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Def klinische Psych.

biologische, soziale, kognitive und emotionale Faktoren psychischer und körperlicher Erkrankungen sowie deren Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Personen

Gesprächspsychotherapie – Rahmen

  • Ab 1940; Carl Rogers
  • andere Bezeichnungen sind: Klientenzentrierte Psychotherapie, Nondirektive oder Personenzentrierte Therapie
  • In D ist die sie nicht als eigenständiges psychotherapeutisches Verfahren zugelassen

Carl Rogers (1)

  • studierte Theologie, anschließend Psychologie
  • arbeite als Kinderpsychologe an der Rochester Society for the Prevention of Cruelty to Children
  • war am Aufbau eines Beratungszentrums an der University of Chicago beteiligt

Carl Rogers (2)

  • Präsident der American Psychological Association
  • Mitgründer der American Association of Humanistic Psychology
  • Wichtigstes Werk: “Die klientenzentrierte Psychotherapie”

Humanistisches Menschenbild - Der Mensch:

  • hat Wahlfreiheit, lebt bewusst & selbstbestimmt
  • ist von Natur aus gesund
  • besitzt Selbstheilungskräfte
  • ist zu lebenslangen Weiterentw. der Persönlichkeit fähig/gewillt
  • strebt nach Selbstverwirklichung, Autonomie & Sinnfindung

Psychoanalyse und die Lerntheorien:

unbewusste Triebe bzw. Reiz-Reaktions-Beziehungen bestimmen den Menschen bestimmen (Mensch als tabula rasa)

→ pessimistisches Menschenbild

humanistische Psychologen:

glauben an die Selbststeuerung des Individuums

→ optimistisches Menschenbild

Aktualisierungstendenz

die grundsätzliche Fähigkeit des Menschen, sich selbst zu erhalten und weiterzuentwickeln

Selbstaktualisierungstendenz

ist die kontinuierliche Überprüfung, ob Tätigkeiten & Merkmale der Person zur Selbstverwirklichung beitragen

Erfahrungen werden danach bewertet, ob sie für den Organismus erhaltend und förderlich sind. → Ein wichtiger Indikator in diesem Prozess sind Gefühle

Selbstkonzept:

Alle selbstbezüglichen Erfahrungen werden darin gespeichert

Realselbst

ist dasjenige Bild, das die Person von sich selbst hat

Idealselbst

beinhaltet die Eigenschaften und Fähigkeiten, die die Person gerne hätte

Selbstkongruenz

beschreibt die Übereinstimmung von Realselbst und Idealselbst

Rogers geht davon aus, dass Inkongruenz zu psychischen Störungen führt!

Merkmale des Therapeuten

  • absolute Wertschätzung
  • Empathie
  • Kongruenz

Absolute Wertschätzung

  • Therapeut bemüht sich um bedingungslose Akzeptanz gegenüber dem Klienten (*)
  • Behandelt den Klienten mit Wärme und Respekt

(*) konditionale Wertschätzung sehr schlecht z.B. „Wenn du den Nobelpreis gewinnst, habe ich Respekt vor dir.“

Empathie

  • Therapeut versucht sich in den Klienten hineinzu- versetzen (*) und sich seine Gefühle, Gedanken, Wahrnehmungen zu vergegenwärtigen

(*) Ohne die eingenommene Haltung zu bewerten z.B. „Wie kann man nur Lotto spielen?!“

Kongruenz

  • Therapeut verstellt sich nicht, sondern bemüht sich um Aufrichtigkeit gegenüber Klienten
  • Nimmt die eigenen Gefühle im therapeutischen Prozess wahr und teilt sie dem Klienten mit
  • Therapeut nicht als „makelloses Modell“

Therapeut ist Klienten gegenüber:

  • nicht der Experte, der Lösungen anbietet
  • sondern offenbart eigene Gefühle und Schwächen
  • behandelt den Klienten als gleichwertige Person

Die Aufgabe des Therapeuten:

  • dem Klienten durch Verbalisierung von Gefühlen zu einer bessere Selbstwahrnehmung & Reflexion zu verhelfen

Therapieziel:

Steigerung von Selbst-Kongruenz durch Selbstreflektion und Modifikation des Real-Selbsts und des Ideal-Selbsts

Beck-Depressions-Inventar (1)

  • Von Aaron T. Beck 1961 entwickelt
  • ein Selbstbeschreibungsinstrument
  • 21 Items, um Schwere depressiver Symptomatik zu erfassen
  • gehört zu den weltweit am häufigsten verwendeten Depressionsmaßen

Beck-Depressions-Inventar (2)

  • Die Intensitätsskalierung erfolgt in Form von vier Aussagen zunehmender Schwierigkeit je Symptom
  • Hochdepressive Menschen sind selten in der Lage, diese bis zum Schluss durchzuarbeiten!

--> unökonomisch

Vereinfachtes Beck-Depressions-Inventar

  • BDI sehr unökonomisch ist, → Schmitt und Maes (2000) haben ein vereinfachtes BeckDepressions-Inventar (BDI-V) entwickelt
  • Zahl der Items pro Symptom wurde verringert
  • Zahl der Items von 84 auf 20 Items gekürzt