Kategoriale Bildung
(Bildungstheorien Klafki)
Materiale Bildung (Wissen, Inhalte) +
Formale Bildung (Fähigkeiten, Kompetenzen)
-> exemplarisch arbeiten und lernen
Didaktische Analyse
(Unterrichtsplanung Bildungstheoretisch, Klafki)
1. Frage nach der exemplarischen Bedeutung des Inhalts
2. Frage nach der Gegenwartsbedeutung des Inhalts f.d.L.
3. Frage nach der Zunkunftsbedeutung des Inhalts f.d.L.
4. Frage nach der Struktur des Inhalts
5. Frage nach der Zugänglichkeit/Darstellbarkeit des Inhalts
Kritik an Klafkis Ansatz
(Bildungstheoretische Didaktik)
- formale Festlegung des Bildungsbegriffs (nicht inhaltlich)
- mangelhaft Thematisierung der Methodik
- geringe Beachtung der ideologischen Bedingtheit
- fehlende Empirie des exemplarischen Vorgehens
- Dominaz der Lehrerperspektive
Kritisch-konstruktive Didaktik
(Neuerung von Klafki)
- Thematisierung gesellschaftlicher Dimensionen
- Ziele: Solidaritäts-, Selbst- und Mitbestimmungsfähigkeit
- Lehren und Lernen als Interaktionsprozesse
- Forderung nach entdeckendes, sinnhaft-verstehendes Lernen
- Auswahl von Inhalten vor dem Hintergrund epochaltypischer Schlüsselprobleme
Weiterentwicklung der Didaktischen Analyse
(Klafki)
6. Erweisbarkeit bzw. Überprüfbarkeit
7. Methodische Strukturierung des Lehr-Lernprozesses
8. Bedingungsanalyse
Anspruch unterrichtsanalytischer Ansätze
(Heimann/Schulz)
- Strukturelemente und ihre Beziehungen
- Untericht als dynamischer Inateraktionsprozess
- Unterreicht analysieren
Grundannahmen für das Unterrichts- und Theorieverständnis
(Heimann/Schulz)
dynamische Interaktionsprozesse von strenger gegenseitiger Bezogenheit
Prinzipien der Unterrichtsplanung:
- Interdependenz
- Variabilität
- Kontrollierbarkeit
Berliner Modell
(Heimann/Schulz)
Strukturanalyse:
- Bedingungsfelder
-> antropogene Voraussetzungen
-> sozial-kulturelle Voraussetzungen
- Entscheidungsfelder
-> Intentionalität
-> Thematik
-> Methodik
-> Medienwahl
Bedingungsprüfung:
- Normenkritik
- Faktenbeurteilung
- Formenanalyse
Kritik am Berliner Modell
(Heimann)
- Fokus: Unterrichtsanalyse, Planung vernachlässigt
- Starke Betonung der Lehrerperspektive
- Ideologieanfälligkeit durch Postulat der wertefreien Beschreibung
Neuerungen im Hamburger Modell
(Schulz)
- Ziel: Emanzipation
- Forderung: Beteiligung aller Betroffenen
- Phasen der Unterrichtsplanung
-> Perspektivplanung
-> Umrissplanung
-> Prozessplanung
-> laufende Planungskorrektur
Konstruktivistischer Ansatz
(Reich)
Lernen als eigenaktiver Aufbau kognitiver Strukturen
(Konstruktivismus)
Grundlagen des konstruktivistischen Ansatzes
(Reich)
- Konstruktivismus als kulturelle Variante
- Viabilität statt Wahrheit
- Wissen und Erkenntnis durch Handeln
- Strukturdeterminiertheit der Menschen
- Bildung = Auseinandersetzung mit Wissen und kulturelle
Verständigungsleistung
- Beziehungdidaktik
- Subjektorientierung
- Bedeutung von Handlungskontexten
Grundaufgaben einer konstruktivistischen Didaktik
(Reich)
- Konstruieren -> Erfinden, Gestalten
- Rekonstruieren -> Entdecken, Erfahren
- Dekonstruieren -> Enttarnen, Kritisieren
(Handlungsformen)
Kritik an konstruktivistischer Didaktik
(Reich)
- Entdecken-Lassen ist zeitaufwendig
- Berurteilung von Lernleistung
- Verbinden von systematischem Wissenserwerb und situativem Lernen
- Neues Lernparadigma ?
Handlungsorientierter Ansatz - Grundbegriffe
(Tulodziecki)
- Handlungsorientierung
- Lernprozessanregende Aufgabe
- Lernen
- Handlung
Lernen als Handeln: Einflussfaktoren
(Tulodziecki)
- Bedürfnisse
- Situation
- Motivation
- Bedenken und Bewerten von Handlungsmöglichkeiten
- Kenntnis- und Erfahrungsstand
- sozial-kognitives Niveau
- Ausführung der Handlung
- Verarbeitung von Ergebnissen und Folgen
Aufgabentypen
(Tulodziecki)
- Komplexe Probleme
- Komplexe Entscheidungsfälle
- Komplexe Gestaltungsaufgabe
- Komplexe Beurteilungsaufgabe
Merkmale lernprozessbezogener Aufgaben
(Tulodziecki)
- Verständlichkeit
- Situierung
- Bedeutsamkeit
- Neuigkeitswert
- angemessener Schwierigkeitsgrad
- Eignung zur exemplarischen und handlungsrelevanten Erschließung der Inhalte
Unterrichtsphasen
-> für handlungsorientierte Unterrichtsabläufe
(Tulodziecki)
1. Aufgabentellung und spontane Lösungsvorschläge
2. Zielvereinbarung und Bedeutsamkeit
3. Verständigung über das Vorgehen
4. Erarbeitung von Grundlagen für die Aufgabenlösung
5. Aufgabenlösung
6. Vergleich und Zusammenfassung
7. Anwendung
8. Weiterführung und Bewertung
Kritik an Tulodzieckis Ansatz
- Basis: empirische Lehr-Lernforschung
- Übereinstimmung mit pädagogischen Leitideen
- Ansatz in sich stimmig
- stärkere Berücksichtigung ästhetischer u. affektiver Zugänge
- Schüler bei Wahl der Aufgabenstellung einbinden
- realisierbar in Praxis
Funktionen von Lernerfolgskontrollen
- Selektion
- Sozialisation
- Legitimation
- Kontrolle
- Prognose
- Information und Rückmeldung
- Lehr- und Lerndiagnose
- Lern- und Leistungserziehung
- Disziplinierung
Komplexitätsgrade: Lernzielarten
(Lern- und Leistungskontrolle)
- Richtziele
- Grobziele
- Feinziele
Lernzieldimensionen
(Bloom)
- Kognitiv
- Affektiv
- Psychomotorisch
Taxonomiestufen (Lernzielklassen)
(Bloom)
1. Erinnern/Wissen
2. Verstehen
3. Anwendung
4. Analyse
5. Synthese
6. Bewertung
Schritte zur Entwicklung einer Lernerfolgskontrolle
1. Auswahl der Inhalte und Formulierung von Kompetenzen
2. Auswahl der Prüfungsform
3. Aufgabenformulierung
4. Lösungsskizze
5. Feststellung der Lernleistung
6. Bewertung der Lernleistung
7. Einschätzung nach Gütekriterien
8. Durchführung und Reflexion
Punktebewertung/Zuordnung von Punkten
(Feststellung der Lernleistung)
- "richtig/falsch"
- empirischer Schwierigkeitsgrad
- Lernzieltaxonomien
- Basis einer Analyse der (richtigen) Antworten
Normen für die Bewertung/Bezugsnormen
(Bewertung der Lernleistung)
(- 50%-Norm)
- kriteriale Bezugsnorm
- soziale Bezugsnorm
- indivilduelle Bezugsnorm
Hauptgütekriterien
(Einschätzung nach Gütekriterien)
- Objektivität
- Reliabilität
- Validität
Erfahrungsformen bzw. Medien
(Tulodziecki, Herzig, Grafe)
- reale Form
- modellhafte Form
- abildhafte Form
-> realgetreu
-> schematisch
- symbolische Form
-> verbal
-> non-verbal
Lehr-Lerntheoretische Ansätze
(Mediengestaltung und -verwendung)
- Behvioristische Grundposition
- Kognitionstheoretische Grundposition
- Konstruktivistische Ansätze
Mediendiadktische Konzepte/Konzepte der Mediendidaktik
(Tulodziecki/Herzig/Grafe)
- Lehrmittelkonzept
- Arbeitsmittelkonzept
- Bausteinkonzept
- Systemkonzept
- Lernumgebungskonzept
Unterscheidungskriterien für mediendidaktische Ansätze
- Grad der Festlegung des Lehr-Lernprozesses durch Mediennutzung
- Agenten der unterrichtliche Prozesse
- Aufgaben der Lehrperson
- Art des Lernens
Funktionen von Medien im Unterrichtsablauf
(Tulodziecki/Herzig/Grafe)
- Präsentation von Aufgabenstellungen
- Instrument der Planung
- Informationsquelle
- Lernanregung/ -hilfe
- Werkzeug zur Be- und Verarbeitung von Daten
- Gegenstand von Analysen
- Instrument der Kommunikation und Kooperation
- Instrument der Speicherung und der Präsentation von Arbeitsergebnissen
Unterrichtsvorbereitende Überlegungen zur Medienverwendung
- Analysefragen
- Entscheidungsfragen
- Beurteilungsfragen
Medienerzieherische Konzepte
(Medienpädagogik)
- Behütend-pflegende Medienerziehung
- Ästhetisch-kulturorientierte Medienerziehung
- Funktional-systemorientierte Medienerzeihung
- Kritisch-materialistische Medienerziehung
- Handlungs- und interaktionsorientierte Medienerziehung
Aufgabenbereiche der Medienerziehung
(Aufgaben zur Förderung der Medienkompetenz)
(Tulodziecki)
- Auswählen und Nutzen von Medienangeboten
- Gestalten und Verbreiten eigener medialer Beiträge
- Verstehen und Bewerten von Mediengestaltung
- Erkennen und Aufarbeiten von Medieneinflüssen
- Durchschauen und Beurteilen von Bedingungen der Medienproduktion und -verbreitung
Schritte zur Entwicklung eines Medienpädagogischen Konzepts
1. Bildung einer Arbeitsgruppe
2. Verständigung über medienpädagogische Grundlagen
3. Bestandsaufnahme bisheriger Aktivitäten
4. Planung weiterer medienpädagogischer Aktivitäten
5. Durchführung, Dokumentation, Auswertung
6. Ausgestaltung eines medienpädagogischen Konzepts
Grundsätze für ein medienpädagogisches Kozept
- Kontinuierlicher Prozess über mehrere Jgs.
- Einbezug aller/meherer Fächer
- Orientierung an Aufgabenbereichen
- Beachtung des gesamten Medienspektrums
- Berücksichtigung altersspezifischer Mediennutzung
- Anstreben exemplarischer Kenntnisse
Konzeptuelle Ansätze zur Schulentwicklung
(Medienpädagogik)
- Institutionelle Schulentwicklung
- Pädagogische Schulentwicklung
Rechtliche Grundlagen der Inklusion
(Heterogenität)
- UN-Konvention 2009, Art. 24 (1)
- EUG 2011, Art 2 (2)
Formen von Integration
- bedingte Intregration
- unbedingte Integration
Begründungslinien für Inklusion
(Textor)
- Demokratieorientierte Begründungsline
- Menschenrechtsorientierte Begründungsline
- Bildungsökonomische Begründungslinie
- pädagogisch-psychologische Begründungline
Inklusive Unterrrichtsformen in Bayern
Unterrichtsformen kooperativen Lernens:
- Kooperationsklassen
- Partnerklassen
- offene Klassen an Förderschulen
Formen inklusiver Schule:
- Einzelintegration
- Schulen mit Schulprofil "Inklusion"
Bausteine inklusiver Didaktik
- Beziehungen und Teams
- Demokratische und chancengerechte Schule
- qualifizierende Schule
- Ganztag mit Rhythmisierung
- förderliche Lernumgebung
- Lernende mit Förderbedarf
- differenzierte Beurteilung
- geeignete Schularchitektur
- Schule in der Lebenswelt
- Beratung, Supervision, Evaluation
Differenzierung
(Wiater)
Äußere Differenzierung:
- intraschulisch
- interschulisch
Innere Differenzierung:
- Individualisierung
- Einteilung in Lerngruppen
Einteilung in Lerngruppen nach...
(Innere Differenzierung)
... thematisch-intentionalen Aspekten
... methodischen Aspekten
... mediale Aspekten
... sozialen Aspekten
... förderdiagnostischen Aspekten
Heterogenität vs. Diversität
Heterogenität
-> Unterschiedlichkeit als Herausforderung/Problem
Diversität
-> Unterschiedlichkeit als Ressource, Gewinn
-> Vorteile im Blick
Pädagogisches Verständnis von idividueller Förderung
(Klime, Warwas)
- Kompensatorische Trainings- und Zusatzangebote
- Binnendifferenzierung und adaptiven Unterricht
- Vielfältige Lernwege durch offenen Unterricht
Merkmale digitaler Meiden zur individuellen Förderung
(Eickelmann)
- Multimedialität
- Interaktivität, Adaptivität
- Vernetzung
Entwicklungsmodell interkultureller Sensibilität
(Bennett)
Ethnozentrische Stufen:
1. Verleugnung
2. Abwehr
3. Herunterspielen
Ethnorelative Stufen:
4. Akzeptanz
5. Anpassung
(6. Integration)