden.
Wir wissen jetzt also, dass Schulden in Form von Bankkrediten aufgenommen werden können und Eigenkapital das eigene Geld des Eigentümers ist. Ebenso ist uns jetzt bewusst, dass börsennotierten Unternehmen, Anleihen (zur Aufnahme von Schulden) und Stammaktien (zur Aufnahme von Eigenkapital) ausgeben kann.
Jede Disziplin hat erste Prinzipien, die alles, was in ihr getan wird, bestimmen und leiten. Die gesamte Unternehmensfinanzierung baut auf drei Prinzipien auf, die wir als Investitionsprinzip, Finanzierungsprinzip und Dividendenprinzip bezeichnen werden. Das Investitionsprinzip bestimmt, wo Unternehmen ihre Ressourcen investieren, das Finanzierungsprinzip regelt die Mischung der Mittel, die zur Finanzierung dieser Investitionen verwendet werden, und das Dividendenprinzip beantwortet die Frage, wie viel Gewinn wieder in das Unternehmen reinvestiert und wie viel an die Eigentümer des Unternehmens zurückgezahlt werden soll. Lasst uns einmal tiefer in die einzelnen Prinzipien eintauchen.
Unternehmen investieren in Anlagen und Projekte, die eine Rendite erzielen, die über der akzeptablen Mindestrendite liegt. Die Hurdle Rate sollte bei risikoreicheren Projekten höher sein und den Finanzierungsmix aus Eigen- oder Fremdkapital der Eigentümer, d.h. die Mittel des Eigentümers (Eigenkapital) oder das geliehene Geld (Fremdkapital) widerspiegeln. Die Renditen von Projekten sollten auf der Grundlage der erwirtschafteten Cashflows und des Zeitplans dieser Cashflows gemessen werden. Die Hurdle Rate ist eine Mindestrendite für ein Projekt oder eine Investition, die von einem Manager oder Investor verlangt wird. Sie ermöglicht es Unternehmen, wichtige Entscheidungen darüber zu treffen, ob ein bestimmtes Projekt weiterverfolgt werden soll oder nicht, denn sie beschreibt die angemessene Vergütung für die Höhe des Risikos.
Unternehmen wählen einen Finanzierungsmix (Fremd- und Eigenkapital), der den Wert der getätigten Investitionen maximiert, und stimmen diesen auf die Art der zu finanzierenden Vermögenswerte ab.
Wenn es nicht genügend Investitionen gibt, die die Mindestrendite verdienen, geben Sie das Geld an die Eigentümer des Unternehmens zurück. Im Falle eines börsennotierten Unternehmens hängt die Form der Rendite - Dividenden oder Aktienrückkäufe - davon ab, was die Aktionäre bevorzugen. Bei Investitions-, Finanzierungs- und Dividendenentscheidungen ist die Unternehmensfinanzierung auf das Endziel ausgerichtet, nämlich die Maximierung des Unternehmenswertes für die Eigentümer.
Unternehmen haben knappe Ressourcen, die auf konkurrierende Bedürfnisse aufgeteilt werden müssen. Die erste und wichtigste Funktion der Unternehmensfinanzierungstheorie besteht darin, den Unternehmen einen Rahmen zu bieten, damit sie diese Entscheidung klug treffen können. Dementsprechend definieren wir Investitionsentscheidungen zum einen so, dass sie nicht nur solche umfassen, die Einnahmen und Gewinne schaffen (wie die Einführung einer neuen Produktlinie oder die Expansion in einen neuen Markt), sondern auch solche, die Geld sparen (wie der Aufbau eines neuen und effizienteren Vertriebssystems). Zum anderen argumentieren wir, Entscheidungen darüber, wie viele und welche Lagerbestände zu unterhalten sind sowie ob und wie viele Kredite an Kunden zu gewähren sind, die als Betriebskapitalentscheidungen eingestuft werden, letztlich auch als Investitionsentscheidungen.
Wenn die Zielsetzung in der Unternehmensfinanzierung die Maximierung des Unternehmenswertes ist, dann muss der Unternehmenswert mit den drei Entscheidungen der Unternehmensfinanzierung verbunden sein - Investitions-, Finanzierungs- und Dividendenentscheidungen. Diese Verbindung kann wie folgt hergestellt werden: Es muss anerkannt werden, dass der Wert einer Firma der Gegenwartswert ihrer erwarteten Cashflows ist, welcher mit einer Rate zurückdiskontiert wird. Diese Rate spiegelt sowohl die Risikobereitschaft der Projekte der Firma als auch den Finanzierungsmix, der zu ihrer Finanzierung verwendet wird, wider. Investoren bilden Erwartungen über zukünftige Cashflows. Die Grundlage dafür stellen die aktuellen Cashflows und das erwartete zukünftige Wachstum. Diese wiederum sind von der Qualität der Projekte des Unternehmens (seinen Investitionsentscheidungen) und dem wieder in das Unternehmen reinvestierten Betrag (seinen Dividendenentscheidungen) abhängig. Die Finanzierungsentscheidungen beeinflussen den Wert eines Unternehmens sowohl durch den Diskontsatz als auch potenziell durch die erwarteten Cashflows. Diese saubere Formulierung des Wertes wird durch zwei Faktoren auf die Probe gestellt. Einer dieser Faktoren sind die Wechselwirkungen zwischen den Investitions-, Finanzierungs- und Dividendenentscheidungen. Der andere Faktor umschließt die Interessenkonflikte zwischen den verschiedenen Akteuren, wie den Managern, Aktionären und Kreditgebern.
Die größte Stärke und größte Schwäche der Unternehmensfinanzierung ist ihre Konzentration auf die Wertmaximierung. Durch die Beibehaltung dieses Schwerpunkts bewahrt die Unternehmensfinanzierung interne Konsistenz und Stimmigkeit und entwickelt leistungsfähige Modelle und Theorien über die richtige Art und Weise, Investitions-, Finanzierungs- und Dividendenentscheidungen zu treffen. Es lässt sich jedoch argumentieren, dass all diese Schlussfolgerungen davon abhängen, dass die Wertmaximierung als einziges Ziel der Entscheidungsfindung akzeptiert wird.
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