Die 7 größten Bewerbungsirrtümer

Die 7 größten Bewerbungsirrtümer

Mythen rund um eine erfolgreiche Bewerbung gibt es noch und nöcher. Wir wollten es wissen und haben beim Jobportal StepStone um Expertise gebeten. StepStone hat über 1.000 Recruiter:innen befragt, worauf sie bei einer Bewerbung Wert legen. Welches dieser sieben Irrtümer hat dich am meisten verblüfft?

1. Das Anschreiben ist der wichtigste Bestandteil der Bewerbung

Ein individuelles Anschreiben sollte ohne Zweifel ein zentraler Bestandteil deiner Bewerbung sein. Noch bedeutender ist aber dein Lebenslauf: 91% der Recruiter:innen halten ihn für sehr wichtig. Oft ist der Lebenslauf das erste Dokument von Bewerber:innen, welches angeschaut wird. Arbeitszeugnisse nennen vergleichsweise niedrige 66% und das Anschreiben sogar nur 63% der Personalverantwortlichen als wichtigsten Bewerbungsbestandteil.

2. Ohne persönliche Ansprache ist eine Bewerbung chancenlos

Nur 16% der Recruiter:innen halten eine persönliche Anrede für unabdingbar. Dennoch gehört zu deiner individuellen Bewerbung im Idealfall eine individuelle Ansprache. Wenn du aber auch auf Nachfrage keinen Kontakt ermitteln kannst, ist das trotzdessen kein Grund, auf eine Bewerbung zu verzichten.

3. Eine Bewerbung per Smartphone wirkt unprofessionell

Den Studienergebnissen von StepStone zufolge würde schon heute mehr als die Hälfte der Befragten eine mobile Kurzbewerbung bevorzugen, wenn sie dadurch mehr Bewerbungen erhielten. Der Kontakt zwischen dir als Bewerber:in und dem Unternehmen wird so viel schneller und einfacher. Die Bewerbung per Smartphone ist für viele schon heute ein nützliches Werkzeug!

StepStone-Experte Ben fragt nach, worauf es ankommt:

4. Es kommt nur auf den Inhalt an

Klar, eine inhaltlich gut strukturierte Bewerbung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst. Der Inhalt allein reicht aber häufig nicht aus, um zu überzeugen. Knapp jede:r vierte hält unordentliche und ungepflegte Unterlagen für ein gravierendes No-Go. Eine gute Struktur sowie eine aktuelle und saubere Darstellung deiner Unterlagen sind daher ein Must-Have.

5. Mit möglichst vielen Bewerbungen sind die Chancen am größten

Dein Anschreiben und deinen Lebenslauf einmal erstellen und dann für jede neue Bewerbung nur noch Adresse und Ansprache auswechseln? Klingt nach einem effizienten Weg. Recruiter:innen in Unternehmen sind da aber ganz anderer Meinung: Für sie stehen Massenbewerbungen, denen es an Individualität mangelt, auf Platz 1 der häufigsten Fehler beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen.

6. Möglichst viele Unterlagen machen den besten Eindruck

Wenn du sicher sein möchtest, dass deine Bewerbung überhaupt gelesen wird, solltest darauf achten, im Zweifel lieber ein Dokument weniger anzuhängen. Wenn weitere Unterlagen nötig sind, lassen sie sich meist unkompliziert nachreichen. Hinzu kommt: Nur 29 Prozent der befragten Recruiter:innen nehmen E-Mail-Anhänge in unbegrenzter Höhe an. 14 Prozent akzeptieren bis zu 10 Megabyte, 37 Prozent bis zu 5 MB und 15 Prozent nur 2 MB.

7. Personaler:innen entscheiden nur auf Grundlage der Bewerbung, wen sie einladen

Mit dieser Einschätzung liegt man in den meisten Fällen falsch. 56 Prozent nutzen weitere Informationsquellen, um sich ein besseres Bild von den Kandidat:innen zu machen. 28 Prozent holen dazu externe und in der Bewerbung angegebene Referenzen ein, 13 Prozent nutzen das Internet. 11 Prozent setzen wenn möglich sogar auf das Feedback von gemeinsamen persönlichen Kontakten.