Leistungsbündel
Leistungsangebot aus Sach- und Dienstleistung. Annahme: Jedes Angebot besteht zumindest zu einem kleinen Teil auch aus einer Dienstleistung (siehe Leistungstypologie nach Engelhardt et al.)
Uno-Actu-Prinzip
Produktion und Konsum einer Dienstleistung finden am gleichen Ort und zur selben Zeit statt; Annahmen:
Kritik: z.B. Buchung Hotel im Reisebüro/Übernachtung im Hotel zeitlich&räumlich getrennt
Leistungstypologie nach
Engelhardt et al.
Leistungen werden in vier Gruppen aufgeteilt. In der Prozessdimension nach Anteil von integrativ (=hoch individuell) und autonom , auf der Ergebnisachse nach materiell und immateriell
Bsp: Anfertigung Maßanzug: integrativ und materiell
Externer Faktor
Im Dienstleistungsprozess notwendiger Faktor, der von außen zum Unternehmen gebracht wird
Definition
Dienstleistungsqualität
Dienstleistung (externer Faktor nötig, primär intangibel) muss an die Kundenerwartungen angepasst werden und diese erfüllen können
Routinekomponente bzw.
Basisqualität
Eigenschaften, die vom Kunden von einer Dienstleistung erwartet werden
Bei Nicht-Erfüllung ist der Kunde unzufrieden
Verbundkasten von Hilke
Beschreibt den Zusammenhang von Sach- und Dienstleistungen
Sachgüter haben zwingend einen Anteil an Dienstleistung, Dienstleistungen können völlig autonom existieren
Kritik: Materialität von Dienstleistungen außer Acht gelassen
Service-Dominant Logic
von: Steven Vargo/Robert Lusch
These:
Ausnahmekomponente bzw.
Werterhöhungsqualität
Leistung, die zusätzlich vom Anbieter geleistet wird und vom Kunden nicht als Basisqualität angenommen wird
Wert der Leistung steigt aus Sicht des Kunden, Kundenzufriedenheit steigt
Potentialdimension-
Dienstleistungsqualität
Teil der Erfassung von Qualität einer Dienstleistung
Vorraussetzungen für gute Leistung
Bsp. Spa Behandlung: Passend eingerichtete Räume, Ausbildung der Beschäftigten,...
Prozessdimension-
Dienstleistungsqualität
Teil der Erfassung von Qualität einer Dienstleistung
Vorgang der Dienstleistung im Fokus
Bsp. Spa Behandlung: Verhalten der Mitarbeiter, angenehme Atmosphäre während der Behandlung
Ergebnisdimension-
Dienstleistungsqualität
Teil der Erfassung von Qualität einer Dienstleistung
Ergebnis der Dienstleistung nach Ausführung wird betrachtet
Bsp. Spa Behandlung: Ist man entspannt, verschönert etc.?
Stärken-Schwächen-Analyse
Um das Unternehmen besser einordnen zu können werden Stärken und Schwächen aus der
betrachtet
Spiegelstudie/ Matching-Studie
Marktforschungsdesign, das Innen- und Außensicht betrachtet
Kongruenz ist gewünscht, zu erreichen z.B. durch Werbung (Außensicht) und durch Kundenorientierung (Innensicht)
Definition: Dienstleistung
Leistung, die durch die Kombination interner und externer Faktoren einen Nutzen für den Kunden schafft
Zu großen Teilen immateriell
Arten der Messung von Dienstleistungsqualität
Zentral ist die kundenorientierte Messung, die in objektiv und subjektive Verfahren unterschieden werden kann
Ergänzend gibt es die unternehmensorientierte Messung, die nach Management- und Mitarbeiterorientierung unterschieden wird
Dimensionen der Dienstleistungsqualität
Nutzen der Personalpolitik im Marketingmix für Dienstleistungen
Beeinflusst Kaufprozess durch Kontakt Kunde-Mitarbeiter
Kunde (externer Faktor) sieht Verhalten und Auftreten der Mitarbeiter als Bewertungskriterium der Leistung, da diese immateriell ist
Marktbezogene kundengerichtete Ziele
Ziele der Leistungspolitik bei Dienstleistungen
Aufteilung in
Value Added Services
Zusatzleistungen zur Kerndienstleistung
Leistungsbündel entsteht; muss Nutzenzuwachs gegenüber Kernleistung darstellen
Leistungsprogrammpolitik
Entscheidungen über Potentiale, Prozesse, Ergebnisse der Dienstleistung
Möglichkeiten: Variation (Modifikation, Differenzierung), Innovation, Eliminierung
Tangible Leistung
Sachleistung: "Fassbar", quantifizierbar
Immer begleitet von einem gewissen Anteil intangibler Leistung
Funktionelles vs. Institutionelles Dienstleistungsmarketing
Funktionelles Dienstleistungsmarketing: Sachbetriebe nutzen Dienstleistungen zusätzlich zur Förderung des Absatzes
Institutionelles Dienstleistungsmarketing: Dienstleistungen sind die Hauptfunktion des Unternehmens
Marktgerichtete Dimension des Dienstleistungsmanagement
Aufteilung der Käufer in Endverbraucher (konsumtiv) und gewerbliche Unternehmen (investiv)
Unternehmensgerichtete Dimension des Dienstleistungsmarketing
Unterteilt Unternehmen in solche, die hauptsächlich Dienstleistungen anbieten (als Kernleistung) und solche, die sie als Nebenleistung erbringen
substitutive Dienstleistung
Dienstleistung ersetzt vorige Leistung
Bsp.: Online-Shopping ersetzt Verkauf in Geschäft
Vorteile gegenüber alter Leistung: Zeitvorteil, Kostenvorteil...
komplementäre Dienstleistung
Dienstleistung ergänzt andere Leistung; Nutzen der Gesamtleistung jetzt höher
Lineare Zeitstrategie im Dienstleistungssektor
Zeit, die für Konsum nötig ist wird so weit wie möglich verringert; betrifft Konsumzeit, Transferzeit, Abwicklungszeit, Transaktionszeit
Bsp.: Selbst-Check-In bei Flughäfen
Prozedurale Zeitstragie im Dienstleistungssektor
Ausgleich für lange Wartezeit wird zur Verfügung gestellt
Bsp.: freies W-LAN in Arztpraxen, Zeitschriftenangebot beim Friseur
Markenpolitik
Marken können beim Patentamt angemeldet werden, genießen bestimmten Schutz
Bei Dienstleistungsunternehmen ist der Markenwert der größte Teil des Unternehmenswertes; Image für Auswahl durch Kunden sehr wichtig
Markenstrategische Optionen im Dienstleistungsmarketing
E-Services
Dienstleistungen, die komplett online laufen
Sowohl Angebot als auch Einbringung des externen Faktors online (Datenaustausch)
Kommunikationspolitik bei Dienstleistungsunternehmen
Besonders wichtig auf Grund der Immaterialität der Leistung
Unternehmen muss Vorteile seiner Leistung kommunizieren um sie greifbar zu machen
dienstleistungsspezifische Preispolitik
Kostenzurechnung schwierig, Preis wird zur Steuerung der Nachfrage verwendet und dient für den Kunden als Indiz für die Leistungsqualität
Zahlungsbereitschaft nur schwierig zu ermitteln: Preise müssen flexibel sein
Gelungene Preispolitik kann auch zu Kundenbindung führen
SERVQUAL-Ansatz
Zur Messung der Dienstleistungsqualität, Kundenzufriedenheit
Erwartung und Erfahrung werden in Fragebogen gegenübergestellt und abgefragt
GAP-Modell
Zeigt Lücken (=Gap) zwischen Erwartungen an Leistung und tatsächlich erbrachter Leistung
Fünf Gaps, die verschiedene Konfliktbereiche innerhalb des Leistungserstellungsprozesses beschreiben