Arbeitsmarktwandel (Künstliche Intelligenz, Robotik & Digitalisierung)

Arbeitsmarktwandel (Künstliche Intelligenz, Robotik & Digitalisierung)

Besonders durch die Globalisierung, dem Wirtschaftswachstum und der zunehmenden Digitalisierung haben wir seit einigen Jahren einen Strukturwandel zu verzeichnen. Hierdurch hat und wird sich nicht nur die wirtschaftliche Leistung und deren Struktur, sondern auch die Erwerbstätigkeit im Allgemeinen laufend ändern. Im Arbeitsmarkt heißt das konkret für Arbeitnehmer ein ständiges Anpassen an neue und veränderte Bedingungen. Gerade die junge Generation sollte sich hieran anpassen, da dies entscheidend für die spätere Karriere sein kann. Doch welche Veränderungen können wir sehen und welche werden noch folgen?

Wodurch wird der Arbeitsmarkt konkret beeinflusst?

Experten und Expertinnen erforschen bereits seit geraumer Zeit über Veränderungen im Arbeitsmarkt und deren Folgen. Dabei haben sie einige Faktoren ausgemacht, die für die aktuelle und zukünftige Entwicklung des Arbeitsmarktes relevant sind. Die drei größten sind die Digitalisierung, der Demografischer Wandel und die Globalisierung (karrierebibel, 2020).

Wir möchten uns hier jedoch verstärkt auf die Digitalisierung und der damit eng verknüpften künstlichen Intelligenz, sowie Robotik auseinandersetzen.

Was ist Digitalisierung?

Das Wort Digitalisierung meint ganz allgemein das Umwandeln von analogen Werten in digitale Formate, welche sich informationstechnisch verarbeiten lassen. Oft steht der Begriff der Digitalisierung aber auch für die digitale Revolution oder Transformation (BigData Insider, 2020). Und genau dies ist auch hier in der Thematik des Arbeitsmarktwandels gemeint.

Durch die Digitalisierung werden viele Arbeitsschritte, die noch vor einigen Jahren händisch verrichtet wurden, also eine Arbeitskraft benötigt wurde, durch Roboter verrichtet. Die durch die Digitalisierung eingesetzten Roboter sind leistungsfähiger, können meist größere Stückzahlen umsetzen als der Mensch und sind oftmals durch eine geringere Fehlerquote ausgezeichnet. Die Meinungen hierzu gehen weit auseinander. Einige Arbeitnehmer sind der Meinung, dass die Digitalisierung und die eingesetzten Roboter den menschlichen Arbeitnehmer nicht ersetzen kann oder nicht ersetzen sollte, während viele andere eine gegensätzliche Meinung vertreten.

Gehen wir dem einmal auf den Grund.

Robotereinsatz:

In großen Fabriken und Industrien kann man die Digitalisierung und den damit einhergehenden erhöhten Einsatz von Robotertechniken unschwer erkennen. Nicht nur für die Fertigung werden Roboter immer öfter eingesetzt und sind heute nicht mehr weg zu denken. Auch in Büros kommen Roboter zum Einsatz. Im Büro wird beispielsweise das Anfertigen unterschiedlicher Rechnungen oder Zeichnungen computergestützt angefertigt, welche die Arbeitszeit der Arbeitnehmer deutlich vereinfacht und dadurch natürlich auch verkürzt.

Zudem kann bei Robotertechnik nicht nur an ein Gerät gedacht werden, welches immer dieselben Tätigkeiten verrichtet, wie beispielsweise in einer großen Firma immer wieder neues Material unter eine Stanze zu schieben, vielmehr geht es immer öfter um die sogenannte Künstliche Intelligenz.

Als künstliche Intelligenz wird ein Teilgebiet der Informatik verstanden, in dem es um die Automatisierung intelligenten Verhaltens und dem maschinellen Lernen geht. Die Maschinen und Roboter lernen also wie wir Menschen ständig dazu.

Die Konsequenzen der Digitalisierung können vielfältig und zudem sowohl positiv, als auch negativ sein.

Vorteile der Digitalisierung für Unternehmen:

1. Vereinfachung vieler Prozesse im Unternehmen

Wie oben bereits kurz angerissen werden durch die Digitalisierung viele Prozesse vereinfacht, verkürzt und sind so für die Unternehmen kostengünstiger und allgemein ökonomischer. Dies sind Prozesse wie Kommunikation, Einkauf, Produktion, Logistik und andere. Es werden weniger Arbeitskräfte benötigt, da der Roboter beispielsweise schneller arbeiten kann als der menschliche Angestellte. Auch im Büro nimmt die Digitalisierung Arbeit ab, schmälert die Prozesse und sorgt so dafür, dass oftmals sehr viel Zeit eingespart werden kann. Das wirkt sich vor allem auf die Anzahl der benötigten Mitarbeiter und dem damit zusammenhängenden Gehalt aus. Ein kleines Beispiel in einer Welt mit viel größeren Möglichkeiten: Um Serienbriefe zu verschicken hat ein Mitarbeiter vorher mehrere Stunden benötigt, um alle Briefe von Hand zu tippen. Heute sind das wenige Klicks, dann ist ein Serienbrief erstellt und kann dann per E-Mail abgesendet werden, statt wie vorher per Post geschickt zu werden.

2. Verbesserung von Kundenservice und Produkten, höhere Kundenzufriedenheit

Durch die automatisierten und digitalisierten Vorgänge passieren weniger Fehler.Es können einfacher Kundenmeinungen eingeholt, selektiert und ausgewertet werden, sodass die Produkte immer besser auf die verschiedenen Kunden angepasst und zugeschnitten werden können und die Kunden bekommen schneller Rückmeldung bei Fragen und Anregungen und die Bestellung kommt, bei Online-Verkäufen, schlicht schneller beim Kunden an.

3. Daten der Kunden können durch das Unternehmen genutzt werden

Heute geben wir sehr viele Daten im Internet preis. Bereits durch einen Klick und eine Suchanfrage in Google geben wir Daten von uns preis. Durch die Digitalisierung dem Endverbraucher im Internet personalisierte Werbung angezeigt, welche die Verkaufszahlen im Vergleich zu vorher deutlich in die Höhe brachten. Unternehmen nutzen die Daten aber auch direkt, etwa das Geburtsdatum des Kunden, um personalisiert und zum richtigen Zeitpunkt die passende Werbung beim Kunden erscheinen zu lassen.

4. Effektives und kostengünstiges Marketing

Wie bereits in Punkt 3 angesprochen, können Daten zu Marketing und Werbezwecke genutzt werden, um die Produkte zum richtigen Zeitpunkt am passenden Kunden zu platzieren und anzubieten. Dazu kommt, dass eine Mail oder andere digitale Nachrichten weitaus günstiger sind als ein Telefonanruf oder einen Brief. 5. Psychischer Stress für Arbeitnehmer kann reduziert werden Durch ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze können sowohl physische, als auch psychische Entlastung der Mitarbeiter erreicht werden. 6. Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigung erhöht sich, da die anfallenden Tätigkeiten durch die Maschinen erleichtert werden. Dies sind nur einige Vorteile der Digitalisierung. Falls dich dieser Themenschwerpunkt interessiert, schaut doch mal auf der folgenden Internetseite: Digitaler Arbeitsplatz – Trumpf oder Bedrohung? | Arbeitgeber BW (agv-bw.de) Nachteile der Digitalisierung: 1. Kosten Die Kosten für eine umfassende Digitalisierung des Unternehmens kann sehr kostenintensiv sein. 2. Gefahr durch Cyberattacken Mit der immer stärkeren Vernetzung der Systeme steigt auch die Gefahr von Übergriffen von Hackern. Diese können sich möglicherweise Zugang zum Netzwerkes verschaffen und wichtige Daten, wie beispielsweise Kundendaten oder aber auch Pläne für gewisse Fertigungen stehlen, löschen oder beschädigen. Dagegen schützt man sich allerdings in der Regel durch Verschlüsselung und weiteren Schutzmaßnahmen. 3. Ständige Weiterbildung notwendig Die Welt verändert sich ständig und damit auch der Stand der Technik der Digitalisierung. Hier sollte man immer auf dem neusten Stand sein, um Cyberattacken vorzubeugen und mit dem Stand der Technik zu gehen, um im Markt weiter bestehen zu können. Der Arbeitsmarkt hat und wird sich durch die Digitalisierung noch weiter verändern. Für junge Menschen, die noch nicht im Arbeitsmarkt angekommen sind, ist es daher wichtig, mit der Entwicklung zu gehen und Kenntnisse und Know-How in diesem Bereich zu sammeln. Vor allem wenn man sich im Arbeitsmarkt mit anderen Arbeitnehmern messen muss, ist es wichtig, auf dem neuesten Stand zu sein.

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