Was ist allgemein Didaktik?
Wozu didaktische Modelle?
Normative Modelle
= vorschreibend
Bsp.:
- Perspektivenschema der Didaktik (Klafki)
- Dialektische Didaktik (Klinkenberg)
Deskriptive Modelle
= beschreibend
Bsp.:
- Didaktisches Dreieck (Cohn)
- Berliner Modell der Didaktik (Heimann, Otto & Schulz)
- Angebot-Nutzungs-Modell (Helmke)
Funktion der Schule nach Fend (2012)
Definition Unterricht nach Wiater (2007)
= ein dialektisches Interaktionsgeschehen,
Definition Lehrpläne nach Scholl (2009)
= Dokumente, die:
Werden von den einzelnen Bundesländern festgelegt
Definition Bildungsstandards
legen fest, welche Kenntnisse & Fähigkeiten SuS in einer Jahrgangsstufe erworben haben sollten.
Werden von der KMK festgelegt
4 Hauptmotive zur Einführung der Bildungsstandards
- allgmeine erlassen aufgrund de PISA-Schocks 2002
Hauptmotive:
Gemeinsamkeiten und Unterschiede v. Bildungsstandards und Lehrplänen
Gemeinsamkeiten:
- Steuerungsfunktion
- bildungspolitische Legitimationsfunktion
- pädagogische Orientierungsfunktion (Zielle/Inhalte des Lernens...)
Unterschiede:
- In-Put vs. Out-Put Beschreibung
- Inhalt vs. Kompetenzorientierung
- altes vs. neues Unterrichtskonzept
Definiton Kompetenzbegriff nach Weinert (2001)
Kompetenzen sind:
• Kurz: Kompetenz = Problemlösungsfähigkeit
Definition Unterrichtsmethoden nach Meyer (2011)
„Unterrichtsmethoden sind
Definition Unterrichtsmethoden nach Bönisch (2004)
„Unterrichtsmethoden sind […] planmäßig und zielgerichtet gestaltete Wege des Unterrichtens“
"einfache Definition" v. Methoden
= Weg zu einem Ziel
= Prozesse & Ziele durch Inhalte mit geprägt
→ wichtig!!! Lehrerhandeln verursacht nicht Schülerlernen, sondern erschafft Lernumgebung
Enger Methodenbegriff
Eng = einzelne, isolierbare Handlungsweisen des Lehrers (Erklären, Fragen, Zeige, Bewerten etc.)
Weiter Methodenbegriff
Weit = methodische Großformen wie Klassenunterricht, Projektunterricht, Gruppenunterricht etc.
Definition Taxonomien
Synonym für Klassifikation
Taxonomien zu Methoden des Unterrichts
Makroebene:
- Unterrichtskonzepte
- Unterrichtsformen
Mesoebene:
- Sozialformen
- Unterrichtsschritte
- Handlungsmuster
Mirkoebene:
- Handlungssituationen
Unterrichtskonzepte
= Gesamtorientierungen methodischen Handelns
Bsp.: Handlungsorientierter U., Offener U., Exemplarischers Lehren und Lernen, Projektunterricht, Lernzielorientierter Unterricht
Unterrichtsformen nach Meyer (2011)
Bsp.: Gespräch, Projekt, Wochenplan, Wahlunterricht, Vorlesung, Freie Arbeit, Praktikum...
Sozialformen
regeln die Beziehungsstruktur innerhalb des Unterrichts
Bsp.: Klassenunterricht/Frontalunterricht, Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit
ZUSATZ: Interaktiver Klassenunterricht, Direkte Instruktionen
3 Unterrichtsschritte (mit Bsp.)
Handlungsmuster
sind fest verinnerlichte Formen der Aneignung v. Wirklichkeit
Bsp.: Wie wird der Unterricht an die Schüler gebracht? (über Lehrervortrag, gelenktes Gepräch...?)
Handlungssituationen
WICHTIG!! Sind nicht planbar!
ist eigene individuelle Gestaltung des Unterrichts
Definition Heterogenität nach Trautmann/Wischer (2011)
Lern-Lehrpsychologie
Identifikation v. Lernmerkmalen, diee für die Gestaltung v. Unterricht relevant sind.
-> findet sich im A-N-M unter "Lernpotenzial"
Sozial- und Erkenntnistkritische Perspektive
-> findet sich im A-N-M unter "Familie"
proximale Heterogenitätsmerkmal/Faktoren
- ist kausal enger mit den Schulleistunge verbunden
- Bsp.: Vorwissen/Wissen, Interesse, Motivation...
-> findet sich im A-N-M unter "Lernpotenzial"
distale Heterogenitätsmerkmal/Faktoren
- ist indirekt mit den Schulleistungen verbunden
- Bsp.: Herkunft, Sprache, Geschlecht
-> findet sich im A-N-M unter "Familie"
Definition Binnendifferenzierung
Gestaltung des Unterrichts durch didaktische Maßnahmen, angesichts der unterschiedlichen Lernvoraussetzungen & durch Gruppierung nach
bestimmten Kriterien
Innere Differenzierung
integrierender Vorgang, bei der die Gruppe bestehen bleibt
Bsp.: Methoden, Materialien, Aufgaben...
Äußere Differenzierung
selektierender Vorgang, bei dem einer räuml. Trennung stattfindet
Bsp.: Schulformen, Geschlecht, Förderung, (Klassen)
Ziel der Binnendifferenzierung
Förderung ALLER!
3 Ebenen der Binnendifferenzierung
4 Formen der Reaktion v. Lehrpersonen auf Hetergonität nach Weinert (1997)
3 wichtige Schritte der Binnendifferenzierung
5 Aufgaben des Lehrers nach Rothland/Terhart (2007)
- beraten
- beurteilen
- unterrichten
- erziehen
- die eigenen Kompetenzen und die der Schule weiterentwicklen
4 Charakteristika des Lehrerberufs nach Rothland/Terhart (2007)
5 Erwartungsträger um der Lehrperson
Definition Antinomien
sind Spannungsverhältnisse
-> dem Lehrer sollte es gelingen ein ausgewogenes Zwischenmaß der Antinomien zu schaffen
5 Antinomien des Lehrerhandelns nach Helsper (2009)
6 Merkmale der pädagogischen Autorität
-> Laut Helsper: „Lehrerautorität ist immer störanfällig“
6 Merkmale der (allgemeinen) Autorität
Definition Erziehung nach Reichenbach (2011)
Erziehung geschieht durch Interaktion/soziales Handeln zw. mind. zwei Personen
Intentionale Erziehung (Reichenbach)
bewusst jmd. erziehen, um das Ziel der Personenwerdung zu erreichen
Funktionale Erziehung (Reichenbach)
ist die Sozialisation einer Person
Ziel der Erziehung
Autonomie und Mündigkeit erlangen (Aussage Adorno)
Wertneutraler Erziehungsbegriff
Handlungen, durch die Menschen versuchen, die Persönlichkeit Anderer zu fördern
Wertender Erziehungsbegriff
Erziehung = Lernhilfe
direkter Erziehungsbegriff
Handeln mit Förderungsabsicht auf den zu Erziehenden ausgerichtet (Bsp.: Aufforderung, Ermunterung…)
indirekter Erziehungsbegriff
beinhaltet das Arrangieren und Animieren als Grundform pädagogischen Handeln
Sollten Lehrkräfte erziehen?
Nein! (Giesecke 1997)
Ja! (Glöckel 1990, Meyer 2004)
Gesellschaftlicher (verkürzter) Leistungsbegriff
Orientierung...
Pädagogischer Leistungsbegriff
Orientierung...
Außerpädagogisch Funktion (gesellschaftl.) der Leistungsmessung in der Schule
Pädagogische Funktion der Leistungsmessung in der Schule
Summative Leistungsmessung
- Auslesefunktion
- Assessment of learning
- summativ =Bewertung des Ergebnisses
Formative Leistungsmessung
- Entwicklungsfunktion
- Assessment for learning
- formativ = Bewertung des Prozesses
3 Bezugsnormen für Leistungsmessung
Bildungsbegriff im Neuhumanismus nach Humbold
Bildung ist die...
…höchste, vielseitige und harmonische Entfaltung der inneren Kräfte des Individuums auf Grund der Beschäftigung mit möglichst vielen Bereichen der Welt
Bildungsbegriff im Idealismus nach Hegel
Bildung it die Selbstverwirklichung des Individuums in einem dialektischen Prozess der Horizonterweiterung und Selbstfindung durch Entfremdung
gesellschaftliche Bedeutung v. Bildung für Ralf Dahrendorf (1965)
gesellschaftliche Bedeutung v. Bildung für Pierre Bourdieu
Bildung als Kapital
Klafkis demokratischer Allgemeinbildungsbegriff
-> Ziel Klafkis: Gesellschaft demokratisch weiterzuentwickeln (durch die 3 Fähigkeiten)
kategoriale Bildung nach Klafki
setzt sich aus
in der kategorialen Bildung werden 3 Grundfähigkeiten ausgebildet:
Theorie kulturellen Kapitals nach Bourdieu (3 Kapitale)
Ziel des sozialen Handelns nach Pierre Bourdieu
ist Akkumulation (Anhäufung) v. Kapital
Definition Disparitäten
Ungleichheit, Verschidenheit
primäre Herkunftseffekte/Disparitäten
= Erziehung, Ausstattung und gezielte Förderung im Elternhaus, aber auch Begabung/Intelligenz
-> Einfluss auf Kompetenzentwicklung/Schulleistung
-> nimmt mit den sekundären Disparitäten Einfluss auf Bildungswegentscheidung
sekundäre Herkunftseffekte/Disparitäten
= elterl. Bildungsentscheidung im Familien- und Haushaltskontext
-> zum Teil unabhängig v. Begabung und Leistungen des Kindes
-> nimmt mit den primären Disparitäten Einfluss auf Bildungswegentscheidung
differenzierter Unterricht
unterschiedl. Behandlung v. SuS
- Merkmal: Zuordnung zu Gruppen nach Leistung, Alter, Interesse...
kooperativer Unterricht
in kooperativen Lernsituationen arbeiten SuS an gemeinsamen Zielen und Aufgabenstellungen -> jeder leistet einen Beitrag, nicht alle Schüler müssen das Gleiche machen
- Merkmal: Teams
-> Bsp.: Expertenpuzzle
individualisierter Unterricht
unterschiedl. Aufgaben & flexible Methoden sollen Lernwege & -ziele ermöglichen, die an individuellen Voraussetzungen anknüpfen
- Merkmal: einzelne Schüler
-> Voraussetzung: individueller Lehrplan...
offener Unterricht
SuS wählen Angebot selbst (=Merkmal)
-> geöffneter Unterricht: Wochenplan
-> offener Unterricht: Freiarbeit
adaptiver Unterricht
kann
Unterricht, mit variablen Angeboten sein
-> Anpassung des Angebots an individuelle Voraussetzungen
Egalitäre Differenz nach Annedore Prengel
ist d. Anspruch, Unterschiede zunächst einmal als Verschiedenheit hinzunehmen, ohne hierarchisierende Wertung vorzunehmen
Rechtsgrundlagen der Inklusion
vertikaler Lerntransfer
erwerben von Wissen (durch Wiederholen, direkte Instruktion oder gemeinsames Erarbeiten)
horizontaler Lerntransfer
anwenden/können (durch situtiertes Lernen, intelligentes Üben, lösen v. Aufgaben...)
Definition "lateral"
= selbstregulierte Kompetenzen (Bsp.: "Wie/Mit welcher Methode gehe ich an die Aufgabe heran?")
Definition "reflexiv"
= Inhalt/Wissen reflektieren (Bsp.: "Welche Bedeutung hat XY für mich?")
lateraler Lerntransfer
Lernen lernen (durch offenen Unterricht, selbstständiges Lernen...)
reflexiver Lerntransfer
verantwortliche Umgang mit erworbenen Kompetenzen (durch gewaltfreie Konfliktregelung, Lehrervorbild...)
Definition Klassenführung nach Apel
Klassenführung bezeichnet einen durch Lehrende in didaktischer Absicht gestalteten Unterricht mit SuS, in dessen Zentrum der Unterricht steht. Sie dient dazu, die Lehr-Lern Situation ‚Unterricht‘ herzustellen, zu fachgemäßen Arbeiten anzuleiten und darauf zu verpflichten, die Lernzeit zu Lernfortschritten zu nutzen.
(5) Merkmale effektiver Klassenführung nach Kounin
Merkmale "guten"/ertragreichen Unterrichts nach Helmke/Meyer (4 die sich gleichen)
(6) Merkmale "guten" Unterrichts nach Hattie
gemeinsame Merkmale guten Unterrichts in zahlreichen empirischen Studien
4 Dimensionen/Merkmale v. Klassenführung/-management nach Evertson
3 theoretische Zugänge zum Thema Lehrer-Schüler-Beziehung (nennen)
Ziel des Classroom Management nach Haag & Brosig
Eine Lernumgebung zu schaffen, bei der sowohl schulisches Lernen als auch soziale und emotionale Fähigkeiten gefördert werden
Definition Unterrichtsstörungen nach Lohmann
sind Ereignisse, die den Lehr-Lern-Prozess beeinträchtigen, unterbrechen oder unmöglich machen, indem sie die Voraussetzungen, unter denen Lehrern und Lernen erst stattfinden kann, teilweise oder ganz außer Kraft setzen
WICHTIG! - Unterrichtsstörungen sind aus der systemischen Sichtweise zu sehen, d.h.: dass Störungen vom Lehrer und Schüler ausgehen können
4 Formen der Unterrichtsstörungen
Unterrichtsstörung aus der Perspektive "Lehrer"
Unterrichtsstörungen aus der Perspektive "Schüler"
(4) Prävention v. Unterrichtsstörungen nach Nolting
(2) Interventionen bei Unterrichtsstörungen
Beispielhafte Regeln für Intervention nach Lohmann (5 von 10)
3 Curriculums der Wirkungsforschung
➢ Lernerfolg von Schülern steigen bei jenen Lehrern, die sich enger an die Lehrplanvorgabe halten
➢ Strategien der Lehrkräfte bei der Umsetzung von Curricula wichtiger als Inhalte der
Curricula
Heterogenität als Problem (2 Modelle nach Hinz und Kernaussage)
-> Ziel: möglichst homogene Lerngruppe, die zielgleich unterricht wird
Heterogenität als Chance (1 Modell nach Hinz und Kernaussage)
-> Ziel: vielfältige Lerngruppe, in der alle mit- & voneinander (zieldifferenziert) lernen können
(3) Gütekriterien
-> sind besonders relevant bei summativen Leistungsmessung
4 Dimensionen d. Unterrichtsmethoden nach Terhart
4 schulsystemische Handlungsebenen bei Heterogenität
Folge(n) der sozialen Bezugsnorm
Konkurrenzdenken & Schulangst wird bestärkt; Gegenteil v. einem mündigen & selbstständigen Menschen
Folge(n) der individuellen Bezugsnorm
kommt der Idee eines mündigen & selbstständigen Menschen am Nähsten; kann nicht allein durchgeführt werden, da soziale und Sachdimension = notwendiger Rahmen sind
Folge(n) der kriterialen Bezugsnorm
Beeinflussung durch vorgegebene Informationen und Inhalten
Definition Ziele
Unterrichtsziel = Vorstellung über gewünschtes Ergebnis v. Unterricht
-> sie strukturieren, organisieren & legitimieren die Unterrichtsgestaltung