Berufsbegleitend studieren

Inhaltsübersicht
- Wer kann ein berufsbegleitendes Studium absolvieren?
- Was macht ein normales Studium aus?
- Kann man ein berufsbegleitendes Studium auch als Umschulung nutzen?
- Modelle des berufsbegleitenden Studiums
- Kosten eines berufsbegleitenden Studiums
- Vor-und Nachteile
Beim berufsbegleitenden Studium bist du bei einem Unternehmen, einer Verwaltung oder in ähnlichen Einrichtungen angestellt, gehst dort arbeiten und studierst nebenbei. Das heißt aber nicht, dass du jede Woche 40 Stunden arbeiten musst und dann kaum Zeit für dein eigentliches Studium ist. Du kannst das duale Studium vergleichen mit einer Ausbildung. Der einzige Unterschied ist, dass du statt in die Berufsschule in die Universität oder in eine Fachhochschule gehst, um dein Studium zu absolvieren. Oftmals ist es so, dass ein Teil des Studiums vom Unternehmen etc. übernommen wird. Du hast also nicht so hohe Kosten und bekommst nebenbei Geld, weil du im Unternehmen tätig bist. Oftmals ist dies aber an die Bedingung geknüpft, dass du einige Jahre in diesem Unternehmen bleibst. Solltest du dich nach dem Studium entscheiden, in ein anderes Unternehmen zu wechseln, werden wahrscheinlich Kosten entstehen, da du einen gewissen Teil der übernommenen Studienkosten zurückzahlen musst.
Berufsbegleitend ist ein Studium also immer dann, wenn es neben dem Beruf absolviert wird. Oft kooperieren Hochschulen und Unternehmen, dann sprechen wir von einem dualen Studium. Beim berufsbegleitenden Studium hängen Unternehmen und Universität nicht unbedingt zusammen und du bildest dich unabhängig von deinem derzeitigen Job weiter.
Wer kann ein berufsbegleitendes Studium absolvieren?
Ein duales Studium kommt sowohl für Schulabsolvent:innen in Frage, die gerne neben dem Studium verdienen und einen sicheren Berufseinstieg haben wollen als auch für Personen, die bereits einen Beruf ausüben und sich darüber hinaus weiterbilden möchten. Es ist also die Möglichkeit, einen akademischen Grad zu erhalten, ohne dabei eine Auszeit für das Vollzeitstudium einplanen zu müssen.
Motive für ein berufsbegleitendes Studium können beispielsweise eine mögliche Weiterqualifikation oder ein gewünschter theoretischer Ausgleich neben der täglichen Arbeit sein (studieren.de, 2020). Viele erhoffen sich durch das berufsbegleitende Studium auch bessere Karrierechancen, etwa, wenn die nächste Beförderung davon abhängt. Viele derer, die ein berufsbegleitendes Studium in Anspruch nehmen, haben bereits sehr früh zu arbeiten angefangen und merken erst später, dass sie einen höheren Abschluss erreichen könnten und holen diesen nach.
Was macht ein normales Studium aus?
Ein kleines Zimmer in einer Wohngemeinschaft oder im Wohnheim, Parties, Essen in der Mensa und überfüllte Hörsäle. Das sind einige die Dinge, die uns sofort einfallen, wenn wir an die Universität denken. Und genau auf solche Dinge haben viele keine Lust. Auch das kann ein Grund dafür sein, ein berufsbegleitendes Studium anzufangen. Hier ist man mit weniger Menschen in Kontakt und muss nicht jeden Tag in die Universität. Das Studium wird eher neben dem eigentlichen Beruf absolviert und viele wählen die Variante des Fernstudiums. Hierzu später mehr. Denn hier gibt es einige Vor-und Nachteile. Es werden jedoch nicht alle Studiengänge berufsbegleitend angeboten. In einigen Bereichen, wie beispielsweise in der Betriebswirtschaft ganz allgemein, aber auch im Management, verschiedenen Ingenieurswissenschaften und der Informatik werden einige Studiengänge berufsbegleitend angeboten. Aber auch der Bereich der sozialen Arbeit und Pflege wird angeboten. In den Wirtschaftswissenschaften wird man jedoch am schnellsten fündig, wenn man ein geeignetes berufsbegleitendes Studium sucht. Außerdem ist es so, dass nicht nur Bachelor-, sondern auch Masterstudiengänge angeboten werden.
Kann man ein berufsbegleitendes Studium auch als Umschulung nutzen?
Ob du mit Hilfe des berufsbegleitenden Studiums eine Umschulung vorantreiben kannst, kommt natürlich ganz auf die Umschulung an. Studiengänge wie Lehramt, Rechtswissenschaften oder Medizin können selbstverständlich nicht berufsbegleitend durchgeführt werden, da hier ein Grundlagen-Studium notwendig ist. Allerdings lassen sich in einigen Bereichen auch Umschulungen durchführen, das sollte aber mit den Vorgesetzten des Unternehmens abgesprochen werden.
Modelle des berufsbegleitenden Studiums
Es gibt verschiedene Modelle des berufsbegleitenden Studiums. So kann das Studium als Teilzeitstudium, Abendstudium, Fernstudium oder am Wochenende durchgeführt werden. All diese Modelle haben ihre ganz individuellen Vor-und Nachteile, welche natürlich auch von der betreffenden Person abhängen. Wenn man sich am Abend noch sehr gut Konzentrieren kann, ist das Abendstudium vielleicht die beste Variante. Wenn das allerdings nicht der Fall ist, sollte eventuell das Fernstudium oder das Studium am Wochenende gewählt werden. Wie oben bereits erwähnt, kann ein Fernstudium die richtige Wahl sein, wenn man das eigentliche Studierendenleben nicht favorisiert und sich in der Umgebung vieler Menschen nicht wohlfühlt. Ein Fernstudium findet oftmals online statt. Du kannst also bequem von zu Hause aus dein Wissen erweitern.
Mach dir im Vorfeld genügend Gedanken, um das richtige Modell für dich zu finden. Bedenke, dass das Studium neben dem Beruf zeitintensiv und oftmals auch nervenaufreibend ist. Aber wenn du das richtige Modell für dich gefunden hast und mit Motivation und Spaß an die Sache herangehst, kannst du das berufsbegleitende Studium gut schaffen. Oftmals, wenn der Beruf und das Studium aufeinander aufbauen, kann die Arbeit neben dem Studium sogar hilfreich sein, weil man einige Dinge bereits im Berufsalltag erlebt und mitgemacht hat. Dann kann man sich Dinge leichter merken oder vorstellen. So hat man gegenüber anderen Studierenden oft einen Vorteil.
Kosten eines berufsbegleitenden Studiums
Oftmals ist ein berufsbegleitendes Studium kostengünstiger als ein vergleichbares Vollzeitstudium. Das liegt vor allem daran, dass das Studium oftmals eine Weiterbildung im derzeitigen Berufszweig darstellt. Der Arbeitgeber hat also auch etwas davon, wenn die Mitarbeitenden sich weiterbilden und übernimmt dann häufig einen Teil der Studienkosten. So hast du also weniger Studiengebühren zu zahlen und bekommst außerdem weiterhin dein normales Gehalt. Das ist, wie oben bereits erwähnt, allerding meist an die Bedingung geknüpft, dass man einige Jahre im Unternehmen bleibt.
Vor-und Nachteile
Vorteile
- regelmäßiges, verhältnismäßig hohes Gehalt
- durch den Beruf kann Praxis und Theorie direkt miteinander verbunden werden
- das Lernen fällt oft einfacher, weil man den praktischen Hintergrund kennt
- geringere Studiengebühren
- Jobsicherheit nach dem Studium
- Weiterbildung und möglicherweise Beförderung
Nachteile
- Gebundenheit an das Unternehmen für einige Jahre nach dem Studium
- geringere zeitliche Flexibilität
- höherer Stresspegel
- wenig Freizeit
- Keine Semesterferien
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